— Mittwoch, 4. November 2009 —
Bildung oder Bargeld? Oder einfach nur beispiellos billig – und zwar um jeden Preis? [ Keine Kommentare ]
Diskriminierung pur – dieser Meinung ist unter anderem auch Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, wenn es um die zusätzlichen Hartz-IV-Zuwendungen geht, die insbesondere auch die künftige Schul- und Berufsbildung von Kindern dauerhaft gewährleisten sollen.
"Es sei unbedingt erforderlich, die entsprechenden Hartz-IV-Regelsätze aufzustocken." So (unter anderem) die Ansicht Schneiders. Darüber hinaus sei es von einer entscheidenden Bedeutung, finanziell benachteiligten Kindern kostenfrei einen entsprechenden Weg zu modernen Lehr- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Obwohl: eigentlich ist Merkels Idee, Hartz-IV-Leistungsempfängern einen zusätzlichen Bildungs-Bonus zu "gönnen", doch grundsätzlich als sehr positiv zu bewerten.
Und durch die Bildungsgutscheine ließe sich zugleich auch ein gewisser Missbrauch verhindern – in Anbetracht der "schwarzen Schafe", die es hierzulande ja leider nun auch in großer Zahl gibt. Wie auch "SPDler" Heinz Buschkowsky schon so "unkonventionell" formulierte. Mögliche Zuwendungen, die Kindern in so genannten Hartz-IV-Familien zugeteilt würden, würden unter Umständen nicht zweckgemäß verwendet, sondern es sei stattdessen vielmehr zu bedenken, dass die Eltern dieses Geld "für Alkohol" et cetera ausgeben würden. Die Kinder hingegen schauten wieder einmal "in die Röhre".
Wahrlich eine Aussage, aufgrund derer er sicherlich mit der einen oder anderen kritischen Gegenargumentation zu rechnen haben wird. Denn wie man ja bereits in der Vergangenheit beobachten konnte, sind Politiker, die sich auch mal "konstruktiv" äußern, bei einer Vielzahl deutscher Bürger nicht gern gesehen. Wir erinnern uns an Thilo Sarrazin & Co. – ranghohe Politiker, die sich ebenfalls mit "treffenden Bemerkungen" einen höheren Bekanntheitsgrad "erarbeiten" konnten.
Aber auch auf eventuelle Rücktrittswünsche oder andere "Aktionen" werden sich Buschkowsky & Co. ganz bestimmt erfolgreich zu wehren wissen, um ihre Machtpositionen zu verteidigen. Aber weshalb sollten auch Politiker nicht auch mal ehrlich sein dürfen?



