— Archiv für den Tag „Bewerbung” —

— Donnerstag, 8. Dezember 2011 —

Ein Amt und hunderte verschiedene Meinungen [ Keine Kommentare ]

Nachdem ich nach vielen ausgefüllten Anträgen und mehrmaligem hin und her endlich eine Beitragsbewilligung in meinem Briefkasten vorfand, war ich beruhigt. Denn ich war im 6ten Monat schwanger. Das Jobcenter sicherte mir Leistungen bis zum 31.12.2011 zu. Mein Bearbeiter sagte mir, dass ich für eine Verlängerung allerdings nichts machen müsste, das ich mich ja ab Ende Oktober im Mutterschutz befänd. Denn jede Mutter hat in Deutschland das Recht, sich ein Jahr lang zu Hause um das Kind zu kümmern. Dies gilt natürlich auch, wenn man Arbeitslosengeld 2 bekommt. Doch da habe ich falsch gedacht.

Wie erreicht man telefonisch das Jobcenter? Gar nicht!

Leider trudelte Mitte November, nachdem ich mich schon 2 Wochen im Mutterschutz befand, ein Brief ein, in dem stand, dass ich meine Bewerbungen vorlegen sollte. Welche Bewerbungen? Waren die wirklich der Meinung, ich sollte mich hochschwanger irgendwo bewerben? Anscheinend schon. Das Jobcenter drohte mir damit, meine Leistungen ab Januar 2012 nicht mehr zu zahlen. Ich fragte mich allerdings aus welchem Grund, denn sie hatten sich ja meinen Mutterpass kopiert und mein persönlicher Berater kannte meine Situation. Ich versuchte ihn anzurufen, doch er war im Urlaub. Also wartete ich eine Woche ab und wählte erneut seine Nummer. Leider nahm am anderen Ende niemand ab und ich probierte es mit der kostenpflichtigen Hotline. »Kein Anschluss unter dieser Nummer« ertönte es aus meinen Telefonhörer. Nun musste ich 3 Wochen vor meinem Entbindungstermin zum Jobcenter fahren, was mich natürlich Geld, Zeit und viel Kraft kostete. Beim Jobcenter wurde mir versichert, dass meine Leistungen weiterhin gezahlt werden würden. Meine Fahrtkosten werden allerdings nicht bezahlt, da ich mich ja auch hätte telefonisch erkundigen können. Von wegen.

— Freitag, 28. Mai 2010 —

Bewerbungen schreiben – aber wie?! [ Keine Kommentare ]

Mit handgeschriebenen Bewerbungsschreiben kann man heutzutage wohl kaum noch einen Blumentopf gewinnen, soviel ist sicher. Also muss ein PC her. Woher aber nehmen, wenn nicht stehlen? So ein Rechner kostet schließlich eine „Kleinigkeit“. Geld, das viele wirklich bedürftige Hartz-IV-Empfänger nun einmal nicht haben. Die Arge hat unlängst einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie zwar die Vielzahl der Langzeitarbeitslosen nur allzu gern aus den „Arbeitslosen-Statistiken“ entfernen würde, aber tatsächlich diesbezüglich aktiv zu werden, fällt den Sachbearbeitern in der Regel ja bekanntlich eher schwer. Da ist guter Rat freilich teuer. Denn wie bitteschön, soll es angesichts der wahrhaftig nicht gerade „üppigen“ Sozialleistungen überhaupt möglich sein, einen Computer aus eigener Tasche zu zahlen?

 

Kein Anspruch auf einen PC…

Jeder Arbeitgeber, der in der heutigen Zeit eine Bewerbung in Händen hält, welche noch mit Kugelschreiber- oder Füllertinte geschrieben wurde, kann sich wohl kaum des Eindrucks erwehren, dass der Bewerber lediglich ein sehr geringes Interesse daran hat, den (ausgeschriebenen) Job tatsächlich auch zu ergattern. Schließlich ist es doch in der Tat so, dass es viele, viele (Langzeit-)Arbeitslose gibt, die genau in dieser Art und Weise verfahren, um zwar einerseits ihrer Bewerbungspflicht nachzukommen, damit ihr Anspruch auf die sozialen Leistungen des Staates weiterhin bestehen bleibt. Andererseits ist es mit derartigen Bewerbungsschreiben eh‘ so gut wie sicher, dass eine Absage erfolgen wird….

 

Die Gerichte sind anderer Meinung

Trotz alledem: die ARGE zahlt keinen Cent, wenn es um die Erstanschaffung eines PC geht. Dieses „unterstreichen“ sowohl das Landessozialgericht NRW sowie auch das Sozialgericht Detmold. Natürlich ist in der heutigen Zeit ein PC in nahezu jedem Haushalt vorhanden; allerdings scheint dieser Aspekt für das eine oder andere Gericht nicht von Belang zu sein. Ein echter „Rattenschwanz“ also für bedürftige Hartz-IV-Empfänger….

— Freitag, 8. Mai 2009 —

Betreff: Plaetze frei [ Keine Kommentare ]

hab heute folgende Mail bekommen:

Fuer unser Unternehmen werden bundesweit Einkaeufer gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Wir arbeiten Sie gruendlich ein. Auch ideal fuer Fruehrentner und Arbeitslose.
Bewerbung bitte an service4@mail.kz

Wer sich da bewirbt ist selber schuld. Das einzige was man da bekommt, ist wahrscheinlich noch mehr Spam.

 

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  • Dona: Was im Fernsehr kommt besonders solche Sendungen ist eh nur alles gestellt und nicht einmal 2% sind ...
  • Adolarfg01: Karlchen viel bekommst du nicht mehr mit oder? die auf den amt sind selber schuld, wie man in den wa...
  • stephan letsch: es ist hanebüchen was sich die mitarbeiter dieses amtes herausnehmen. ich halte so und so mindesten...
  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...