— Archiv für den Tag „Betteln” —

— Sonntag, 6. Februar 2011 —

Obdachlosigkeit in Deutschland [ Keine Kommentare ]

Es ist schon tragisch genug, dass es in unserer "ach so modernen und zukunftsorientierten" Gesellschaft so viele Menschen gibt, die kein Dach über dem Kopf haben. Aktuell fristen sogar mehr als 400.000 Menschen ein Dasein ohne feste Bleibe – eine erschreckend hohe Zahl. Armut und soziale Probleme zählen in diesem Zusammenhang zu den Hauptursachen für eine solche Entwicklung. Sicherlich wird nun so Mancher entgegnen, dass doch der deutsche Staat ausreichende Formen der (finanziellen) Unterstützung bietet, sodass es keineswegs erforderlich ist, ein Leben auf der Straße führen zu müssen. Nicht umsonst fühlen sich schließlich so viele Bürger aus anderen Ländern geradezu magisch vom "fürsorglichen" Deutschland angezogen….

 

Eine "eiskalte" Welt

 

Wer aber einmal einen Blick "hinter die Kulissen" wirft, wird rasch eines Besseren belehrt. Denn aus der Sicht deutscher Bürger sieht die Welt in der Tat anders aus. Ein Aspekt, der zu denken geben sollte. Und aufgrund der gegebenen Gesetzeslage ist es darüber hinaus auch nicht weiter verwunderlich, dass es immer mehr junge Leute gibt, die in diesem, unserem Lande auf der Straße leben. Vorurteile sind in diesem Zusammenhang übrigens absolut fehl am Platze…! Oft genug sind es die individuellen Lebensumstände, die es den Betroffenen – gleich, welchen Alters – schlichtweg nicht ermöglichen, ein "normales" Leben zu führen. Aber auch der Stolz spielt diesbezüglich eine wichtige Rolle, denn nicht jedermann ist in der Lage, regelmäßig "hoch erhobenen Hauptes" beim zuständigen Amt um Geld zu "betteln". 

 

Ein Leben auf Hartz-IV-Niveau ist kein "Zuckerschlecken"

 

Langzeitarbeitslose, die von einigen Euros ihr Leben bestreiten müssen, sehen sich nicht selten dazu veranlasst, in Einkaufsstraßen einen "Bettelhut" aufzustellen. Schlimm genug! Es ist im Übrigen noch nicht allzu lange her, als einem Obdachlosen, der von einer Angestellten des Sozialamtes Göttingen beim Betteln beobachtet worden war, die sozialen Leistungen gekürzt wurden. Eine Welle der Empörung von Seiten vieler Bürger und Sozialverbände folgte. Mit dem Ergebnis, dass die Stadt Göttingen die Kürzungen der Leistungen bei dem Bettler rückgängig machte. Was für ein Land….

 

— Donnerstag, 2. April 2009 —

Göttinger Sachbearbeiter spioniert Bettler aus und kürzt den Hartz 4 Bezug [ 2 Kommentare ]

BettlerGöttingen muss eine ziemlich langweilige Stadt sein. Ein Sachbearbeiter des Sozialamtes kann mit seiner Freizeit nichts besseres anfangen, als einen Hartz 4 Bezieher auszuspionieren. Der Hartz 4 Empfänger wurde von dem Sachbearbeiter im Januar 2009 zweimal bettelnd gesehen. Der korrekte Mitarbeiter zählte flugs das Geld in der Bettelschale und rechnete es auf den Monat hoch. Auf Grundlage dieser Schätzung erfolgte ein neuer Bescheid, welcher den Harzt 4 Bezug in den Folgemonaten um 120,- EUR kürzte. Nach erfolgtem Widerspruch lag die Kürzung noch bei monatlich 50,- EUR. Erst mit dem Eingreifen von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) wurde der Bescheid aufgehoben und entsprechend korrigiert.

Den ausführlichen Bericht lesen!

Quelle: TAZ – Wegen Bettelns Stütze gekürzt
Foto: wrangler – Fotolia.com