— Montag, 10. Oktober 2011 —
Folgende Mail bekam ich die Tage in mein Postfach…
Unsere Gesellschaft entwickelt sich, wir erweitern den Einflußbereich unseres Busineß in Europa.
Aus diesem Grunde beginnen wir Personalrekrutierung, um freie Stellen unserer Vertreter und Finanzverwalter zu besetzen.
Wir geben Ihnen die Möglichkeit, zusätzliches Bargeld zu verdienen, wenn Sie mit uns zusammenarbeiten. Wir suchen nach ehrlichen,
verantwortungsbewußten, fleißigen Menschen, die mit unserer Gesellschaft in ihrer Region arbeiten könnten.
Wir gewährleisten den Einkommenszuschlag in Höhe von 2000 Euro pro Monat.
Dieses Angebot erfordert von Ihnen keine Investitionen, Sie brauchen auch keine Fachkenntnisse, nur ein paar Stunden Freizeit pro Tag.
Wenn Sie für unser Angebot Interesse bekommen haben, senden Sie Ihr Resümee an unsere E-Mail-Adresse: contact@dewision.org
Es tut uns wirklich Leid, wenn diese Mitteilung für Sie jegliche Unbequemlichkeit verursacht hat.
Bitte fallen Sie nie auf derartige Angebote rein. NIEMAND, wirklich niemand verschenkt im Internet einfach so Geld und sagt nicht mal was dafür getan werden muss.
Manch‘ einem hierzulande genügt es nicht allein, dem Staat über die Jahre hinweg auf der Tasche zu liegen, obwohl es häufig weder aus gesundheitlicher Sicht, noch aus erziehungsspezifischen Gründen oder auch altersbedingt et cetera einen Anlass geben würde, nicht arbeiten zu gehen. Sondern viele Hartz-IV-Empfänger erdreisten sich darüber hinaus vielmehr, den deutschen Staat nach Kräften „auszusaugen“ – und zwar auf die unterschiedlichste Weise. Bundesweit entstand im Jahr 2009 somit ein Schaden von sage und schreibe 75 Millionen Euro. In der Tat kein Pappenstiel.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Da werden beispielsweise schlicht und einfach mal Nebenjobs nicht gemeldet oder mögliche Bezüge weiterer Sozialleistungen fallen im Rahmen des Ausfüllens von Hartz-IV-Anträgen kurzerhand unter den Tisch. Besonders beliebt ist darüber hinaus auch das – natürlich versehentliche – Verschweigen einer vorzeitigeren Arbeitsaufnahme.
Kann doch mal vorkommen, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Deutschkenntnisse nicht immer die besten sind. Da bleibt es doch nicht aus, dass der eine oder andere Sozialleistungsantrag missverstanden wird….
Es werden künftig härtere Maßnahmen ergriffen
Aber mittlerweile zeigen die Jobcenter nur noch ein äußerst geringes Verständnis für derartige Missverständnisse. Seit Neuestem werden sämtliche Betrugsvergehen offiziell angezeigt. Das bedeutet, dass in jedem dieser Fälle unverzüglich die Staatsanwaltschaft hinzugezogen wird.
Nicht nur, dass es bereits seit 1996 den so genannten automatisierten Sozialkassen-Abgleich gibt, bei dem frühere Arbeitsaufnahmen oder sonstige Leistungsbezüge explizit aufgedeckt werden. Auch die Tatsache, dass sich das „Denunzieren“ mittlerweile einer großen Beliebtheit erfreut, ist von Vorteil für die Gemeindekassen. Denn immer häufiger werden Betrugsfälle auch von ehemaligen Lebenspartnern, Nachbarn oder Familienangehörigen bei den Sozialkassen angezeigt.
Wen wundert es da, dass sich auch die Aufklärungsquote kontinuierlich erhöht?