— Archiv für den Tag „Beschwerde” —

— Montag, 10. Mai 2010 —

Antwort von der ARGE bei Dienstaufsichtsbeschwerde [ 9 Kommentare ]

Sehr geehrter Herr XY, mit e-Mail vom xx.03.2010 teilte ich Ihnen mit, dass Ihre Beschwerde über das Fallmanagement der Gemeinde Bla Bla vom xx.03.2010 hier eingegangen ist. Ich sagte Ihnen zu, Ihre Beschwerde zu prüfen und Sie dann zu kontaktieren. Da Ihre Beschwerde als Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Fallmanagerin Frau K… zu werten ist, habe ich Ihr Schreiben heute zuständigkeitshalber an die Gemeinde W… weitergeleitet. Diese wird Ihre Beschwerde selbstständig prüfen und sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag xxx

— Montag, 29. März 2010 —

Das Opfer und seine Fallmanagerin, ein Brief an die Öffentlichkeit :o( [ 2 Kommentare ]

Beschwerde über mein Fallmanagement

Sehr geehrte Damen und Herren, Weeze den, 29.03.2010

hiermit möchte ich Beschwerde gegen meine Fallmanagerin Frau Fallmanagerin einreichen.
Ich könnte seit spätestens Januar 2010 längst wieder in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, jedoch werden mir immer wieder Steine durch mein Fallmanagement in Weeze in den weg gelegt, was nicht nur mir Unverständlich scheint.
Ich war bei der Firma XY NRW, XY-Strasse. 12 45327 Essen als Mitarbeiter vorgesehen. Dafür war es notwendig den Sachkundenachweis §34aGewO zu erwerben, jedoch wurde mir ein Bildungsgutschein durch mein Fallmanagement nicht bewilligt, trotz Schriftlicher Einstellungszusage.
Dann habe ab den 27.01.2010 an einer Eignungsfeststellung als Wachmann in der Bundeswehr teilgenommen, die Kosten dafür trug die Firma Sicherheit XY.
Es war lediglich erforderlich ein Polizeiliches Führungszeugnis bei zu bringen welches ich auch bei meinem zuständigem Einwohnermeldeamt beantragte. Dieses Schlug mit 13,00 Euro zu buche.
Aufgrund dessen habe ich am 04.02.2010 Schriftlich die Erstattung der Kosten beantragt. Sowie das Wegegeld für 11 km zum Standort der Bundeswehr am XY-berg in 47589 Uedem.
Auf die Eingereichten Anträge erfolgte bis heute keinerlei Reaktion von Frau Fallmanagerin, lediglich erklärte mir Frau Fallmanagerin Fernmündlich das die Gemeinde Weeze mich in keinster weise Unterstützen würde.
In meinen Augen Unverständlich.
Ich bin zu dieser zeit bei bis zu Minus 10°C mit dem Fahrrad dorthin gefahren und das über 17 Ausbildungstage.
Dann hatte ich am 25.03.2010 ein Vorstellungsgespräch in Nieukerk bei der Firma XY, ich hatte mich Ordnungsgemäß beim Fallmanagement dafür abgemeldet und Frau Fallmanagerin Lud mich zugleich für den folgetag vor. Die Firma XY sagte mir einen Probearbeitstag zu.
Die teilte ich auch Frau Fallmanagerin am Folgetag mit worauf sie sich veranlasst fühlte mit der Firma XY Kontakt auf zu nehmen und sie meinte das ich zum Probearbeiten für 1-2 Tage vorgesehen sei. Ich hatte ihr dann per Handzeichen zu Verstehen gegeben das es nur für einen Tag sei.
Darauf meinte Frau Fallmanagerin dann am Telefon Herr Opfer möchte nur an einem Tag Probearbeiten und das bei einem Praktikum eine Bescheinigung nötig sei.
Davon war weder von mir noch von der Firma XY die Rede!
Und die Aussage dass ich nur an einem Tag Probearbeiten wolle trifft absolut nicht zu und ich Protestiere aufs Schärfste! Das ist eine Frechheit.
Wie stellt die Frau mich dar? So werde ich nie in ein neues Arbeitsverhältnis kommen.
Mir kommt nun immer mehr die Frage auf was macht diese Frau eigentlich und ist sie ihrer Aufgabe überhaupt gewachsen?
Ich meine wie sieht es denn aus wenn die Frau direkt mit Anträgen und Bescheinigungen um sich wirft und meint ich wolle nur einen Tag Probearbeiten?
Außerdem halte ich es für Anmaßend wenn ich bei einem Vorsprache Termin dazu Genötigt werde meine Akte aufzuarbeiten und das dann noch mit der Begründung das dies so Einfacher währe und schneller geht.
Liegt das etwa in meinem Aufgabenbereich?
Auch wurde ich durch Frau Fallmanagerin Bezichtigt mich nicht bei einer durch das Theodor Breuer Haus vorgeschlagenen Praktikumsstelle zu Bewerben, zu meinem Glück konnte ich auch dies Belegen!
Ich fühle mich Genötigt die Presse davon in Kenntnis zu setzten und zu Publizieren wie mit den Arbeitslosen Umgesprungen wird! Es kann in meinen Augen nicht sein was diese Fallmanagerin sich heraus nimmt!

Mit freundlichen Grüßen
OPFER

— Mittwoch, 22. Juli 2009 —

Vieles im Argen bei den ARGEN [ 2 Kommentare ]

Als die Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) eingeführt wurden, versprach man sich einen schnelleren und unbürokratischeren Umgang mit der Jobvermittlung sowie der Erteilung des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV). Aber gerade bei der Erteilung oder Nichterteilung von Hartz IV können die ARGEN nicht punkten. Viele Bescheide sind falsch, manche widersprechen sogar geltendem Recht. Viel Arbeit also bei den ARGEN. Leider nicht für diejenigen, die auf der Suche nach Arbeit sind, sondern für Anwälte und die sowieso schon überlasteten Gerichte.

Mehr als die Hälfte aller Hartz IV Bescheide falsch

Klagen lohnt sich, wenn man es mit den ARGEN zu tun hat. Eine Anfrage der Fraktion „Die Linke" zeigt dies deutlich. 41,5 Prozent aller Widersprüche gegen Sanktionen, die das Arbeitslosengeld II betrafen, wurde stattgegeben. Bei den Bescheiden zur Erteilung von Hartz IV lag die „Erfolgsquote" vor Gericht sogar bei 65 Prozent. Manchmal handelt es sich um Kleinigkeiten, oftmals aber auch um einschneidende Maßnahmen, die die ARGEN von den Leistungsempfängern verlangt hatten.

Lebensversicherung unnötigerweise auflösen, Altersvorsorge aufgebraucht

So wurde beispielsweise einem Ehepaar die Zahlung von Arbeitslosengeld II verweigert. Begründung der ARGE: Eine bestehende Lebensversicherung müsse zuerst aufgelöst werden. Was die ARGE dem Ehepaar nicht sagte, war, dass die Lebensversicherung mit einer Zusatzklausel problemlos Hartz IV-fest gemacht werden könnte. Darauf wies die Antragssteller erst eine unabhängige Beratungsstelle hin. Eigentlich wäre dies Aufgabe der ARGE gewesen. Auch die Tatsache, dass die Auflösung einer Lebensversicherung bis zu drei Monate in Anspruch nehmen kann, hatte die ARGE nicht bedacht. Das Ehepaar hätte drei Monate ohne jegliche Zahlungen auskommen müssen.

Einem anderen Antragssteller wurden die Leistungen von vornherein um die Hälfte gekürzt. Zu Unrecht, denn der Mann bekam vor Gericht recht. Da sich der Prozess aber zwei Jahre hinzog, musste er seine Lebensversicherung, die eigentlich als Altersvorsorge gedacht war, auflösen. Ein Umzug in eine Ein-Zimmer Wohnung und keinerlei Rücklagen für die Rentenzeit waren die Folge.

Klagen, Beschwerden und Dunkelziffern

Ehrenamtliche Sozialberater gehen davon aus, dass neben den angefochtenen Bescheiden noch eine erheblich Dunkelziffer zu berücksichtigen sei. Bis zu 50% aller Bescheide seien hier möglicherweise betroffen. Hinzu kommen noch die Bescheide, die aufgrund einer Beschwerde geändert werden, das heißt, die gar nicht erst bei den Sozialgerichten landen.

Überlastung der Sachbearbeiter und die Gegenmaßnahmen der Politik

Als Hauptgrund der hohen Zahl an fehlerhaften Bescheiden werden überlastete Sachbearbeiter genannt. Die Anzahl der Hartz IV-Anträge nimmt ständig zu, die der Mitarbeiter bleibt nahezu gleich. Hier schleichen sich naturgemäß Fehler ein, sei es aus Überlastung oder wegen mangelndem Engagement der Sachbearbeiter. Diese Fehler kommen den Staat teuer zu stehen.

2008 mussten die Behörden alleine 86 Millionen Euro für den juristischen Beistand der Antragssteller ausgeben. Geld, mit dem auch zusätzliche Sachbearbeiter finanziert werden könnten. So könnte die Fehlerquote gesenkt werden. Die unionsgeführten Länder präsentieren eine andere Lösung um die Ausgaben zu senken. Man verdreifacht einfach die maximale Selbstbeteiligung der Hartz IV-Empfänger für juristische Hilfe und Beratung. Deshalb könnte es durchaus sein, dass sich viele Menschen einen Widerspruch gegen einen Bescheid schlichtweg nicht mehr leisten können. Anstatt die ARGEN besser auszustatten und die dort beschäftigten Sachbearbeiter zu entlasten, wird versucht, das Problem auf Kosten des schwächsten Gliedes zu lösen. Es liegt also vieles im Argen bei den ARGEN.

Quelle: http://www.daserste.de/

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