— Archiv für den Tag „Belastung” —

— Sonntag, 27. Juni 2010 —

Immer wieder Probleme – diesmal mit den Krankenkassen [ Keine Kommentare ]

Reformen hier, "Verbesserungen" dort – das leidige Thema mit den gesetzlichen Krankenkassen scheint wahrlich kein Ende zu nehmen. Und auch jetzt wieder bahnt sich offenbar großer Ärger an. Womöglich sind es auch dieses Mal wieder die leidgeprüften Hartz-IV-Empfänger, die sich benachteiligt fühlen. Oftmals sogar zu Recht: die Rede ist von den geplanten Krankenkassen-Zusatzbeiträgen, die den Versicherten über kurz oder lang aller Wahrscheinlichkeit nach von jeder gesetzlichen Krankenversicherung in Rechnung gestellt werden.

Armut wird zu einer noch stärkeren Belastung

Ein Umstand, den man nicht länger ohne Weiteres in Kauf nehmen darf. Das Problem: die Bundesagenturen für Arbeit sind rein rechtlich (noch) nicht dazu verpflichtet, die diesbezüglich zusätzlich anfallenden Kosten für Empfänger von Sozialleistungen zu übernehmen…. Wird infolge dessen erneut mit einer "Klageflut" zu rechnen sein? Was für die eine "Peanuts", sind für die anderen schier unüberwindbare, finanzielle Hindernisse. Die Bundesagentur teilte unlängst mit, dass sage und schreibe 400.000 Personen von den geplanten Neuerungen betroffen sein werden. Tendenz steigend.

In der Tat äußerst beunruhigende Aussichten

Wirtschaftsexperten befürchten, dass sich in diesem Zusammenhang an den Gerichten in den kommenden Wochen und Monaten in der Tat so einiges tun wird. Verständlich, denn wer bereits einmal versucht hat, einem "nackten Mann in die Tasche zu fassen", wird wissen, dass dort nichts, aber auch gar nichts zu holen sein wird. Denn wie bitteschön sollen bedürftige Hartz-IV-Empfänger von den geringfügigen Mitteln, die sie Monat für Monat gerade mal erhalten, in der Lage sein, noch mehr Geld für die eigene Gesundheit abzuzweigen? Werden hierzulande bald US-amerikanische Verhältnisse herrschen? Beängstigende Aussichten in jedem Fall.  

— Mittwoch, 11. November 2009 —

Hartz IV als Folge von Mobbing-Attacken und anderen Schikanen? [ Keine Kommentare ]

In den Zeiten der wirtschaftlichen Krise haben nicht nur die Unternehmer selbst zu "knacken", sondern bekanntlich auch die Arbeitnehmer. Entlassungen, der Gang zum Arbeitsamt oder vielleicht sogar der "Abstieg" in Richtung Hartz V gehören ganz sicher nicht zu den Aspekten, die man so einfach auf die "leichte Schulter" nehmen könnte. Existenzängste machen sich breit, arge finanzielle Einschnitte sind in einer solch' prekären Situation durchaus zu erwarten, ein Aufrechterhalten des bisherigen Lebensstandards ist unter Umständen somit dauerhaft wohl nicht länger haltbar. Soviel zur einen Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite haben mitunter selbst die Arbeitnehmer mit starken Belastungen zu rechnen, die noch in Lohn und Brot stehen. Fakt ist, dass jeder in Anbetracht möglicher Entlassungen tunlichst versucht, sein Bestes zu geben, um auf diese Weise irgendwie doch noch den eigenen Posten zu sichern. Wenn es sein muss, sogar auf Kosten anderer. Das Stichwort lautet in diesem Zusammenhang "Mobbing" und ist eine der "typischen" Begleiterscheinungen, wenn Kündigungen anstehen. Ellenbogen-Taktik, Schikanen und Psychoterror sind nur einige der damit einhergehenden Aspekte. Nicht nur ältere Arbeitnehmer werden von ihren Vorgesetzten gemobbt, um dadurch die mögliche Zahlung von Abfindungen zu vermeiden, sondern die körperlichen und psychischen Attacken machen selbst unter Kollegen nicht Halt.

Informationen werden nicht bzw. in einem nur unzureichenden Maße weitergegeben, erledigte Arbeiten werden manipuliert, Unterlagen und wichtige Dokumente verschwinden spurlos…. Was also tun? Manch' einer zieht es resigniert vor, "auf eigene Faust" zu kündigen und sich (zumindest in den ersten Monaten der Arbeitslosigkeit) von den Leistungen des Arbeitsamtes abhängig zu machen. Weitaus erfolgversprechender ist allerdings in jedem Fall der "Frontalangriff" bzw. der offensive "Schritt nach vorn"! Expertenmeinungen zufolge macht es häufig Sinn, "objektive" Kollegen zurate zu ziehen oder aber gleich mit dem Chef zu sprechen. Natürlich bietet sich auch die Inanspruchnahme spezifischer Beratungsstellen geradezu an – bevor es zu spät ist und sich möglicherweise die ersten gesundheitlichen Probleme bemerkbar machen.

Die Chancen, erfolgreich aus der Mobbing-Falle zu entkommen, stehen also recht gut. Die Angst davor, auf das gefürchtete Hartz-IV-Niveau "abzurutschen", ist demnach glücklicherweise nur bedingt berechtigt.