— Archiv für den Tag „Bedürftige” —

— Freitag, 12. August 2011 —

Eine gute Idee – die kulturelle “Tafel” für Bedürftige [ Ein Kommentar ]

Die Idee mit der „Tafel“ erfreut sich seit ihrer „Erfindung“ bei vielen Hartz-IV-Empfängern und Bedürftigen einer stetig wachsenden Beliebtheit. Und so haben sich bis heute in immer mehr deutschen Städten helfende Hände zusammengetan, die es den Menschen in unserer Gesellschaft, denen es finanziell nicht ganz so gut geht, ein wenig leichter machen wollen. Denn Fakt ist ja, dass die Lebenshaltungskosten in diesem, unserem Lande nahezu stetig ansteigen. Wer berechtigt ist, bei der lokalen Tafel „einzukaufen“, kann auf diese Weise sicherstellen, dass der Kühlschrank daheim stets gut gefüllt ist. Und zwar mit Nahrungsmitteln, die von hilfsbereiten Supermärkten, Obst- und Gemüsehändlern et cetera bereitwillig gespendet wurden. Und nun gibt es künftig wohl auch eine „Tafel“ für bedürftige Kultur-Fans.

Kostenlos ins Theater – wo gibt’s denn sowas?

Die Kultureinrichtungen in Celle gehen mit gutem Beispiel voran. So kommt es mitunter vor, dass in Celle Theaterkarten nicht verkauft oder nicht abgeholt werden können. Statt diese Karten jedoch als wertlos zu betrachten und zu entsorgen, haben sich die Initiatoren nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie bieten Geringverdienern, Hartz-IV-Empfängern oder Alleinerziehenden die Möglichkeit, diese nicht verkauften Tickets zu nutzen und kostenlos ins Theater gehen zu können.

Kultur erleben – nicht nur was für die „Reichen und Schönen“…

Nur selten ist es bedürftigen Menschen bekanntlich noch vergönnt, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen. Denn die kosten in der Regel Geld. Finanzielle Mittel stehen Hartz-IV-Empfängern allerdings nur in einem sehr begrenzten Rahmen zur Verfügung. Somit ist die „Kultur-Aktion“, die in Celle vor kurzem ins Leben gerufen wurde, wahrlich eine willkommene Idee. Übrigens gibt es ähnliche Projekte mittlerweile auch in anderen deutschen Großstädten. So zum Beispiel in Hamburg, in Berlin und in Marburg. Wie schön wäre es, wenn – ähnlich wie die Lebensmittel-Tafel – die „Kultur-Tafel“ in immer mehr Städten etabliert werden könnte. Das Leben ist schließlich gerade für Bedürftige alles andere als leicht. Und sicherlich bringt die eine oder andere kulturelle Veranstaltung wieder ein wenig Licht in den oftmals so tristen Alltag….

 

Quelle: http://web.de/magazine/nachrichten/newsticker/13430884-celle-beduerftige-kostenlos-ins-theater.html

— Samstag, 19. Februar 2011 —

Was hat es mit den Hartz-IV-Erhöhungen auf sich? [ Keine Kommentare ]

Da wartet man und wartet – aber nichts wirklich "Weltbewegendes" geschieht. Die Zeit verrinnt und keine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes ist in Sicht. Trotz aller Versprechungen. Von den Anzugträgern und -trägerinnen wird wohl auch weiterhin bei jeder sich bietenden Gelegenheit medienwirksam betont, dass schon sehr bald mit Veränderungen zu rechnen sei. Aber offenbar ist das Wörtchen "bald" ein äußerst dehnbarer Begriff…. Wahlkampftaktik? Man weiß es nicht.

Endloses Gerede ohne Punkt und Komma. Und ohne Ergebnisse…

Eines ist aber gleich, wie bei allen Diskussionen, wenn es um sozial Schwächere geht: wieder einmal sind es die ärmsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die das Nachsehen haben. Wieder einmal sind sie es, die darauf vertrauen müssen, dass sich endlich etwas tun möge in den ach so kompetenten Regierungsetagen. Also in der Riege derjenigen, die der Ansicht sind, in jeder Lebenslage den "vollen Durchblick" zu haben, aber dennoch – oder gerade deswegen (?) – einen Fehler nach dem anderen machen.

Der kleine Mann auf der Straße

Fakt ist einfach, dass die Damen und Herren Politiker nicht direkt am Geschehen sind. Es handelt sich dabei zwar  zumeist um studierte (Fach-)Leute – ob mit oder ohne Doktortitel sei in diesem Zusammenhang mal dahingestellt. Aber sie wissen de facto nicht, was es heißt, am Rande der Gesellschaft angekommen zu sein. Sie "vegetieren" nicht auf niedrigstem Einkommensniveau vor sich hin und müssen Tag für Tag aufs Neue darauf vertrauen, dass es irgendwann einmal "besser wird". Sie werden nicht ausgegrenzt, sie müssen sich nicht immer und immer wieder übervorteilen lassen, wenn es um die Verteilung öffentlicher finanzieller Mittel geht. In diesem Zusammenhang läge es nahe, einmal all' jene staatliche Zuwendungen aufzuführen, die Bürger mit Migrationshintergrund – oft sogar zusätzlich zu Hartz-IV-Leistungen (!) – hierzulande erhalten. Aber einerseits würde dies hier zu weit führen. Andererseits soll zugleich auch der Unmut (der wirklich Bedürftigen) nicht noch weiter geschürt werden….