— Archiv für den Tag „BaföG” —

— Montag, 11. Juni 2012 —

“Dem Grunde nach” ist alles rechtens, laut den Ämtern [ 2 Kommentare ]

ich schreibe euch mal was mir passierte. es gab eine zeit da habe ich H4 bezogen und zusätzlich als altenpfleger auf 400€ basis gearbeitet. abgesehen davon dass der arbeitgeber weder krankheit noch steuern noch arbeitsbedingte kosten übernahm.. ich musste alles selber entrichten, wurden diese leistungen bei h4 nicht berücksichtigt und einkommensmindernd angerechnet, geschweige von den kosten zur erreichung der arbeitsstelle. es war ein kampf sachbearbeiter zuständige bildungsstellen bist hoch nach berin zur arbeitsministerin die alle abgeschmettert wurden…

1€-Job statt gut bezahlte Stelle zu behalten- Anordnung Arge

die afa (agentur für arbeit) wollte dass ich den sicheren 400€ job aufgebe und den landkreis verlasse denn ich könnte halbtags in ca 50 km entfernung in einer schrotthandlung arbeiten.. auf nachfrage beim ag erhielt ich eine mir entgegenkommende absage. die ich glücklicherweise protokolliert habe. das war der afa nicht genug ich könne ja als 1 € jobber geminnützige arbeit leisten… wohlgemerkt ich habe täglich in der frühschicht im pflegeheim gearbeitet.. doch ich soll den jaob aufgeben es gibt nen 1€ job….

Arbeitsamt gibt kein,  zum Leben benötigtes Hartz 4 mehr

nach einigem hin und her und versuchten sanktionen der afa erfuhr ich bei meinem ag dass es eine ausbildungsstelle für mich gebe. juhuu los beworben angenommen worden bestätigung erhalten afa bescheid gegeben dass ab 1.9.2010 ich eine ausbildung zum altenpfleger mit staatsexamen mache… die afa war wenig begeister und meinte salopp ok dann können sie bis dahin sich einen richtigen job suchen. mit antritt und bestätigung meines ag über meinen ausbildungsplatz und schulplatz wurde mir von der afa mitgeteilt dass ich kein hartz4 mehr erhalte. leute 430€ bei 360 miete 150€ schulkosten und 130€ fahrtkosten .. ist ein leben unmöglich.

Kein Anspruch auf irgendein Geld, nach der Meinung der Ämter

aussage der afa: das ist nicht mehr unser problem sie können wir nicht in arbeit vermitteln somit haben sie KEINEN anspruch auf leistungen aus dem SGB II. wenden sie sich an die bafögstelle. aussage Bafögstelle… bei eintritt in die ausbildung haben sie das 30. lebenjahr überschritten und haben damit keinen anspruch auf förderung.  das habe ich schriftlich eingegeben… die bearbeitung dauerte wie ihr sicher wisst und meine ausbildung lief weiter die schulden summierten sich als mich lapidar die erwort ereilte mit folgendem abschlussatz : …. keine leistung nach dem SGBII da anspruch auf bafög DEM GRUNDE NACH besteht.. dem grunde nach?? ich kümmerte mich weiter und drehte am rad informierte inzwischen kommunalpolyticker und presse davon..

Selbst die ach so “tollen” Politiker können nicht helfen

die afa redet sich heraus dass wenn eine andere stelle dem grunde nach zur leistung verpflichtet ist SIE nicht in leistung gehen dürfenauch wenn ich keine gelder erhalte. es bestehe ja dem grunde nach ein anspruch… werder der polyticker noch die presse konnten etwas erreichen auch war das intresse es zu veröffentlichen zu geringich wendete mich an den pettitionsausschuss des deutschen bundestages und an Ursula von der layen und bat um unterstützung… auch dort verwies man mich auf das DEM GRUNDE NACH und alles rechtens ist.mir blieb nach fasst 3500€ schulden welche ich durch die ausbildung inzwischen hatte nichts anderes übrig selbige abzubrechen. sehr zum leidwesen meiner dozenten da ich auf einer 1,0 in allen fächern stand. bei meinem vorstellig werden bei der afa teilte man mir salopp mit dass ich keinen anspruch hätte auf H4 da ich meine arbeitslosigkeit selbst verschuldet habe.

dies ist trotz des datums kein scherz und denkt bitte daran dass es menschen gibt den es immer schlechter gehen kann als einem selbst.

Schlusswort: inzwischen habe ich OHNE afa einen gut bezahlten job bekommen. doch ich finde dass mein leidensweg nicht umsonst war. denn er dient noch als schlechtes beispiel für praktizierende eigeninitiative

— Freitag, 15. Oktober 2010 —

Dem Fleißigen kann geholfen werden [ Keine Kommentare ]

Es soll ja tatsächlich Leute geben, die regen sich allen Ernstes darüber auf, dass heute von Seiten der Bundesregierung in Sachen BaföG-Erhöhung ein "beeindruckendes" Resultat erzielt werden konnte. Denn wie heute – nach langem Hin und Her und Auf und Ab – endlich beschlossen wurde, dürfen sich fleißige Studenten schon bald über eine Anhebung des BaföG-Satzes in Höhe von sage und schreibe 13 Euro pro Monat freuen. Und zwar rückwirkend zum ersten Oktober. Na, wenn das nichts ist.

Die einen so, die anderen so

Gerade zum jetzigen Zeitpunkt werden aber auch die Stimmen laut, die im Hinblick auf die gestiegenen Hartz-IV-Sätze (in Höhe von monatlichen 5 Euro) ihren Unmut kundtun wollen. Geht's noch? Noch einmal zum Mitschreiben bzw. für die, die der deutschen Sprache mächtig sind…:

Immer wieder ist doch von Unverständnis bei so manchem Bürger die Rede, dass denjenigen, die – ob gerechtfertigt oder nicht, spielt jetzt gerade mal keine Rolle – von Hartz-IV-Leistungen leben, nicht selten weit mehr zum Leben übrig bleibt, als den Menschen, die mit seriöser Arbeit versuchen, ihr Dasein zu fristen. Was ja bekanntlich in der heutigen Zeit ohnehin schon schwer genug ist. Und nun, da die Regierung offenbar ein Zeichen setzen wollte und dementsprechend zumindest mal die BaföG-Sätze in diesem "gravierenden" Maße angehoben hat, wundert man sich?!

Ein vieldiskutiertes Thema

War es nicht am Stammtisch, vor der Bäckertheke oder beim Metzger immer wieder Gesprächsthema Nummer eins, dass drei Viertel der deutschen Bevölkerung die Ansicht vertritt, dass sich Arbeit endlich wieder lohnen sollte? Ein erster, guter Schritt ist es doch bereits, aus der Staatskasse für fleißige Studenten eine Gesamtsumme von 160 bis 170 Millionen Euro bereitzustellen, um die Sache mit dem BaföG in "trockene Tücher" zu wickeln. 

Was bitteschön spricht dagegen?