— Archiv für den Tag „Auswandern” —

— Samstag, 27. August 2011 —

Hartz IV? Nein danke! – Immer mehr Deutsche wandern aus. [ Ein Kommentar ]

Wer will schon bis ans Lebensende am Existenzminimum leben? Niemand dürfte darüber hinaus ein ernsthaftes Interesse daran haben, bis zum Rentenalter Angst um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes zu haben. Ebenso wenig „motivierend“ ist es außerdem, sich immer wieder vor Augen halten zu müssen, dass man wohl auch im Rentenalter keinen wirklich sorgenfreien Lebensabend genießen wird. Der Wunsch, auszuwandern, ist aus diesen und anderen Gründen gerade bei Hartz-IV-Empfängern hierzulande besonders groß.

Träume müssen keine Schäume bleiben

In der Tat belegen aktuelle Statistiken, dass ein Großteil derer, die ernsthaft in Erwägung ziehen, Deutschland für immer den Rücken zu kehren, Angst vor der Zukunft hat. Trotz verbesserter Konjunktur scheint es in diesem, unserem Lande einfach nicht wirklich bergauf zu gehen. So erhalten zum Beispiel Menschen Sozialleistungen oder andere Formen der Unterstützung, die zuvor nie etwas zu unserem Sozialstaat beigetragen haben. Andere wiederum, die hierzulande regelmäßig ihre Abgaben geleistet haben, gehen nicht selten leer aus, sobald sie in eine Notsituation geraten. Da heißt es dann als Begründung unter anderem, die Kassen seien leer. Auch die Tatsache, dass man – trotz der angeblich „leeren Kassen“ – mit utopischen Summen andere Länder (Portugal, Griechenland und Co.) subventioniert, ist nach Ansicht vieler Deutscher so einfach nicht mehr tragbar.

Den Bürgern sind oft die Hände gebunden

Alles Protestieren nützt offenbar nur wenig, die meisten Demonstrationen und Unmutsbekundungen erweisen sich als nur wenig erfolgversprechend. Die Herren Politiker entscheiden in diesen und anderen Belangen häufig über die Köpfe der Menschen hinweg. Uns sind offenbar die Hände gebunden. Was bleibt da noch? „Die Flucht nach vorn?“ Oder aber die „Flucht“ in ein anderes Land. Fakt ist, dass die Verzweiflung nur allzu häufig ein steter „Begleiter“ von auswanderwilligen Menschen ist. In Kombination mit einer guten Portion „Optimismus“ wird das Ganze aber in vielen Fällen doch noch zu einem gelungenen Unterfangen….

— Samstag, 20. November 2010 —

Die Flucht nach vorn [ Keine Kommentare ]

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger steigt und steigt. So jedenfalls ist es in den Medien immer wieder zu lesen und zu hören. Und zwar trotz der sich nahezu kontinuierlich verbessernden Wirtschaftssituation. Fakt ist sogar, dass selbst ältere Arbeitnehmer bei Arbeitgebern derzeit wieder gefragter sind, denn je. Denn Expertenmeinungen zufolge verhält es sich so, dass gerade jetzt Fachwissen von erfahrenen Menschen gefragt ist, da nur auf diese Weise die Wirtschaft noch weiter angekurbelt werden könne. Junge Arbeitnehmer seien zwar oftmals durchaus gut ausgebildet, jedoch fehlt diesen zumeist die Erfahrung. Klingt logisch. Wie aber erklärt es sich dann, dass die Zahl der ALG-II-Bezieher in diesem unserem Lande dennoch größer und größer wird? Betrachtet man in diesem Zusammenhang einmal zugleich die statistischen Werte im Hinblick auf die Einwanderungspolitik, wird so einiges klar…

Ein neuer Anfang – anderswo

Zugleich entscheiden sich aber auch immer mehr deutsche Bürger dafür, in einem anderen Land einen Neuanfang wagen zu wollen. Denn trotz all' der sich hierzulande bietenden Programme und Arbeitseingliederungs-Specials sehen viele Menschen ihre Chancen auf einen wirklich geeigneten Arbeitsplatz in Deutschland als eher gering an. Wen wundert es, dass die Angst vor einem erneuten Scheitern nahezu allgegenwärtig ist? Umso mutiger ist es da, hier "alle Zelte abzubrechen" und anderswo von Grund auf neu durchzustarten.

Es muss weitergehen – auch, wenn gar nichts mehr geht…

Gründe gibt es nach Ansicht vieler Auswanderer wahrhaftig genug, um in einem fremden Land ein neues Leben zu beginnen und das Vegetieren auf "Hartz-IV-Niveau" hierzulande (hoffentlich) zu beenden. Da stellt sich aber oftmals zugleich die Frage, wie verzweifelt manch' einer sein muss, wenn er es selbst ohne Sprachkenntnisse und ohne Finanzreserven (denn wie sollte man die als Hartz-IV-Empfänger ansparen können?) riskiert, in Kanada, Texas, Lappland & Co. auf Wohnungs- und Jobsuche zu gehen?

Bleibt ihnen nur zu wünschen, dass ihnen das Glück zumindest im "gelobten Land" hold sein wird…

— Sonntag, 13. Juni 2010 —

Was kommt da noch? [ Keine Kommentare ]

Nun ist es beschlossene Sache, das Sparpaket ist also in "trockenen Tüchern". Herzlichen Glückwunsch. Schulterklopfen in den Führungsmannschaften, beunruhigtes Zähneklappern hingegen bei den augenscheinlich weitaus "weniger wichtigen Menschen".

Hilft da nur noch beten?

Man muss es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: die Bezeichnung CDU enthält bekanntlich den Begriff "christlich", die FDP hingegen macht immer wieder deutlich, wie viel Wert man doch auf Freiheit, Mut, Nächstenliebe und Verantwortung legt. Hört, hört! Dabei schieben gerade sie doch die Verantwortung, wenn es um finanzielle Unterstützung der Bedürftigen unserer Gesellschaft geht, stets möglichst weit von sich. "Christliches" Handeln sieht in der Tat anders aus. Wo bleibt da die Chance der Bürger hierzulande, sich – auf welche Weise auch immer – "frei" entfalten zu können?

Der "kleine Mann" guckt in die Röhre

In einem Punkt haben die Herren Regierungsbeamten allerdings Recht: man braucht eine ganze Menge "Mut", um unter derartigen Umständen überhaupt noch so weitermachen zu können. Zumindest aus der Sicht des "kleinen Mannes". Aber andererseits: was bleibt ihm übrig? Zum Auswandern fehlt de facto das Geld. Denn wie bitteschön sollte es in Anbetracht der bisherigen Sparaktionen – natürlich größtenteils zulasten der Langzeitarbeitslosen – sowie im Hinblick auf das aktuell verabschiedete Sparpaket überhaupt noch möglich sein, ein paar Kröten auf die "hohe Kante" zu legen? Denn nur so ließe sich ja ein kleines "Polster" für einen Neuanfang in einem anderen, fernen Land anlegen.

Der lachende Dritte…

Umgekehrt hingegen sieht das Ganze allerdings oft anders aus, denn niemand soll schließlich behaupten, dass man in Deutschland keinen Wert auf die "Nächstenliebe" legt. So freuen sich beispielsweise immer mehr Einwanderer über die vergleichsweise attraktiven, staatlichen Zuwendungen, die das Leben hierzulande für sie bekanntlich so angenehm machen….