— Archiv für den Tag „Arztbesuch” —

— Sonntag, 16. Oktober 2011 —

Es spukt im Arbeitsamt [ 4 Kommentare ]

Am 5.4. diesen Jahres war ich zu einem Gespräch eingeladen. Noch nie habe ich einen einzigen Termin versäumt.
Daher hatte ich mich auf den Gesprächstermin eingerichtet. Doch es kam anders. Am Abend bekam ich hohes Fieber und ein hochrotes Bein. Da ich die selben Symptome vor einigen Jahren schon einmal hatte, wusste ich gleich, was das bedeutet. Ich hatte eine gefährliche Wundrose. Jeder, der so etwas schon hatte, weiß, wie schmerzhaft eine Wundrose ist und strenge Bettruhe angesagt ist. Da meine Hausärztin schon geschlossen hatte, konnte ich sie erst am 5.4. aufsuchen.

Die geheimnisvollen Wege der verschwundenen Unterlagen

Anrufen bei der Sachbearbeiterin ging nicht, da es ja keine direkte Nummer mehr gibt. Außerdem sehe ich nicht ein, warum ich erst die kostenpflichtige Hotline anrufen soll. Da gibt es auch keine Garantie, dass die Information dort landet, wo sie soll.
Nach dem Arztbesuch bin ich trotz Fieber auf eigene Gefahr zum Arbeitsamt gefahren und habe den Krankenschein persönlich an der Rezeption abgegeben. Mir wurde versichert, dass er sofort zur Fallmanagerin weiter geleitet wird.
Einige Tage später bekam ich einen Brief mit der Aufforderung, wegen des Nichterscheinens Stellung zu nehmen. Ich sollte dann am 12.4. wiederum zum Termin erscheinen und eine Erklärung mitbringen. In diesem Brief wurden mir schon die menschenfeindlichen Sanktionen angedroht. Da ich am 12.4. logischerweise immer noch krankgeschrieben war, konnte ich diesen Termin ebenfalls nicht wahrnehmen. Mein Ehemann fuhr für mich zum Arbeitsamt und erfuhr, dass der erste Krankenschein, den ich persönlich abgegeben hatte, nicht angekommen ist.
Ende vom Lied: eine Sanktion über drei Monate, Widerspruch geschrieben und abgelehnt.