— Archiv für den Tag „Arroganz” —

— Freitag, 30. März 2012 —

Zeitarbeit – bei 6,83 EUR sind Überstunden inklusive [ 6 Kommentare ]

Welchen Sinn macht das Handel der Arbeitsvermittler? In meinem Falle definitiv sollte man erst gar nicht nach dem Sinn fragen. Das einzige, was mein Arbeitsvermittler wirklich beherrscht ist grenzenlose Arroganz.

Zeitarbeit – bei 6,83 EUR sind Überstunden inklusive

Trotz guter Qualifikation wurden mir lediglich Stellen bei Zeitarbeitsfirmen angeboten, wo die Ausbeutung bereits auf der Hand lag. Überstunden sind mit der "normalen" Entlohnung von 6,83 Euro abgegolten, wenn ich 4 Stunden an einem Tag arbeitet, danach muss ich dringend zum Arzt, dann wird der komplette Tag NICHT bezahlt … wer unterschreibt denn bitte solche Verträge? Zumal man nur auf Probe angestellt wird. Hier liefert das Arbeitsamt den Zeitarbeitsfirmen lediglich Kanonenfutter zum Verheizen. Nachdem ich mich geweigert hatte, mich bei einer Zeitarbeitsfirma ausbeuten zu lassen, wurden mir sofort mal 30% von den Bezügen gekürzt. Vielleicht mag sich mancher denken "selbst schuld, hätte ja dort arbeiten gehen können".

2 Stellen gleichzeitig

Der eigentliche Witz an der Sache ist jedoch, das ich dem Arbeitsamt zum gleichen Zeitpunkt ein Praktikum vorlegte (welches ich mir selbst gesucht hatte) mit der Option auf Festanstellung und zwar genau in einem artverwandten Job, den ich mal ausgeübt hatte. Das Praktikum wurde mir von meinem Arbeitsvermittler verboten !!! "Wann und ob Sie ein Praktikum machen, das bestimme immer noch ich …" so der O-Ton des Arbeitsvermittlers.

Keine Chance auf Festeinstellung

Mir wurde also die Chance auf eine vernünftige Festanstellung untersagt und stattdessen sollte ich einen Aushilfsjob über eine Zeitarbeitsfirma antreten, der befristet auf 3 Monate war … bei den Arbeitsämtern geht es nicht um Betreuung und Vermittlung, hier geht es nur um Macht ausüben von kleinen Bleistiftanspitzern. Hier werden alle die Harzt 4 beziehen über einen Kamm gezogen, alle unwillig und faul. Warum bin ich in Harzt-4 gerutscht? Ich wurde während meiner Arbeit Opfer einer Straftat (Überfall und Entführungsversuch) und war danach arbeitsunfähig mit 1000 Gutachten. Ruck zuck wird man zu Harzt-4 geschoben und ab da geht die Spirale nur noch abwärts.

Wunderbares soziales Deutschland

Es ist wunderbar, das es in Deutschland ein soziales Netz gibt, das einen auffängt. Aber das ist kein Grund Menschen minderwertig von oben herab zu behandeln, wie es die Arbeitsvermittler der Arbeitsämter tun. 98% der Menschen, die ich kenne mit Harzt-4 Bezug, möchten lieber gestern als heute wieder ein normales Arbeitsverhältnis. Nur was da draussen die wenigsten nicht wissen, das die Arbeitsvermittler dies teilweise sogar blockieren.

— Montag, 12. April 2010 —

Hartz IV, Geldmangel und neue Autos [ Keine Kommentare ]

Was sagt man dazu: künftig tritt die Ausweispflicht auch bei der Tafel in Kraft. In der Tat der "Hohn auf Socken". Oder müsste es in diesem Zusammenhang nicht besser lauten: "auf Rädern"…?

 

Und alles nur, weil es immer wieder Leute gibt, die zwar keineswegs bedürftig sind, die sich aber dennoch hemmungslos und gut gelaunt an den kostenlosen Lebensmittelspenden der regional ansässigen Tafeln bedienen.

 

Roter Teppich? Ja – oder nein?

 

Wir kennen es ja, da in der Vergangenheit nur allzu häufig darüber berichtet wurde: während sich die einen, die wirklich Bedürftigen verschämt von einem Regal zum nächsten schleichen, um ihre dringend benötigten Nahrungsmittel auszusuchen, genießen die anderen selbst noch bei der Abholung (der Begriff "Kauf" ist hier de facto fehl am Platze) ihrer Güter den "großen Auftritt".

 

Zuvor allerdings mokieren sie sich (natürlich) noch über die möglicherweise nicht mehr ganz so knusprigen Brötchen oder darüber, dass der Salat bereits das eine oder andere welke Blatt aufweist. Sind dann – trotz allem – aber die Tüten bis zum Rand vollgestopft, geht es auch schon wieder weiter. Mit dem 5er BMW zum Familien-Festschmaus… – oder vielleicht zur nächsten Tafel. Wer weiß?

…von oben herab

Ein derartiges Verhalten solch' rücksichtsloser Schmarotzer ist immer wieder ein herber Schlag ins Gesicht eines jeden Bedürftigen. Müssen Hartz-IV-Empfänger und andere Menschen, die am Existenzminimum leben müssen, sich so viel Arroganz und Häme gefallen lassen?

Mitnichten, dachten sich aktuell beispielsweise auch die Betreiber der Remscheider Tafel. Denn dort werden bereits in Kürze gewisse Änderungen in Kraft treten; und zwar in Form einer Ausweispflicht. Jeder Bürger, der also einen Rentenausweis oder einen Hartz-IV-Bescheid vorweisen kann, wird auch weiterhin in den Genuss der Lebensmittelspenden kommen. Die anderen fahren am besten gleich zur nächst gelegenen Dönerbude.