— Archiv für den Tag „Arge” —

— Montag, 8. November 2010 —

Keine 2. Chance? [ Keine Kommentare ]

Heute möchte ich unsere Geschichte schildern….:

Mein Freund hat eine staatlich bezahlte Ausbildung/Maßnahme der ARGE zum Gebäudereiniger bei einem Bildungsträger mit Praktikum in einem Betrieb und Stützunterricht von 2007-2010 gemacht. Die hieß ZIL- Zukunfts-Innovertiertes-Leben.

Seine Praktische Prüfung vor der Handwerkskammer hat er mit 2 bestanden, seine Schriftliche hat er in allen Teilen nicht bestanden und hat sich somit zur Wiederholungsprüfung im Januar 2011 angemeldet. Als Auszubildender wurde er von seinem Praktikumsbetrieb nicht weiter übernommen sonder nach seiner halbabgeschlossenen Ausbildung in Vollzeit übernommen, wo er aber nach14 Tagen Vollbeschäftigung aus betrieblichen Gründen gekündigt worden ist……….

Seit dem nichtbestehen seiner Prüfung (28.08. ende der Ausbildung) sind wir bei der ARGE gemeldet. Die ARGE hat mit meinem Freund eine Eingliederungsvereinbarung getroffen, in dem er sich einen Bildungsträger suchen soll, damit ihm eine Maßnahme zur Vorbereitung der Prüfung gegeben werden kann(Diese Vereinbarung hat auch ewig gedauert, weil vorher bis 20.Sep noch die U25 für ihn zuständig war, dort hatten wir das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, was seine Wiederholungspüfung angeht und das wir nur hin und her geschoben wurden bis unsere jetzige Beraterin für uns zuständig ist…) Wir haben uns bei seinem alten Bildungsträger gemeldet ob die ihm ein Angebot unterbreiten können, damit er Hilfe zur Prüfungsvorbereitung bekommen kann. Es kam eine Absage, weil die nun den Ausbildungsberuf nicht mehr ausbilden…. Wir haben uns an die Handwerkskammer gewandt ob die uns helfen können. Es kam ein Anruf das sie es Prüfen werden, danach keine Reaktion und wir haben beim TÜV Rheinland für Halle/Leipzig nachgefragt, die überprüfen es noch ob sie meinem Freund irgendwie weiter helfen können. Das sind die drei Bildungstäger die wir kannten oder im Internet gefunden haben die in Frage kommen könnten. Die Arge konnte uns keine weiteren Bildungsträger nennen.

Wir waren wieder bei der Arge und haben unserer Bearbeiterin unsere Bemühungen geschildert. Von ihr kam dann, ob wir es nicht abbrechen wollen für meinen Freund einen geeigneten Bildungsträger zu suchen, weil sie es aussichtslos findet noch was geeignetes bis Januar 2011 zu finden… Wir verneinten dieses, weil es heute wichtig ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben. Mein Freund und ich wissen nicht mehr weiter. Er möchte doch einfach nur Hilfe bekommen und ich verstehe nicht warum die ARGE nicht mehr tun kann, da er ja auch gewillt ist eine abgeschlossenen Berufausbildung zu haben. Dazu muss ich noch sagen, mein Freund ist in psychologischer Behandlung damit endlich geklärt wird warum er seine Schriftliche Prüfung nicht bestanden hat( Blockade, verdacht auf ADS…), da es seine 2. Ausbildung ist und er immer probleme hat beim lernen. In seiner ersten Ausbildung zum Maler und Lackiere hat er die Prüfung auch nicht geschafft.

Dann ist ja auch noch das Ding das keiner in der ARGE weis in was für eine Ausbildug/Maßnahme (ZIL) mein Freund gesteckt worden  ist obwohl die Ausbildung von der ARGE gezahlt worden ist.Die können mit diesem Model nichts anfangen…………

Warum darf ein Auszubildender der in einer betrieblichen Ausbildung steckt, bei nicht bestehen ein halbes Jahr im Betrieb bleiben und warum kann ein Auszubildender der eine Ausbildung bei einem Bildungsträger gehabt hat es nicht auch so machen? A,lso das der Bildungsträger dazu verpflichtet ist ihn bis zum bestehen der Prüfung zu behalten…..

Warum kann die ARGE nicht mehr tun?  An wem können wir uns sonst wenden?

Viel Spaß oder auch nicht beim lesen unserer Geschichte

joaen

 

Sorry für eventuelle Rechtschreibfehler…

— Sonntag, 7. November 2010 —

Trister November – “goldene” Stimmung in Sachen “Hartz IV”? [ Keine Kommentare ]

Angesichts der unmittelbar bevorstehenden, positiven Veränderungen am Arbeitsmarkt sollte man meinen, dass die Stimmung in diesem unserem Lande entspannt und optimistisch wäre. Denn Fakt ist, dass sich im Allgemeinen immer weniger Arbeitssuchende am Markt "tummeln". Nein, mehr noch: es wird darüber hinaus sogar von unterschiedlichster Stelle "prophezeit", dass die Arbeitslosenzahlen sage und schreibe unter die Drei-Millionen-Grenze sinken werden. Und zwar schon sehr bald.

Optimismus und Pessimismus liegen sehr nah beieinander….

Es gibt sogar Experten, die betrachten die wirtschaftliche Situation hierzulande derartig positiv, dass sogar die Rede davon ist, durchaus die Zwei-Millionen-Grenze "knacken" zu können. Ein erstrebenswertes, löbliches Ziel, ohne Zweifel. Und es könnte unter Umständen tatsächlich Wirklichkeit werden, wenn der Abbau der Arbeitslosigkeit weiterhin in solch' rasantem Tempo erfolgt.

Alles eine Frage der Sichtweise? Man wird sehen…

Möglich ist alles. Bekanntlich ließ ja schon vor Jahren ein renommiertes Unternehmen werbewirksam verlauten, dass in der Tat "nichts unmöglich" sei. Nach Ansicht des Direktors des IW (Institut der deutschen Wirtschaft), Michael Hüther, könne gar nicht unbedingt von einem Mangel an offenen Stellen die Rede sein. Stattdessen müsse man eher von einem Arbeitskräfte-Defizit sprechen. Hört sich selbstredend gut an…. Die Agenturen für Arbeit haben bundesweit augenscheinlich sehr gute Arbeit geleistet und es im Zuge dessen erfolgreich geschafft, dafür Sorge zu tragen, dass (endlich) wieder mehr Menschen in Lohn und Brot stehen.

Hand aufs Herz: die Realität sieht anders aus

Nicht jedermann ist allerdings derselben Ansicht. Ganz im Gegenteil. Immer wieder stehen die "geschönten Statistiken" der ARGE zur Debatte. Wird demgemäß über kurz oder lang tatsächlich die Zahl der "Minijobber" ansteigen? Und wie verhält es sich im Hinblick auf die Statistiken bei den "Ein-Euro-Jobbern"? Wird auch hier die Quote nach und nach ansteigen? Man darf gespannt sein….

— Sonntag, 27. Juni 2010 —

Immer wieder Probleme – diesmal mit den Krankenkassen [ Keine Kommentare ]

Reformen hier, "Verbesserungen" dort – das leidige Thema mit den gesetzlichen Krankenkassen scheint wahrlich kein Ende zu nehmen. Und auch jetzt wieder bahnt sich offenbar großer Ärger an. Womöglich sind es auch dieses Mal wieder die leidgeprüften Hartz-IV-Empfänger, die sich benachteiligt fühlen. Oftmals sogar zu Recht: die Rede ist von den geplanten Krankenkassen-Zusatzbeiträgen, die den Versicherten über kurz oder lang aller Wahrscheinlichkeit nach von jeder gesetzlichen Krankenversicherung in Rechnung gestellt werden.

Armut wird zu einer noch stärkeren Belastung

Ein Umstand, den man nicht länger ohne Weiteres in Kauf nehmen darf. Das Problem: die Bundesagenturen für Arbeit sind rein rechtlich (noch) nicht dazu verpflichtet, die diesbezüglich zusätzlich anfallenden Kosten für Empfänger von Sozialleistungen zu übernehmen…. Wird infolge dessen erneut mit einer "Klageflut" zu rechnen sein? Was für die eine "Peanuts", sind für die anderen schier unüberwindbare, finanzielle Hindernisse. Die Bundesagentur teilte unlängst mit, dass sage und schreibe 400.000 Personen von den geplanten Neuerungen betroffen sein werden. Tendenz steigend.

In der Tat äußerst beunruhigende Aussichten

Wirtschaftsexperten befürchten, dass sich in diesem Zusammenhang an den Gerichten in den kommenden Wochen und Monaten in der Tat so einiges tun wird. Verständlich, denn wer bereits einmal versucht hat, einem "nackten Mann in die Tasche zu fassen", wird wissen, dass dort nichts, aber auch gar nichts zu holen sein wird. Denn wie bitteschön sollen bedürftige Hartz-IV-Empfänger von den geringfügigen Mitteln, die sie Monat für Monat gerade mal erhalten, in der Lage sein, noch mehr Geld für die eigene Gesundheit abzuzweigen? Werden hierzulande bald US-amerikanische Verhältnisse herrschen? Beängstigende Aussichten in jedem Fall.  

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