— Archiv für den Tag „Arge” —

— Montag, 3. Oktober 2011 —

Schikane bei der ARGE – drohende Obdachlosigkeit [ Keine Kommentare ]

Oktober 2008: ich wurde 18, volljährig. Bis dato hatte ich regelmäßig Leistungen erhalten, doch ab meiner Volljährigkeit haben die Probleme beim Jobcenter angefangen. Ehrlich wie ich bin, habe ich bei der Antragsstellung alle Konten angegeben, auch das Sparkonto meiner Großmutter väterlichseits. War das doch ein Fehler? Auf diesem Sparkonto war eine höhere Geldsumme, die als Vermögen gelten würde, doch ich wusste nicht, dass ich dieses Geld danach bis heute niemals bekommen werde. Mein Vater hatte sich meine Bankdaten heimlich kopiert und da er mein Vormund war, hat er dieses Geld vor meiner Volljährigkeit von meinem Konto genommen, sodass ich garkein Zugriff auf dieses Geld haben konnte! Dies hat er auch schriftlich der ARGE mitgeteilt und Beweise erbracht, doch trotz dessen, wollte die ARGE mir keine Leistungen mehr geben. Ich war hochschwanger und bin gerade erst in meine eigene Wohnung gezogen.

Dezember 2008: Ich befand mich kurz vor der Geburt meines ersten Kindes, da flatterte die 3. Miet-Mahnung durch den Briefkasten. Die ARGE hatte also immernoch nicht die Miete bezahlt und uns drohte nun die Obdachlosigkeit. Ich machte mir große Sorgen. Bezahlte die ARGE überhaupt noch die Versicherung, oder war ich nun ohne Versicherung und muss mein Kind auf der Straße auf die Welt bringen? Wo soll ich leben mit meinem neugeborenen Baby, wenn wir keine Wohnungen haben? Was kommt auf mich zu mit den Mietschulden? Wie sollen wir etwas zu essen kaufen? Dann kam doch noch eine Erleichterung. Die ARGE hat wieder die Miete bezahlt, auch rückwirkend und zahlte uns "Leistungen", obwohl ca. 100 Euro für 3 Personen ein bißchen wenig sind… Sie zogen meinem Lebenspartner und mir jeden Monat das Kindergeld mit ab, das wir aber nicht ausgezahlt bekommen haben und ihnen das auch bewiesen haben! Das sind 184+184 = 368 Euro! Sie meinten wir können es bei der Kindergeldkasse beantragen. Dies war aber nicht der Fall, da die Eltern auch unterschreiben müssen und ich kein Kontakt damals zu meinen Eltern hatte. Ich hatte es ja schon einige Male beantragt, aber erfolglos, das interessierte dem Amt garnicht.

Januar 2009: Angeblich sollte uns nun wieder Leistungen gezahlt werden, doch wir erhielten schon wieder keine Leistungen, nur die Versicherungskosten wurden anscheinend bezahlt, jedoch kein Unterhalt, d.h. keine Miete und kein Essen. Nicht nur, dass wir kein Geld bekamen, nein, die ARGE reagierte überhaupt nicht mehr auf die Telefonate, Briefe und persönliche Vorsprachen. Am Telefon hatten die Mitarbeiter keinen Durchblick und wunderten sich, dass wir keine Leistungen bekommen, obwohl alles stimmte. Auf viele viele Briefe wurde überhaupt nicht reagiert und nachdem man über 5 Stunden bei der ARGE gewartet hat war, wie immer, niemand zuständig und wusste von nichts und waren überfordert! Gott sei Dank gab es meine Großmutter, die uns finanziell dann unterstützt hat, so konnten wir wenigsten einige Monate die Miete bezahlen und genug zu Essen kaufen.

April 2009: Das Jobcenter meldete uns ohne unsere Kenntnis ab, wir waren nun komplett dort abgemeldet und wussten es nicht einmal.

Juni/Juli 2009: Wir erfuhren, dass wir abgemeldet worden sind und konnten uns aber erfolgreich wieder anmelden.

August/September 2009: Noch bevor der Bewilligungsbescheid im Briefkasten war, bekamen wir eine Zahlungsforderung in Höhe von mehreren Tausend Euro – Geld, das wir nie erhalten hatten. Bei der ARGE wusste niemand Bescheid und konnten nicht weiterhelfen, sie nannten es glaube ich: mysteriös – und das war es allemal! Wenigstens wurde wieder die Miete und Unterhalt bezahlt. Beim Sozialanwalt waren sie geschockt, aber nun ist es soweit geklärt und seitdem ich in eine andere Stadt gezogen bin erhalte ich volle Leistungen und war dort sehr zufrieden, bis auf einige kleine Problemchen…

— Sonntag, 15. Mai 2011 —

Zivis raus, Hartz-IV-Empfänger ‘rein – ins Altenheim… [ Keine Kommentare ]

Da will der Staat Kosten sparen, die Gesundheitsbranche revolutionieren – und streicht kurzerhand die Stellen der Zivildienstleistenden in Altenheimen und Krankenhäusern gnadenlos ein. Sehr zum Leidwesen des Pflegepersonals und der pflegebedürftigen Senioren. Und auch die Zivis selbst sind mit dieser Entscheidung zum größten Teil so gar nicht einverstanden.

Vom "sinnlosen Löcherstopfen" ist die Rede

Die "weitreichende Kreativität" der Herren Politiker ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Und so kam man unlängst auch noch auf die "glorreiche" Idee, auf Biegen und Brechen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu wollen. Vor dem Hintergrund, die Gegebenheiten in den Bereichen Pflege und Betreuung deutschlandweit nachhaltig zu verbessern, nahmen sich einige Regierungsbeamte vor, einerseits so schnell wie möglich dem akuten Pflegenotstand in den Krankenhäusern und Altenheimen ein Ende zu setzen. Andererseits sollte im Zuge dessen auch die wirtschaftliche Situation weiter entspannt werden. Und zwar dadurch, dass vor allem langzeitarbeitslose Leistungsempfänger wieder "bei der Hand genommen" und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden. Ein weiterer gewitzter Schachzug zur Beschönigung der Statistiken…? Erfahrene Fachkräfte, die schon seit Jahren "an der Front", also in Altenheimen und Krankenhäusern qualifizierte Dienste leisten, können eine solch' undurchdachte Vorgehensweise nur schwerlich nachvollziehen.

Auch die Senioren verstehen die Welt nicht mehr…

Der direkte Umgang mit älteren oder kranken Menschen ist nicht Jedermanns Sache. Schließlich handelt es sich dabei um eine Tätigkeit, bei der in der Regel jede Menge Herzblut und Leidenschaft gefragt sind. Was aber, wenn man einen solchen Job trotz aller Vorbehalte erledigen muss; immer in der Angst, Sanktionen unterschiedlichster Art (Leistungskürzungen et cetera) in Kauf zu nehmen? Aus der Sicht eines Hartz-IV-Empfängers ist es oft durchaus ein "hartes Los", eine Tätigkeit im Bereich Alten- bzw. Gesundheitspflege ausüben zu müssen. Demotivation macht sich breit, Frust und Ärger. All' dies überträgt sich quasi – Fachleuten zufolge – über kurz oder lang vor allem auf die Schwächsten: die pflegebedürftigen Menschen in den Heimen und Hospitälern. Wohl kaum jemand will schließlich von Menschen umgeben sein, die zwangsweise ihren Dienst verrichten….

— Montag, 29. November 2010 —

Mein heutiges Leben [ Ein Kommentar ]

 

Hallo Leute,

heute möchte ich Euch meine Geschichte erzählen damit ihr seht was für eine Frechheit sich die ARGEn und Arbeitsagenturen so raus nehmen und hoffe damit die Öffentlichkeit zu erreichen und vielleicht etwas zu erreichen.

Angefangen hat alles im Jahre 2002 Wo festgestellt wurden ist das ich aufgrund meiner schlechten Schulischen Leistungen  und in Kombination meiner Körperlichen Einschränkungen vermutlich nur eine einfache Bürotätigkeit ausüben darf. Nun denn es ist dann so gekommen das ich in einen Internat für Körperbehinderte in der Nähe von Nürnberg untergekommen bin und da erst mal mein BVJ zu machen. Nach der Zeit wurden ja alle Ergebnisse aus verschiedenen Berufsrichtungen ausgewertet ohne jegliche Berücksichtigung der Körperlichen Einschränkungen und es wurde im Endeffekt entschieden das in die Metallbranche gehen werde weil ich da eben die besten Ergebnisse erzielt habe, das dies aber genau endgegengesetzt der Berufsrichtung gewesen ist wo es gehen sollte hatte ich schon damals probiert dagegen Einspruch zu erheben, doch leider erfolgslos und damit beginnt das ganze Drama.

Habe dann also eine Lehre als Dreher angefangen bis dann 2006 ein Amtsarzt vom Arbeitsamt in der Ausbildungsstätte aufgetaucht ist und meinte dass ich diese Ausbildung abbrechen soll weil es Gesundheitlich nicht zumutbar ist. Da ich aber zu diesen Zeitpunkt nur noch 7 Monate vor mit hatte hab ich das dann auch durchgezogen. Leider hat sich das als falsche Entscheidung rausgestellt. Warum erfahrt ihr noch im Laufe meiner Story.

So also hab ich meine Ausbildung zu Ende geführt und habe daraufhin 3 Monate als CNC-Dreher arbeiten können bis ich durch Zeitarbeit in einer Firma geraten bin wo es eben nicht mehr funktioniert hat und ich dann kaum noch vor Schmerzen laufen konnte, wodurch ich dann auch sofort gekündigt wurde. Nun also ab zum Arbeitsamt wo als erstes mal ein Ärztliches Gutachten angeordnet wurde das war dann im August 2007 wo auch wieder festgestellt wurde das ein Arbeiten im Metallbereich nicht mehr möglich ist. Aber dennoch haben die „Arbeitsvermittler“ der Bundesagentur dies scheinbar nie zu Gesicht bekommen und mich weiterhin für diese Branche Vermittelt dennoch 7 Monate ohne Erfolg. Im Februar 2008 bin ich dann bei meinen damaligen Arbeitsvermittler gewesen der mir dann angeboten hat eine Weiterbildung zu bewilligen ich aber das selber suchen soll. Also entschied ich mich für Schaltschrankverdrahter da mir das als Zukunftssicher und als relativ körperlich Leicht erklärt wurden ist. Also habe ich die 5 ½ Monate durchgezogen und auch während dieser Zeit keinerlei Probleme gehabt. Nun war aber das Problem das man mit einen lächerlichen Zertifikat dort raus gegangen ist, wo ja nicht mal die Inhalte der Weiterbildung drauf gestanden haben. Hatte aber das Glück trotzdem eine Arbeit zu finden. Leider nur in den Niederlanden und leider auch nur dank der Wirtschaftskrise nur 7 Wochen lang.

Nachdem ich mich wieder bei der Arbeitsagentur habe, war ja leider mein ALGI Anspruch erschöpft, also saß ich dann da insgesamt 8 Monate mit einen 0,nix Einkommen. Bis ich dann eines Tages doch mal einen Termin in der Reha bekommen habe. „Endlich ein Lichtblick“ dachte ich mir aber.. Naja ich wurde zu einer Testung für verschiedene Berufsrichtungen geschickt und bin angeblich zu dumm egal in welchen der 7 Bereiche ich getestet wurden bin. Darauf hat sich dann auch die Reha festgehalten und mich in ein Berufsförderwerk gesteckt 2 Monate Schule, 8 Monate Praktikum. Das Praktikum verlief aber im Sande weil die Firma am letzten Tag dann einen mitgeteilt hat das es mit der Einstellung nix wird, Gründe unbekannt.

Da ich es wenigstens geschafft habe während dieser 8 Monate Geld zu sparen konnte ich aus den Elterlichen Haushalt ausziehen und mir meine eigenen vier Wände leisten.

Jetzt ist ja die ARGE für mich verantwortlich. Es wurde im Juli ´10 ein neues Ärztliches Gutachten von denen angefordert wo natürlich auch wieder drin steht das ein Arbeiten im Metallbereich nicht möglich ist. Die Arge hat dann sogar eingesehen dass ich so nicht vermittelbar bin und war gewillt mir eine Umschulung zu bewilligen. Nun überspringe ich mal ein paar Monate hin zum gestrigen Tage den 26.11.2010. Nach vielen hin und her steht nun ein Ergebnis fest. Mein toller Vermittler beharrt sich auf das Gutachten der Tests die 2009 gemacht wurden sind, wo ich ja nachdem zu dumm bin für eine Umschulung also fällt das schon mal definitiv ins Wasser. Dann war noch eine Möglichkeit eine Reintegrationsmaßnahme zu machen, aber auch diese wurde abgelehnt aus den Grund das A die eine noch keine 12 Monate zurückliegt und B da die erste schon erfolglos gewesen ist er keinen Grund darin sehen sollte die zweite das werden sollte. Also auch das Thema ist für den endgültig durch. Nun habe ich ihn gefragt was er sich nun vorstellt was ich machen soll. Er meinte ich soll mich dann für einen Beruf bewerben der NICHT im Metall oder Elektrogewerbe ist und einen Leidensgerechten Arbeitsplatz bietet. Ich fragte ihn dann ob er mir doch bitte dann auch ein paar passende Stellen gleich ausdrucken kann. „hmm… pff, nein kann ich jetzt auch nicht“ war sein Kommentar dazu. Als Abschlusssatz hat er noch gemeint. „ Ich weiß dass Sie das jetzt nicht befriedigt. Aber lassen Sie den Kopf nicht hängen und legen Sie jetzt erst richtig los“. Ich weiß man soll hier zwar keine Beleidigungen schreiben aber echt, so was Dummes von Vermittler kann’s doch gar nicht geben.

Nun frage ich Euch. Gibt es eine Möglichkeit gegen so eine Frechheit anzugehen oder ist das rechtens was die sich in der ARGE erlauben. Wäre es eine gute Idee Sich an die Presse zu wenden oder sogar bis vors Sozialgericht?

Würde mich über Eure Kommentare, Hilfen und Anregungen freuen.

Steve

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