— Archiv für den Tag „Arbeitslosengeld” —

— Freitag, 4. Februar 2011 —

Anpassung erwünscht… [ Keine Kommentare ]

Nach einem "Hoch" kommt hin und wieder auch ein "Tief". Nicht nur aus meteorologischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation hierzulande. Waren nämlich in den vorangegangenen Monaten durchaus positive Veränderungen am Arbeitsmarkt erkennbar – soll heißen, die Zahl der Jobsuchenden reduzierte sich vielerorts – so sprechen die neuesten Statistiken eine andere Sprache. Demnach wurden rund 331.000 mehr Arbeitslose gemeldet, als im Dezember vergangenen Jahres. Grund hierfür war Expertenmeinungen zufolge die "alljährliche" Winterpause.

 

Einsatz und Eigeninitiative sind wünschenswert  

Wer seinen Job behalten oder einen neuen Arbeitsplatz ergattern möchte, sollte unbedingt ein wenig Eigeninitiative und Engagement an den Tag legen. Es sei denn, man möchte auch weiterhin auf Staatskosten ein schönes Leben führen; ohne Verpflichtungen, ohne Stress – und ohne reelle Zukunftsaussichten. Von dieser "Spezies" gibt es hierzulande bekanntlich genug. Nicht nur in Frankfurt übrigens, wo sich beispielsweis eine Mitarbeiterin des Bürgeramtes vehement weigerte, ohne ihre Burka am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ihr Arbeitgeber ist hingegen der Ansicht, dass die städtischen Mitarbeiter, also auch diejenigen mit Migrationshintergrund, keinesfalls umhin kämen, während der Verrichtung ihrer Arbeit ihr Gesicht zu zeigen. Die Angestellte blieb ihrem Arbeitsplatz jedoch auch weiterhin fern und bestand darauf, verschleiert ihren Dienst verrichten zu dürfen. Nichtsdestotrotz waren die leitenden Mitarbeiter der Personalabteilung so freundlich, der Burka tragenden Dame einige Tage Bedenkzeit einzuräumen…. 

 

Was zu erwarten war…

Frei nach dem Motto: "Ohne Arbeit keine Entlohnung" verweigerte der Arbeitgeber der 39jährigen Frau die Auszahlung ihres von Steuergeldern finanzierten Gehaltes. Sollte es zu einer Kündigung kommen, würde man gleichwohl von der Zahlung einer Abfindung absehen. Wie unlängst bekannt wurde, wird das Arbeitsverhältnis zum Monatsende in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst – ohne Abfindungszahlung. Der Gang zur Arbeitsagentur wird der störrischen Ex-Angestellten wohl nicht "erspart" bleiben. Wie gut, dass auf die zu erwartenden Arbeitslosengeldzahlungen Verlass ist…. Und so werden die öffentlichen Kassen solch' "anpassungsfähigen" Bürgern wohl auch weiterhin ein angenehmes Leben hierzulande finanzieren. Schöne Aussichten….

 

 

— Dienstag, 27. Oktober 2009 —

Tigerentenclub verbessert Hartz IV Leistungen [ Ein Kommentar ]

Das hätte man der Arbeitgeber-freundlichen Regierung kaum zugetraut, am wenigsten Hartz IV Bezieher. Die neue Bundesregierung steht noch nicht einmal, da gibt es bereits Nachrichten zu Hartz IV Korrekturen. Leider waren eventuell aufgeflammte Hoffnungen bei fast allen Arbeitslosengeld zwei Empfängern am Ende des Verlesens der so unerwarteten Nachricht zu Hartz IV Korrekturen schon wieder erloschen, ehe sie überhaupt richtig auflodern konnten. Und tags drauf erschienene Tageszeitungen mit Schlagzeilen wie beispielsweise „Gelb-Schwarz hilft Hartz IV-Beziehern“ (betitelte ausgerechnet die „Berliner Zeitung“ die Meldung) machten dann so manche mittellos dastehende Hartz IV Empfänger zu Recht richtig wütend.

 

Was steckt hinter den „Korrekturen“?

Helfen sie jungen Familien mit Kindern, bei denen ein Ende von Arbeitslosengeld zwei Bezug nicht in Sicht ist? Oder fertig studierten Akademikern, die keine erste Anstellung finden? Oder Jugendlichen, die sich keine eigene Wohnung leisten „dürfen“?

 

Na wenigstens helfen die Hartz IV Korrekturen den Ehepaaren über fünfzig, die dreißig Jahre lang gut verdient, jedes Jahr eine erholsame Ferienreise unternommen und einiges auf die „hohe Kante“ legen konnten. Bei 52-Jährigen bleiben nach den jetzigen Plänen anstatt 13.000 Euro immerhin 36.400 Euro vom Job-Center unangetastet. Das ist genau Leistungsverbesserung, auf die die meisten Hartz IV Empfänger so lange so sehnlich gewartet haben … Privates Eigentum, beispielsweise eigene Immobilie, wird nun anderen Bewertungen unterliegen. Zur spannenden Frage, was eigentlich geändert wurde, hier die Antwort: Das Schonvermögen. Der Hartz-IV-Empfänger darf nun zu sicherlich jedermanns größter Freude mehr Vermögen besitzen. Freut sicher gnadenlos jeden. Wie – kein Vermögen vorhanden? Dann die zweite freudige Botschaft: Der Zuverdienst wurde erhöht. Egal für viele Hartz IV Empfänger, gut für die Industrie. Und: Richtig mies für die Wirtschaft. Zum einen wird ein neues Verwaltungsmonster geschaffen, zum anderen ist Lohndumping nun keine Phrase mehr. Und noch mal zum Schonvermögen: Eigennutz ist auch ein Nutzen. Der reiche Hartz IV Empfänger mit einer entsprechenden unantastbaren Rente in der Hinterhand liegt wenigstens im Alter dem Staat nicht mehr auf der Tasche.

 

Für tatsächlich betroffene Arbeitslosengeld zwei Bezieher sind die zu erwartenden Hartz IV Korrekturen sicherlich erfreulich, das soll auch nicht heruntergespielt werden. Jedoch sind es absolut nicht die brennenden sozialen Fragen fast aller Hartz IV Bezieher, sondern lediglich ein müder Tropfen auf dem heißen Stein. Einziger Trost dabei: Steter Tropfen höhlt den Stein. Vielleicht also ist die nächste „gute Tat“ vom Tigerentenclub tatsächlich etwas, was den Hauch eines Nutzens für die breite Masse der ALG II Empfänger bringt.

 

Quelle: http://www.freitag.de/politik/0942-hartz-iv-schwarz-gelb-koalitionsverhandlungen-schonvermoegen

 

— Mittwoch, 26. August 2009 —

Sperrzeit für Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit möglich [ Keine Kommentare ]

Absehen von einer Sperrzeit nur bei wichtigem Grund

Bei Arbeitnehmern, die Altersteilzeit mit ihrem Arbeitgeber vereinbart haben und sich nach dieser Freistellungsphase der Altersteilzeit arbeitslos melden, kann die Bundesagentur für Arbeit eine dreimonatige Sperrfrist verhängen. Dies hat das Bundessozialgericht entschieden.

Quelle: Bundessozialgericht; Urteil vom 21.07.2009 [Aktenzeichen: B 7 AL 6/08 R]

gefunden bei: http://www.kostenlose-urteile.de/newsview8186.htm

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