— Archiv für den Tag „arbeitslos” —

— Donnerstag, 18. Juni 2009 —

Jobcenter muss für Stiefkind zahlen [ Keine Kommentare ]

Teile der Hartz-IV-Verschärfung verfassungswidrig

Nach Hartz-Gesetzen haftet Partner jetzt auch für ein "fremdes" Kind – im "zivilen" Familienrecht bestünde keine Unterhaltspflicht. Das Berliner Sozialgericht hält bestimmte Passagen in der Verschärfung der Hartz-IV-Gesetze für verfassungswidrig. Streitpunkt war die neue Regelung, wonach ein Partner in einer Lebensgemeinschaft für das Kind des anderen Lebensgefährten, das nicht von ihm stammt, aufkommen muss. Das Sozialgericht gab in einem vorläufigen Eilentscheid der Klage eines 15-jährigen Mädchens statt. Diesem war vom Jobcenter mitgeteilt worden, dass es keine Sozialleistungen mehr erhalte, weil das Einkommen des Lebensgefährten ihrer arbeitslosen Mutter ausreiche.

Quelle: Sozialgericht Berlin; Beschluss vom 08.01.2007 [Aktenzeichen: S 103 AS 10869/06 ER]
gefunden bei: http://www.kostenlose-urteile.de/newsview3614.htm

— Donnerstag, 9. April 2009 —

Hoch qualifizierte Diplommathematikerin bleibt trotz unzähliger Weiterbildungen arbeitslos [ 4 Kommentare ]

Ich möchte hier auch mal über meine Geschichte schreiben. Wir haben jemanden gesucht, der unsere Internetseite neugestaltet und uns dabei hilft die Seite vernünftig im Netz zu präsentieren. Dabei stützten wir uns auf eine Empfehlung einer studierten Mathematikerin, welcher ein Gewerbe angemeldet hat. Ihre Leistungen waren sehr viel versprechend, so z. B. PHP Programmierung, MySQL, CSS und HTML – eigentlich ein Standard, den jeder Programmierer beherrschen sollte. Das war aber gar nicht das Problem, das Problem war, der Programmierer war so hoch qualifizierte und hatte so viele Weiterbildungen von der Arbeitsagentur genossen, dass er ganz verlernt hatte für zahlende Kunden zu arbeiten.

Zeit war das größte Problem

Die Zeit war nie da, immer gab es Ausreden, ich muss das noch machen, muss dort noch hin oder muss diesen Kurs noch fertig stellen, man fühlte sich als Kunde schlichtweg veralbert. die Frau hatte sich sehr schnell an das Leben vom Arbeitsamt gewöhnt, sozusagen bezahlte Weiterbildung, auf den Hintern setzen und zu hören, kein Stress durch Nerven der Kunden und trotzdem immer Geld verdienen und beruflich auf Bleiben. Dann und wann wenn ich grade mal Lust habe, kann ich ja mal was machen und alle müssen sich nach mir richten.

Das Angebot widersprach der tatsächlichen Leistung

nicht nur das man als Kunde hinter solchen Schmarotzer und hinterher rennen muss, und sich eigentlich Ärger, warum man Steuern zahlt und solche Leute durch füttert, wurde auch noch ein Kostenvoranschlag abgegeben, der nachträglich gar nicht haltbar und in diesem Rahmen umsetzbar war. So mussten wir einen zweiten Programmierer beschäftigen, der den Mist des Vorgängers beseitigen musste.

Ist das Arbeitsamt blind?

Wir stellen uns nur die Frage, warum solche Leute nicht endlich arbeiten müssen und mit dem was sie über Jahre hinweg gelernt und sich angeeignet haben (auf Kosten von Steuerzahlern über Weiterbildung, Lehrgänge und Seminare vom Arbeitsamt finanziert) endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Scheinbaren gewöhnen sich diese Menschen so ist stark an dieses Leben, das man mit allen Mitteln versucht, einen Ausbruch aus dieser Situation zu verhindern. Aus unserer Sicht ist es einfach nur eine Frechheit der Arbeitsagentur, hier weitere Maßnahmen zu finanzieren. Wenn’s nach uns ginge, müsste dort mal jemanden kräftig in den Hintern getreten werden, so dass diese Leute endlich mal was für ihre jahrelang bezogenen Sozialmittel tun müssen. Eine Frechheit sonders gleichen, daran wird Deutschland zu Grunde gehen, den wir denken, dass es sicher von dieser Sorte noch mehr Menschen in Deutschland gibt. Hoch qualifiziert, aber zu dumm und dämlich zu arbeiten und mit Kunden umzugehen. Mit diesem Fachwissen könnten sich jeder Mensch, Arbeitslose oder Steuerzahler einen Buckel an den Hintern verdienen können. Wer aber nicht arbeiten will, kann Wissen über Wissen in sich reinpumpen, es wird keine Produktivität rauskommen. Hier müsste mal richtig Geld gekürzt werden, dass diese Triefnasen aufwachen und sich wirklich um Arbeit kümmern müssen. Nicht immer nur Ausreden und ich kann nicht mal sehen, vielleicht morgen, nein JETZT, SOFORT und SO WIE GEWÜNSCHT. Wenn man den Umgang mit Kunden (die einem Geld bringen und aus der Arbeitslosigkeit rausholen können), richtiges Verhalten, Imageaufbau, Kundenpflege und Selbstorganisation als Selbständiger, hochqualifizierter, studierter Mathematiker nicht hinbekommt, dann muss man es lernen und wenn es der letzte vom Arbeitsamt bezahlte Kurs ist. Das Geld wäre dann wenigsten richtig angelegt. Übrigens, daran wird Deutschland zu grunde gehen, schade eigentlich.

— Dienstag, 7. April 2009 —

Eheleuten steht kein höherer Zuschlag zum Arbeitslosengeld II zu [ Keine Kommentare ]

Ehe- und Lebenspartner, die als ALG II-Empfänger in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenleben und zuvor beide arbeitslos waren, erhalten keinen erhöhten Zuschuss, da bei der Berechnung keine Addition der zuvor bezogenen Arbeitslosengeld-Beträge stattfindet. Dies hat das Bundessozialgericht entschieden und eine entsprechende Rechenpraxis der Arbeitsagenturen für rechtmäßig erklärt.

 

Quelle: http://www.kostenlose-urteile.de/newsview5088.htm

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