— Archiv für den Tag „arbeitslos” —

— Sonntag, 9. Dezember 2012 —

Mit dem Rücken an der Wand…und keine qualifizierte Hilfe/Beratung in Sicht! [ 3 Kommentare ]

Hallo,

meine Lebensgefährtin, ihre kleine Tochter (5 Jahre) und ich wohnen seit 14 Monaten zusammen.

Nun ist meine Freundin leider Arbeitslos geworden und bekommt nur noch bis Ende November ALG 1.

ALG 2 bekommt Sie nicht, da wir in einer Lebensgemeinschaft wohnen und ich wohl “zuviel” verdiene. (Sind vor 14 Monaten zusammen gezogen, Mietvertrag auf uns beide aber jeder hat sein Konto)

Sie bewirbt sich echt viel, auch wenn es nicht ihr “Berufsbereich” ist. (Sie ist exam. “Krankenschwester”)

Leider hagelt es nur Absagen…. :-(

Nun war sie heute bei Ihrer Sachbearbeiterin und fragte an wegen einem Bildungsgutschein.

Die Antwort war, in Ihrem Beruf sind genug Arbeitsplätze frei und sie solle sich mal Gedanken darüber machen warum sie ständig

Absagen bekommt. Bildungsgutschein gibt es nicht und sie solle das Büro verlassen,denn die Zeit eines Beraters dort ist kostbar!

Wo sind wir denn hier?

Es gibt soviele Sozialschmarotzer und hier wird nichtmal annähernd versucht eine gemeinsame Lösung zu finden.

Selbst die Vorgestzte der Beraterin war nicht wirklich eine Hilfe!

So stehen wir ab dem 01.12.2012 wirklich vor einem Problem…mit 800-900€ weniger, sie ist dann auch nicht krankenversichert

….wie soll das nur weiter gehen in diesem Staat?!

Ich wäre wirklich über jeden Rat und jede Erfahrung dankbar, die uns etwas Licht ins Leben bringt!

 

Viele Grüße an alles Sachbearbeiter, die hier sind……es kann auch euch mal erwischen!

 

 

 

 

— Samstag, 25. August 2012 —

10 Jahre Dilettantismus und Hass [ 4 Kommentare ]

Es ist wohl eine etwas längere Geschichte die ich zu erzählen habe.

Prolog:

Angefangen hat es vor gut 10 Jahren, als ich infolge des Platzen der DotComBlase arbeitslos wurde.

Oder besser gesagt garnicht direkt wegen dem Platzen der Blase, sondern wegen dem Bankenklima danach.

Ich hatte damals gerade meine Ausbildung zum Fachinformatiker beendet übernommen hät ich werden sollen bis sich rausstellte, dass die Firma sehr unvorteilhafte Verträge mit dem Toll Collect Konsortium eingegangen war. Bezahlung bei Inbetriebnahme stand dort als Termin. So verzögerte sich die Bezahlung von Automaten im Wert von 80 Millionen €  um gut 1,5 Jahre.

Dieses lies jetzt die Banken verlangen entlasst 10% eurer Mitarbeiter oder eure Kreditlinie wird gestrichen und Ihr seit insolvent. Da war an eine Übernahme garnichtmehr zu denken.

Entweder Ich oder der Kollege mit den 2 kleinen Kindern war die Wahl die mein Abteilungsleiter hatte. Wie das ausging steht wohl ausser Frage. Sozialverträglicher Abbau :(.

Leichter gesagt als getan

Als Fachinformatiker AW zählte ich anfangs zu den Akademischen Berufen und war im für mich zuständigen Arbeitsamt auch von in dem Berufsfeld erfahrenen Mitarbeitern betreut, welche aber schlicht nichts für mich machen konnten, da es keine Arbeit gab.Also  wurde eine Weiterbildung zum Netzwerkadministrator “vorgeschlagen”, die ich aus Ermangelung von Alternativen warnahm. Während dieser Massnahme strukturierte das Arbeitsamt um. Fachinformatiker war jetzt kein akademischer Beruf mehr sondern zählte zu den allgemeinen Berufen. Das hatte zur Folge, dass es keinen Sachbearbeiter mehr gab der in dem Berufsfeld erfahren gewesen wäre. Als es während der Weiterbildung zum Netzwerkadmin notwendig war eine Prüfung zu wiederholen sollte das eigentlich kein Problem darstellen, da eine Wiederholungsprüfung bei den Bewilligungen für den Kurs bereits enthalten war. Alles was zu tun wäre, ist kurz dem Arbeitsamt bescheid sagen, die Erlaubnis abholen und am nächsten Tag die Prüfung zu wiederholen. Den kompletten Artikel lesen…

— Mittwoch, 5. Oktober 2011 —

Alle Jahre wieder zum Bewerbungstraining [ Ein Kommentar ]

Es gibt Ereignisse, die Jahr um Jahr wiederkommen und uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern können: Ostern, Weihnachten, Geburtstage. Bei uns flattert jedoch jedes Jahr das Schreiben vom Arbeitsamt ins Haus. Und das bringt weniger Freude, als vielmehr Unverständnis und Entnervtheit mit sich.

Schon seit 1991 betreibt meine Familie ein kleines Speiseeisgeschäft in einer idyllischen Thüringer Kleinstadt. Spätestens, wenn man zum Eis essen auch gern zum nahegelegenen See fahren kann, wenn man auf Geschmack weniger Rücksicht nimmt, wird die Eisproduktion über den Winter still gelegt.

Das ist dann der Zeitpunkt, wo meine Mutter als Saisonarbeiterin dem Arbeitsamt "Guten Tag." zu sagen hat. "Wir möchten mit ihnen über Ihre berufliche Perspektive reden." – der Satz hat sich schon ins Gedächtnis eingebrannt. Berufliche Zukunft? Welche berufliche Zukunft denn? Ab März geht das Geschäft wieder los, die Eiskugeln werden wieder gerollt und die heißen Tage somit perfekt abgekühlt.

Warum also an eine berufliche Zukunft denken und darüber reden, wenn diese schon unter Dach und Fach ist? Natürlich müssen die lieben Sachbearbeiter des Arbeitsamtes all das erfragen, besprechen, diskutieren. Doch seit 20 Jahren kann meine Mutter nicht vielmehr zu den Leuten sagen, als: "Ich bin ohnehin nur ein viertel Jahr arbeitslos. Eine langfristige, berufliche Zukunft ist somit von ihnen gar nicht nötig zu planen." Erheiternd ist es natürlich, wenn gegen Ende Februar ein Schreiben ins Haus flattert: "Wir möchten mit ihnen Bewerbungen schreiben. Bitte vereinbaren sie einen Termin." Das ist dann der Punkt, wo meine Mama entnervt den Telefonhörer in die Hand nimmt: "Ich kann leider keinen Termin vereinbaren, ich arbeite ab nächster Woche wieder. So wie jedes Jahr." Und so ist es, alle Jahre wieder !

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