— Archiv für den Tag „Arbeitsamt” —

— Donnerstag, 1. Dezember 2011 —

Sind Sie noch in der Statistik oder schon saisonbereinigt? [ Keine Kommentare ]

saisonbereinigte Statistik Arbeitsamt Cartoon Comic

von NEL in der TLZ am 01.12.2011

— Donnerstag, 20. Oktober 2011 —

Eine völlig sinnfreie Plauderstunde beim Arbeitsvermittler [ Keine Kommentare ]

Auch Existenzgründer werden regelmäßig vor- bzw. eingeladen, in diesem Fall lädt ein neuer Sachbearbeiter zum Gespräch. Das bedeutet Überstunden, denn selbstverständlich kommt der kluge Existenzgründer hervorragend vorbereitet und mit allen Unterlagen pünktlich zum Termin. Also werden die Unterlagen, die gerade zwecks Steuererklärung beim Steuerberater sind, extra für diesen Termin wieder abgeholt. Alle Rechnungen, die ein- oder ausgingen, werden überprüft, gegebenenfalls noch eingetragen, alle Summen, Gewinn- und Verlust nachgerechnet. Stimmt alles, gut so.

Gute zehn Minuten vor dem Termin angekommen wartet der Existenzgründer höflich bis fünf Minuten vor dem Termin, um dann anzuklopfen und anzuzeigen, dass er da ist. Der Sachbearbeiter, der sich Arbeitsvermittler nennt, telefoniert, offensichtlich privat, denn er scherzt und lacht, und winkt dem Existenzgründer ab. Pünktliche zehn Minuten später darf der Existenzgründer den Raum betreten. Der Arbeitsberater sieht mit entsetztem Blick die schwere Tasche. Der Hinweis, dass man alle Unterlagen dabei hätte und vorbereitet sei, veranlasst den Sachbearbeiter zu der Antwort: “Ach, das lassen Sie mal alles eingepackt.”

Das Gespräch beginnt mit Fragen. Ob der Existenzgründer denn die deutsche Staatsangehörigkeit besäße und auch in Deutschland geboren oder zugewandert sei. Ja, ja, nö. Der fleißige Arbeitsberater klickt angestrengt auf den Bildschirm starrend die Maus. “Und Ihre Eltern? Sind die zugewandert?” “Nö. Wieso, sollten sie besser?” Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Sachbearbeiters. Ihm fehlt ein Vorderzahn. Ach, da fiele ihm ein, er müsse fragen, ob der Existenzgründer diese Fragen überhaupt beantworten wolle, dazu sei er nicht verpflichtet. Die Angaben sind aber bereits im Computer gespeichert. Dem Existenzgründer fällt dazu nichts mehr ein.

— Sonntag, 16. Oktober 2011 —

Es spukt im Arbeitsamt [ 4 Kommentare ]

Am 5.4. diesen Jahres war ich zu einem Gespräch eingeladen. Noch nie habe ich einen einzigen Termin versäumt.
Daher hatte ich mich auf den Gesprächstermin eingerichtet. Doch es kam anders. Am Abend bekam ich hohes Fieber und ein hochrotes Bein. Da ich die selben Symptome vor einigen Jahren schon einmal hatte, wusste ich gleich, was das bedeutet. Ich hatte eine gefährliche Wundrose. Jeder, der so etwas schon hatte, weiß, wie schmerzhaft eine Wundrose ist und strenge Bettruhe angesagt ist. Da meine Hausärztin schon geschlossen hatte, konnte ich sie erst am 5.4. aufsuchen.

Die geheimnisvollen Wege der verschwundenen Unterlagen

Anrufen bei der Sachbearbeiterin ging nicht, da es ja keine direkte Nummer mehr gibt. Außerdem sehe ich nicht ein, warum ich erst die kostenpflichtige Hotline anrufen soll. Da gibt es auch keine Garantie, dass die Information dort landet, wo sie soll.
Nach dem Arztbesuch bin ich trotz Fieber auf eigene Gefahr zum Arbeitsamt gefahren und habe den Krankenschein persönlich an der Rezeption abgegeben. Mir wurde versichert, dass er sofort zur Fallmanagerin weiter geleitet wird.
Einige Tage später bekam ich einen Brief mit der Aufforderung, wegen des Nichterscheinens Stellung zu nehmen. Ich sollte dann am 12.4. wiederum zum Termin erscheinen und eine Erklärung mitbringen. In diesem Brief wurden mir schon die menschenfeindlichen Sanktionen angedroht. Da ich am 12.4. logischerweise immer noch krankgeschrieben war, konnte ich diesen Termin ebenfalls nicht wahrnehmen. Mein Ehemann fuhr für mich zum Arbeitsamt und erfuhr, dass der erste Krankenschein, den ich persönlich abgegeben hatte, nicht angekommen ist.
Ende vom Lied: eine Sanktion über drei Monate, Widerspruch geschrieben und abgelehnt.

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