— Archiv für den Tag „Arbeit” —

— Freitag, 1. Juni 2012 —

Ist das Jobcenter da, um Arbeit zu verbieten? [ 5 Kommentare ]

HAllo, ich möchte auch gern man eine Sache schildern, die gut in diese Schikanen von den Jobcentern passt. Mein Vater war in einer “Maßnahme” die sich da schimpft: Ü50 bla,bla,bla Competence

Eine “unsinnige” ü 50- Maßnahme

Er musste einmal Wöchtentlich hin und dort wurde dann etwas übers Leben, und sonstige Träume geredet…halt wie bei einem Kaffeeklatsch zwei alter Bekannter (ich war ein paar mal mit dabei, unglaublich…) Auf jedenfall hat mein Vater Arbeit gefunden (erstmal auf 400€ Basis), bei dem er leider nur auf Abruf arbeiten konnte. Das heisst, er wurde manchmal dienstag Abends angerufen, dass er Mittwoch morgens zum arbeiten kommen kann. Ärgerlich ist, dass dann auch mal den Mittwoch diese “Maßnahme” war und mein Vater halt nicht dorthin konnte. Arbeiten ist ihm halt wichtiger als n Kaffeeklatsch. Deswegen habe ich dann öfters um neun Uhr bei dieser Maßnahme angerufen um bescheid zu geben: Hallo, mein Vater kann nicht kommen, er muss arbeiten. War auch in Ordnung.

Statt Freude über Arbeit- Drohungen wegen Nichterscheinens bei der Maßnahme

Wie jeder normale Mensch denken würde, das ist doch gut! Freuen wor uns für ihn, endlich kommt er ein Stück weiter weg vom Arbeitslosengeld…  Dann bekommt er auf einmal (ca. drei Wochen nach Anfanf der Arbeit)  Post vom Jobcenter und mein Vater und ich sind hingegangen.  Die “Junge” Frau vom Jobcenter meinte dann: wenn er nicht zu einer Maßnahme kommen kann, müsse er sich PERSÖNLICH (darauf hatte sie mehrmal bestanden) melden und absagen. Das Argument von ihm, dass er sein Handy nicht mit zur Arbeit nehmen kann und leider um sieben Uhr die Herren von der MAßnahme noch nicht im Büro sind, waren ihr völlig egal! Deswegen hatte er mir ja extra immer gesagt, ruf direkt um neun Uhr an, dann machen die auf….!  Sie meinte: Wenn WIR WOLLEN, DASS SIE REGELMäßIG ZU DEN MAßNAHMEN GEHEN, DANN KÖNNEN WIR IHNEN AUCH UNTERSAGE ZU ARBEITEN…!!! Da ist mir ja der Kragen geplatzt und habe sie gefragt wer SIE eigentlich ist und wofür das Jobcenter eigentlich da ist! Um Gelder zu kassieren um die Menschen in Maßnahmen zu stecken – die ABSOLUT SINNLOS SIND!!! Es geht nur um Geld kassieren, nicht um die Menschen in Arbeit zu bringen…! Naja, sie hat uns dann nach heftigem Wortwechsle “versucht höflich” des Raumes verwiesen, noch mit dem kleinen Argument zwischen schon halb geschlossener Tür, wenn Sie zum nächsten Maßnahme-Termin nicht erscheinen, bekommen sie eine 50%ige Kürzung…. ich wäre ihr am liebsten an den Hals gesprungen!!! Aber mein Vater hat mich dann etwas zurück gehalten.

Ich finde es eine ABSOLUTE FRECHHEIT und ich denke, dass ist der beste Beweis, dass die Jobcenter ihren Namen noch nichtmal halbwegs gerecht werden!!! Eher- Maßnahmen-Center, oder Absolut-Sinnlos-Center….! Naja, ich bedanke mich dass es eine Plattform gibt, wo ich meinem Ärger mal Luft machen konnte….

— Sonntag, 13. Februar 2011 —

Auch Arbeitnehmer haben es nicht leicht… [ Keine Kommentare ]

Mit Ehrgeiz und Engagement Tag für Tag im beruflichen Alltag zu bestehen, ist die eine Sache. Für gute, zum Teil sogar herausragende Leistungen hingegen adäquat entlohnt zu werden, ist in diesem Zusammenhang eine ganz andere. Denn bekanntlich ist es in der heutigen Zeit beileibe keine Selbstverständlichkeit, für gute Arbeit auch gutes Geld verlangen zu können. Bei so manchem Hartz-IV-Empfänger wiederum sieht das Ganze oftmals anders aus. Denn viele bekommen für jahrelanges Nichtstun Geld. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Aber das ist eine ohnehin bekannte "Never-ending-Story", die also wohl weiterhin immer wieder für rege Diskussionen sorgen wird. 

 

Engagement braucht Anerkennung

Viele Jobsuchende, die auf "herkömmlichem" Wege nicht auf Anhieb eine neue, berufliche Tätigkeit finden, nutzen aus der Not heraus die Option, die Hilfe eines Zeitarbeitsunternehmens in Anspruch zu nehmen. So weit, so gut. Eine durchaus löbliche Alternative. Jedoch ist Fakt, dass die Differenz im Vergleich zum Gehalt eines Arbeitnehmers, welcher nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist, häufig weit unterhalb des Durchschnitts liegt. Traurig, aber wahr. Und so bringt zum Beispiel eine aktuelle DGB-Studie die folgende, durchaus erschreckende Statistik zutage, die vor allem die Herren Politiker endlich zum Nachdenken animieren sollte. Jeder achte (!) Arbeitnehmer, der für eine Zeitarbeitsfirma tätig ist, ist auf die zusätzliche Unterstützung durch Hartz-IV-Leistungen angewiesen.

 

Vielversprechende Aussichten?

Wie der DGB darüber hinaus mitteilte, handelt es sich hierzulande um sage und schreibe 92.000 Leiharbeiter, die auf staatliche Unterstützung setzen müssten, weil sie anderenfalls finanziell nicht über die Runden kämen. Das bedeutet demnach, dass arbeitswillige, qualifizierte Arbeitnehmer Tag für Tag dieselbe Arbeit verrichten müssen, wie regulär in Vollzeit Beschäftigte. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass Erstere in gewisser Weise regelmäßigen, staatlichen Kontrollen unterliegen und von Zeit zu Zeit Einkommensnachweise et cetera einreichen müssen. Ebenso "erniedrigend" ist aber vor allem die Tatsache, dass harte Arbeit nicht immer gute Früchte trägt.

— Sonntag, 5. Dezember 2010 —

Fastfood-Ketten und Hartz IV [ Keine Kommentare ]

Auf den ersten Blick scheinen Fastfood-Ketten und Hartz IV-Leistungsempfänger nur bedingt etwas miteinander zu tun zu haben. Schaut man aber einmal genauer hin, so verhält sich das Ganze doch ein wenig anders. Natürlich geht man immer mal wieder gern dorthin, um einen Burger, eine Pommes und eine Cola oder andere leckere Dinge zu essen. Aber dennoch würde sich der eine oder andere Hartz-IV-Empfänger wünschen, mit McDonald's und co. überhaupt nichts zu "tun" zu haben. Richtig, die Betonung liegt auf "tun"; die Rede ist also vom Arbeiten. Und genau da liegt – wieder einmal – das Problem….

Bleibt das Hartz-IV-Klischee auch weiterhin bestehen…?

Denn dass die renommierte Fastfood-Kette bereits seit mehreren Wochen mithilfe der Medien ein sehr intensives und zugleich auch höchst werbewirksames Job-Marketing betreibt, ist nicht zu übersehen. Im Zuge dessen erscheinen fast täglich immer neue Werbespots, in denen man freundliche, motivierte Mitarbeiter mit hohen Zielsetzungen sucht, und die im Gegenzug durchaus sogar mit attraktiven, beruflichen Perspektiven rechnen dürfen.

Arbeit? Nein, danke!

Die Macher von stern-TV schauten angesichts all' dessen einmal genauer hin. Soll heißen, es wurden unlängst (in enger Zusammenarbeit mit McDonald's) mit einhundert arbeitssuchenden Personen, die man vor der Agentur für Arbeit in Frankfurt am Main angetroffen hatte, Gespräche geführt. In diesem Zusammenhang wurde den Jobsuchenden einer von drei ausgeschriebenen, vielversprechenden Arbeitsplätzen in der Systemgastronomie angeboten, mit einem Stundenlohn von immerhin 7,35 Euro. Aber wie sollte es anders sein: nur eine einzige (!) der 100 Jobsuchenden war auch tatsächlich dazu bereit, diesen Job anzunehmen.

Wen wundert es da, dass es wohl auch in Zukunft nur schwerlich möglich sein wird, das Negativ-Image, das den meisten Langzeitarbeitslosen ja bekanntlich seit jeher anzuhaften scheint, auszumerzen und ein neues, besseres "Bild" zu "kreieren"? Da ist Eigeninitiative gefragt. Diesmal von Seiten der "Betroffenen" selbst. Denn nicht immer sind nur die "anderen" Schuld….

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