— Archiv für den Tag „Antrag” —

— Donnerstag, 13. Oktober 2011 —

Der verschollene Antrag auf ALG I – Schlamperei im Jobcenter oder bei der Post? [ Keine Kommentare ]

Nachdem ich meinen Antrag auf ALG I sorgfältig zuhause ausgefüllt hatte, kopierte ich alle Unterlagen, die verlangt waren und packte die Zettelei in einen großen Briefumschlag, den ich persönlich auf dem Postamt abgab. Tage vergingen und ich bekam keine Antwort vom Amt. Irgendwann reichte es mir und ich rief dort an, landete in der Warteschlaufe und wartete vergeblich darauf, endlich eine Verbindung zu bekommen. Geduld haben, hieß es, die nächste freie Leitung wäre meine. Geschlagene zehn Minuten vergingen und als ich eigentlich schon aufgeben wollte, meldete sich doch noch eine Frauenstimme, der ich dann den Sachverhalt schildern konnte. Ich war weder als arbeitssuchend gemeldet, noch war ein Vermerk vorhanden, dass mein ALG I Antrag im Jobcenter eingegangen wäre, erklärte mir die Frau. Ich sollte nach einer Woche wieder anrufen, wenn nix geschehen sollte.

Es verging eine weitere Woche, ohne dass ich Post vom Jobcenter bekam und daher mein Telefonspielchen wiederholte. Keine Daten im Rechner der Arbeitsagentur, kein Hinweis, wo mein Antrag auf ALG I verblieben sei. Jene Dame am Telefon sagte mir dann – normalerweise sollte sie so etwas nicht sagen, meinte sie noch – dass es möglich wäre, der Brief mit dem Antrag auf ALG I wäre eventuell auf dem Postweg – hierbei könnte es durchaus auch der interne des Jobcenters sein – verloren gegangen. Sie riet mir nur, persönlich vorzusprechen und mir notfalls einen neuen Antrag aushändigen zu lassen, diesen dort auszufüllen und sogleich dem Bearbeiter im Jobcenter in die Hand zu drücken. Meine gesamten Kopien der benötigten Unterlagen sollte ich gleich mitnehmen, so wäre alles unter Dach und Fach. Zudem sollte ich mir eine schriftliche Bescheinigung geben lassen, dass mein Antrag vollständig war und entgegen genommen wurde.

Was ist das für ein Irrsinn?

— Freitag, 30. September 2011 —

Ein Sachbearbeiter unfähiger als der Andere [ 3 Kommentare ]

Ein Besuch auf dem Amt lässt einen doch immer wieder staunen. Doch um meine Geschichte besser zu verstehen, muss ich dazu sagen, dass ich Sozialmanagement studiere. Das bedeutet, dass ich unter anderem Vorlesungen zu bestimmten Rechtgrundlagen habe, somit auch zum Sozialgesetzbuch. Da mein Freund Auszubildender ist und wir eine eigene Wohnung hatten, beantragte er BAB (Berufsausbildungsbeihilfe). Dies wurde zuvor bereits einmal bewilligt, das heißt, es war der Folgeantrag und sollte damit eigentlich keine Probleme geben.

Dies war leider falsch gedacht. Den Antrag füllten wir als Erstes ordnungsgemäß aus. Da wir bei der Ausfüllung einige Fragen hatten, klärten wir diese telefonisch ab und bekamen immer wieder gesagt, es gäbe keine Probleme. Da ich wusste, dass es öfter Probleme bei der Bundesagentur für Arbeit gibt, bot ich an, den Antrag für ihn abzugeben.

Als ich nun vor der Sachbearbeiterin saß und diese den Antrag nur auf Vollständigkeit prüfen und abzeichnen sollte, ging der Ärger erst richtig los. Sie teilte mir mit, dass der Antrag auf keinen Fall so abgegeben werden könnte, da er zum einen nicht vollständig sei, sie dafür gar nicht zuständig wären und die Gehaltsabrechnung des Vaters vom falschen Jahr nicht angenommen werden könnte.

Der Antrag war vollständig. Die Frau wollte leider nichts davon wissen, dass es ein Folgeantrag war und sie die fehlenden Dokumente bereits hatten und sich daran nichts geändert hatte. Außerdem war die ARGE selbstverständlich zuständig, da wir unseren Hauptwohnsitz in dieser Stadt hatten. Ihr Problem war, dass mein Freund immer noch in einer anderen Stadt bei dem jeweiligen Amt im Register war (warum auch immer) und sie somit die Arbeit abschieben wollte. Daraufhin erklärte ich ihr, so höflich wie möglich, dass dies nicht unser Problem sei und sie eine Mitwirkungspflicht hätte, der sie doch bitte nachgehen sollte.

Das dritte Problem, die Steuerbescheinigung und der Gehaltsnachweis des Vaters, hatten wir zuvor am Telefon geklärt. Man muss dazu sagen, dass er Steuerberater ist und somit länger für diese Dokumente Zeit hat, als andere Arbeitnehmer. Dies verstand sie auch irgendwann, doch ihr fehlte ein Stempel bei den Unterlagen. Nachdem ich ihr immer wieder erklärte, dass dies richtig sei und der Stempel nicht darauf sein muss (dies war in dem Bundesland oder Kreis nicht zwingend notwenig), wurde die Sachbearbeiterin immer wütender und zog eine weitere Sachbearbeiterin hinzu. Leider hatte diese genau so wenig Ahnung wie die Erste, sodass ich mich beschwerte und den Geschäftsführer oder eine leitende Person verlangte. Fazit: Der Antrag wurde dann anstandslos angenommen und drei Wochen später bewilligt. Traurig war die Feststellung, dass man nach wenigen Vorlesungen mehr Wissen hat, als viele der Sachbearbeiter.

— Donnerstag, 8. Oktober 2009 —

Wie erhält man eine GEZ-Gebührenbefreiung? [ Keine Kommentare ]

Werden bestimmte Kriterien erfüllt, haben Arbeitslosengeld II Empfänger die Möglichkeit, sich von der Zahlung der GEZ-Gebühr befreien zu lassen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass man als Hartz IV Bezieher automatisch von der GEZ-Gebühr befreit sei, bekommt man diese jedoch nur auf Antrag. Kaum ein Sozialamt-Mitarbeiter oder Job-Center-Manager wird Arbeitssuchenden, die zurzeit von Arbeitslosengeld II leben, von sich aus darauf aufmerksam machen, dass die Möglichkeit besteht, sich von der Bezahlung dieser per Rundfunk-Staatsvertrag festgelegten GEZ-Gebühr befreien zu lassen. Die Anträge liegen allerdings in Arbeitslosengeld II Job-Centern aus. Die GEZ-Gebührenbefreiung erhält ein Hart IV Bezieher also ausschließlich auf schriftlichen Antrag, am besten mit dem entsprechenden Formular.

Dieses Formular auszufüllen, ist keine Schwierigkeit und nimmt deshalb nur wenig Zeit in Anspruch, sodass jedem Hartz IV Empfänger nur empfohlen werden kann, hier keine falsche Scham an den Tag zu legen. Beachtet werden muss, dass die Befreiung von der GEZ-Gebühr immer nur ab dem Folgemonat des Monats, in dem der Hartz IV Bezieher den Antrag gestellt hat, gewährt wird. Weiter ist zu beachten, dass die GEZ-Gebührenbefreiung auch immer nur über den Zeitraum des aktuellen Bewilligungsbescheides zur Zahlung des Arbeitslosengelds II besteht. Heißt also, die GEZ-Gebührenbefreiung muss halbjährlich neu beantragt werden. Dazu bekommt der Hartz IV Empfänger immer rechtzeitig ein entsprechendes Informationsschreiben von der GEZ aus Köln. Unerlässlich ist eine beglaubigte Kopie des Leistungsbescheids über Arbeitslosengeld II Zahlung. Hartz IV Empfänger bekommen sie kostenlos in den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden. Wichtig ist, den kompletten Arbeitslosengeld II Leistungsbescheid zu kopieren und nicht nur Seite eins.

Quelle: www.sozialleistungen.info/con/themen/gez-gebuehren-befreiung.html

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