— Archiv für den Tag „Absicht” —

— Sonntag, 24. Oktober 2010 —

Warum keine Jobs für Langzeitarbeitslose? [ Keine Kommentare ]

Anders gefragt: wie kann es sein, dass es so vielen Hartz-IV-Empfängern selbst trotz intensiver Bemühungen nicht gelingt, einen adäquaten Job zu finden, um endlich der Hartz-IV-Falle zu entkommen? Denn wirklich befriedigend kann ein solches Dasein doch wahrhaftig nicht sein. Diese Frage stellen sich übrigens vor allem auch diejenigen immer wieder, die in Lohn und Brot stehen. Die weitverbreitete Meinung ist doch, dass jeder, der wirklich arbeiten will, über kurz oder lang auch einen passenden Job finden kann. Aber genau da liegt oftmals der "Hund begraben". In diesem Zusammenhang wirft sich für den einen oder anderen nämlich sogleich die Frage auf, welche berufliche Tätigkeit denn tatsächlich die "passende" ist….

 

Vorurteile contra Kompetenz

Auf der einen Seite sind freilich in erster Linie die Vorurteile zu nennen, die es vor allem von Seiten der Personalverantwortlichen gegenüber Langzeitarbeitslosen gibt. Selbst wenn in zahlreichen öffentlichen bzw. firmenspezifischen Kampagnen noch so häufig unterstrichen wird, dass jedem eine Chance gegeben wird und dass alle Bewerber dieselben Möglichkeiten hätten. Die Realität sieht de facto leider häufig völlig anders aus, denn derartige – zugegeben durchaus werbewirksamen – "Bekanntmachungen" entsprechen keineswegs (immer) den Tatsachen.

 

Auf der anderen Seite des Schreibtisches  

Betrachtet man diese Gegebenheiten andererseits einmal aus der Sicht eines (objektiven) Sachbearbeiters der ARGE, so stellt  sich das Ganze wiederum etwas anders dar. Natürlich gibt es Langzeitarbeitslose, die wirklich nichts unversucht lassen, um schnellstmöglich wieder einen Job – gleich, welcher Art – zu finden. Dann aber gibt es auch diejenigen, die beispielsweise mit handgeschriebenen (!) Bewerbungen im DINA-5-Format, in denen es von Rechtschreibfehlern nur so "wimmelt", bei potentiellen Arbeitgebern "punkten" wollen.

 

Mal ehrlich: wenn man berücksichtigt, wie intensiv die persönliche Betreuung respektive die Bewerbungstrainings innerhalb der (ARGE-)Fördermaßnahmen im Einzelnen sind, stellt sich durchaus die Frage, ob nicht eventuell auch ein wenig Kalkül dahintersteckt. Die Absicht, auch in Zukunft noch auf Kosten des deutschen Staates zu leben, und auch weiterhin mit mangelhaften Deutschkenntnissen gut durchs Leben zu kommen….