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Wir möchten Urteile, Infos oder einfach nur Ihre Geschichte zum Thema Arbeitslosengeld 2, Hartz IV. Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund und schreiben das, was schon lange hätte geschrieben werden müssen.

— Montag, 12. April 2010 —
Was sagt man dazu: künftig tritt die Ausweispflicht auch bei der Tafel in Kraft. In der Tat der "Hohn auf Socken". Oder müsste es in diesem Zusammenhang nicht besser lauten: "auf Rädern"…?
Und alles nur, weil es immer wieder Leute gibt, die zwar keineswegs bedürftig sind, die sich aber dennoch hemmungslos und gut gelaunt an den kostenlosen Lebensmittelspenden der regional ansässigen Tafeln bedienen.
Roter Teppich? Ja – oder nein?
Wir kennen es ja, da in der Vergangenheit nur allzu häufig darüber berichtet wurde: während sich die einen, die wirklich Bedürftigen verschämt von einem Regal zum nächsten schleichen, um ihre dringend benötigten Nahrungsmittel auszusuchen, genießen die anderen selbst noch bei der Abholung (der Begriff "Kauf" ist hier de facto fehl am Platze) ihrer Güter den "großen Auftritt".
Zuvor allerdings mokieren sie sich (natürlich) noch über die möglicherweise nicht mehr ganz so knusprigen Brötchen oder darüber, dass der Salat bereits das eine oder andere welke Blatt aufweist. Sind dann – trotz allem – aber die Tüten bis zum Rand vollgestopft, geht es auch schon wieder weiter. Mit dem 5er BMW zum Familien-Festschmaus… – oder vielleicht zur nächsten Tafel. Wer weiß?
…von oben herab
Ein derartiges Verhalten solch' rücksichtsloser Schmarotzer ist immer wieder ein herber Schlag ins Gesicht eines jeden Bedürftigen. Müssen Hartz-IV-Empfänger und andere Menschen, die am Existenzminimum leben müssen, sich so viel Arroganz und Häme gefallen lassen?
Mitnichten, dachten sich aktuell beispielsweise auch die Betreiber der Remscheider Tafel. Denn dort werden bereits in Kürze gewisse Änderungen in Kraft treten; und zwar in Form einer Ausweispflicht. Jeder Bürger, der also einen Rentenausweis oder einen Hartz-IV-Bescheid vorweisen kann, wird auch weiterhin in den Genuss der Lebensmittelspenden kommen. Die anderen fahren am besten gleich zur nächst gelegenen Dönerbude.
— Donnerstag, 8. April 2010 —
Was schon zu Großmutters Zeiten gut war, kann wohl auch in unseren heutigen, ach so modernen Zeiten nicht schlecht sein. Wenn man beispielsweise daran denkt, dass Oma schon mal die eine oder andere Mark springen ließ, wenn das fleißige Enkelkind ein gutes Zeugnis mit nach Hause brachte, so hat diese motivierende Taktik noch bis ins Jahr 2010 hinein ihre Beliebtheit bewahren können. Ja, sogar bis in die Regierungsebenen hat sie sich "hochgearbeitet" – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn deutsche Politiker und Wirtschaftsexperten gleichermaßen ziehen tatsächlich in Erwägung, ein ähnliches "Belobigungssystem" einzuführen, wie es schon die Omi machte… – und beabsichtigen, für gute Noten in der Schule einen zusätzlichen, finanziellen Anreiz gewähren. Eine durchweg gelungene Idee. Bei einem Notendurchschnitt von (mindestens) 2,5 ist eine Belohnung durch Vater Staat in Höhe von sage und schreibe 100 Euro vorgesehen.
Hundekot und andere "Kostbarkeiten"
Nun, da man sich eh' gerade aktiv damit beschäftigt, die Motivation von Hartz-IV-Empfängern zu unterstützen bzw. zu fördern, sehen viele Bürger die aktuellen Pläne als höchst attraktiv und fair an. Vielleicht bleiben die jungen Leute dank dieser modernen "Taktik" dementsprechend in Zukunft davon verschont, Hundehaufen von Bürgersteigen zu entfernen oder Straßenbegrenzungspfähle mit der Zahnbürste zu reinigen….
Leider hat sich ja bekanntlich in der Vergangenheit immer wieder das "Wie-der-Vater-so-der-Sohn-Prinzip" durchgesetzt. Soll hei0ßen: wenn schon die Eltern dem Staat auf der Tasche liegen, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis sich auch ihre Nachkommen dazu verleiten lassen, einen ähnlichen Lebensstil anzunehmen.
Oma wußte sehr wohl, was gut war
Schlechte Schulnoten, ein fehlender oder schlechter Schulabschluss und dementsprechend vorprogrammierte, schlechte Berufschancen sind nicht selten die logische Konsequenz aus einem solchen "Vorleben". Frei nach dem Motto, nun das "Übel auch mal an der Wurzel zu packen", profitieren künftig also (endlich) auch mal junge Menschen von den Vorhaben der Herren Politiker.
Arbeit, Fleiß und sicherlich auch Großmutters Taktiken sind demnach offenbar doch noch zeitgemäß….
— Mittwoch, 31. März 2010 —
Ist es denn nicht völlig ENTWÜRDIGEND für einen Menschen, Pfandflaschen sammeln zu müssen, um so das eigene Überleben bzw. das der Familie zu sichern? Und das, obwohl man tagsüber einer (geregelten) beruflichen Tätigkeit nachgeht?
In der Tat ist es mehr als tragisch, hierzulande immer wieder Menschen zu begegnen, denen es offensichtlich finanziell derartig schlecht geht, dass sie sich Tag für Tag dieser niederen Tätigkeit widmen müssen, um von dem Geld dringend Lebensmittel zu kaufen. Und das, obwohl sie in einem festen Arbeitsverhältnis stehen…! Aktuelle Umfragen haben ergeben, dass mehr als drei Viertel aller deutschen Bürger der Meinung sind, dass die Verhältnisse in unserem Land mehr als ungerecht sind.
Die einen so, die anderen so…
Selbst beim täglichen Gang zur "Tafel" fallen die hierzulande herrschenden Ungerechtigkeiten meist sofort auf. Denn immer wieder wird dort beobachtet, wie sich in den besagten "Lebensmittel-Stationen", die bekanntlich die nicht verkauften Waren aus Bäckereien, Supermärkten et cetera erhalten, um diese an die Bedürftigen abzugeben, die "Spreu vom Weizen trennt". Auf der einen Seite "tummeln" sich dort verschämt die wirklich Bedürftigen, die auf ihre Lebensmittelspende angewiesen sind, eben weil es das Schicksal nicht gut mit ihnen gemeint hat. Andererseits finden sich dort auch diejenigen ein, die sich regelmäßig über die eine oder andere "braune Stelle" am Apfel beschweren oder denen die Banane vom Vortag vielleicht nicht ganz so gut geschmeckt hat. Danach rasen sie mit ihrem 3er-BMW davon….
Von Ungerechtigkeit hierzulande ist allerdings auch deshalb die Rede, weil Arbeitnehmern bzw. Vollzeitarbeitskräften, die trotz ihrer acht- bis zehnstündigen Arbeitszeit lediglich Mini-Löhne beziehen, das mühsam erarbeitete Geld anderweitig wieder aus der Tasche gezogen wird.
Morgens, halb zehn in Deutschland…
In den Medien wird immer wieder darüber berichtet, welchen Ungerechtigkeiten vor allem die hart arbeitende Bevölkerung ausgesetzt ist. Aber auch beim Discounter an der Kasse wird diese Problematik nicht selten zum Thema bei den Kunden. Aber all' jene, die nicht arbeiten gehen (wollen), treffen sich beim Metzger, beim Autohändler oder im Reisebüro… und sinnieren darüber nach, wie schön und einfach das Leben doch ist und wie dumm die arbeitende Bevölkerung doch ist….
Klar, uns' Guido und seine feinen Kollegen sehen sich ständig kritischen Äußerungen ausgesetzt, aber Fakt ist doch – und da haben die Herren Regierungsbeamten tatsächlich auch mal Recht – dass sich Arbeit endlich wieder lohnen muss! Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmern weniger Geld zur Verfügung steht, als "engagierten" Hartz-IV-Empfängern. Wie lange muss man sich derartig menschenunwürdigen Gegebenheiten noch ausgesetzt sehen?
— Dienstag, 30. März 2010 —
Bundesrat, Pressemitteilung vom 26.03.2010
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 26.03.2010 dem Sozialversicherungs-Stabilisierungsgesetz zugestimmt. Das Gesetz soll dazu beitragen, die Folgen der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland zu überwinden.
Vor diesem Hintergrund trifft es Sofortmaßnahmen, um krisenbedingte Einnahmeausfälle der Sozialversicherungssysteme aufzufangen. Um den Beitragssatz zur Arbeitsförderung stabil zu halten, wandelt das Gesetz das bisher vorgesehene Darlehen an die Bundesagentur für Arbeit im Haushaltsjahr 2010 in einen Zuschuss um, wodurch der Bund auf Rückzahlungen von voraussichtlich rund 16 Milliarden Euro verzichtet. Der Gesundheitsfonds erhält einen weiteren Zuschuss in Höhe von 3,9 Milliarden Euro.
Das Gesetz verbessert auch den Schutz der Arbeitnehmer im Falle des Arbeitsplatzverlustes. Hierzu werden die Freibeträge für Altersvorsorgevermögen von 250 auf 750 Euro je vollendetem Lebensjahr angehoben.
Quelle: Bundesrat
Quelle: http://www.datev.de/
© 2010 DATEV
— Montag, 29. März 2010 —
Beschwerde über mein Fallmanagement
Sehr geehrte Damen und Herren, Weeze den, 29.03.2010
hiermit möchte ich Beschwerde gegen meine Fallmanagerin Frau Fallmanagerin einreichen.
Ich könnte seit spätestens Januar 2010 längst wieder in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, jedoch werden mir immer wieder Steine durch mein Fallmanagement in Weeze in den weg gelegt, was nicht nur mir Unverständlich scheint.
Ich war bei der Firma XY NRW, XY-Strasse. 12 45327 Essen als Mitarbeiter vorgesehen. Dafür war es notwendig den Sachkundenachweis §34aGewO zu erwerben, jedoch wurde mir ein Bildungsgutschein durch mein Fallmanagement nicht bewilligt, trotz Schriftlicher Einstellungszusage.
Dann habe ab den 27.01.2010 an einer Eignungsfeststellung als Wachmann in der Bundeswehr teilgenommen, die Kosten dafür trug die Firma Sicherheit XY.
Es war lediglich erforderlich ein Polizeiliches Führungszeugnis bei zu bringen welches ich auch bei meinem zuständigem Einwohnermeldeamt beantragte. Dieses Schlug mit 13,00 Euro zu buche.
Aufgrund dessen habe ich am 04.02.2010 Schriftlich die Erstattung der Kosten beantragt. Sowie das Wegegeld für 11 km zum Standort der Bundeswehr am XY-berg in 47589 Uedem.
Auf die Eingereichten Anträge erfolgte bis heute keinerlei Reaktion von Frau Fallmanagerin, lediglich erklärte mir Frau Fallmanagerin Fernmündlich das die Gemeinde Weeze mich in keinster weise Unterstützen würde.
In meinen Augen Unverständlich.
Ich bin zu dieser zeit bei bis zu Minus 10°C mit dem Fahrrad dorthin gefahren und das über 17 Ausbildungstage.
Dann hatte ich am 25.03.2010 ein Vorstellungsgespräch in Nieukerk bei der Firma XY, ich hatte mich Ordnungsgemäß beim Fallmanagement dafür abgemeldet und Frau Fallmanagerin Lud mich zugleich für den folgetag vor. Die Firma XY sagte mir einen Probearbeitstag zu.
Die teilte ich auch Frau Fallmanagerin am Folgetag mit worauf sie sich veranlasst fühlte mit der Firma XY Kontakt auf zu nehmen und sie meinte das ich zum Probearbeiten für 1-2 Tage vorgesehen sei. Ich hatte ihr dann per Handzeichen zu Verstehen gegeben das es nur für einen Tag sei.
Darauf meinte Frau Fallmanagerin dann am Telefon Herr Opfer möchte nur an einem Tag Probearbeiten und das bei einem Praktikum eine Bescheinigung nötig sei.
Davon war weder von mir noch von der Firma XY die Rede!
Und die Aussage dass ich nur an einem Tag Probearbeiten wolle trifft absolut nicht zu und ich Protestiere aufs Schärfste! Das ist eine Frechheit.
Wie stellt die Frau mich dar? So werde ich nie in ein neues Arbeitsverhältnis kommen.
Mir kommt nun immer mehr die Frage auf was macht diese Frau eigentlich und ist sie ihrer Aufgabe überhaupt gewachsen?
Ich meine wie sieht es denn aus wenn die Frau direkt mit Anträgen und Bescheinigungen um sich wirft und meint ich wolle nur einen Tag Probearbeiten?
Außerdem halte ich es für Anmaßend wenn ich bei einem Vorsprache Termin dazu Genötigt werde meine Akte aufzuarbeiten und das dann noch mit der Begründung das dies so Einfacher währe und schneller geht.
Liegt das etwa in meinem Aufgabenbereich?
Auch wurde ich durch Frau Fallmanagerin Bezichtigt mich nicht bei einer durch das Theodor Breuer Haus vorgeschlagenen Praktikumsstelle zu Bewerben, zu meinem Glück konnte ich auch dies Belegen!
Ich fühle mich Genötigt die Presse davon in Kenntnis zu setzten und zu Publizieren wie mit den Arbeitslosen Umgesprungen wird! Es kann in meinen Augen nicht sein was diese Fallmanagerin sich heraus nimmt!
Mit freundlichen Grüßen
OPFER
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