— Kategorie „Schmarotzer” —
— Samstag, 26. März 2011 —
Wer erledigt schon gern Behördengänge? In der Tat gibt es wohl kaum jemanden, der zum Beispiel gern freiwillig einen Termin bei der Bundesagentur für Arbeit wahrnimmt. Denn bei solchen Gesprächen haben Antragsteller und Leistungsempfänger sehr häufig das Gefühl, vom Gegenüber lediglich als "lästiger Bittsteller" angesehen zu werden. Entsprechend barsch und unfreundlich ist somit auch nur allzu häufig der Tonfall. Angesichts der Tatsache, dass das Leben als (Langzeit-)Arbeitsloser ohnehin kein Zuckerschlecken ist, kann ein Dialog mit dem Sachbearbeiter der ARGE also durchaus für noch mehr Frust und Niedergeschlagenheit sorgen.
Auf der anderen Seite des Schreibtisches
Nur wenige "ARGE-Kunden" denken jedoch auch einmal darüber nach, welchen "Widrigkeiten" sich der durchschnittliche Sachbearbeiter nut allzu häufig ausgesetzt sieht. Fakt ist, dass es keineswegs einfach ist, sich Tag für Tag aufs Neue mit Schmarotzern und anderen "schwarzen Schafen" befassen zu müssen. Mit Menschen, die auf alle nur erdenkliche Weise versuchen, zu Geld zu kommen, ohne natürlich dafür arbeiten zu müssen. Und davon gibt es hierzulande mittlerweile wahrlich genug. Auch die zahlreichen, negativen Erlebnisse, mit denen sich wirklich bedürftige Arbeitslose regelmäßig auseinandersetzen müssen, gehen nicht spurlos an ihnen vorüber. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es der ARGE-Sachbearbeiter häufig genug mit gefrusteten, niedergeschlagenen und demotivierten Menschen zu tun bekommt.
Wenn jeder an sich denkt, ist doch an alle gedacht…
Intoleranz, Ignoranz, mangelndes Verständnis und Rücksichtslosigkeit scheinen in dieser, unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einzunehmen. Schlimm genug. Sicherlich könnte es aber für alle Beteiligten, also für "beide Seiten des Schreibtisches" weitaus einfacher sein, wenn jeder für sich versuchen würde, die Situation des Gegenübers zumindest ansatzweise zu verstehen. Frei nach dem Motto: "Dem Sprechenden kann geholfen werden", ließe sich auf diese Weise durchaus so manches Problem aus der Welt schaffen. Aber gerade hier gilt: "Der Ton macht die Musik!"
— Freitag, 12. November 2010 —
Immer wieder ist in den Medien von Zeitgenossen die Rede, die – frei nach "Cindy aus Marzahn" – erst "morgens um viertel nach zwei" aufstehen und bereits seit Jahren auf Hartz-IV-Leistungen "angewiesen" sind. In der Tat ein echtes Ärgernis, denn nicht selten werden Arbeitnehmer, die von morgens acht bis abends fünf (oder noch länger) einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, von dieser "nicht arbeitenden Spezies" noch müde belächelt. Oder ausgelacht. Oder beides. Aber das ist ja nichts Neues…. Traurig, aber wahr. Dennoch immer wieder ein Schlag ins Gesicht eines jeden Steuerzahlers. Und ein weiterer, derber Seitenhieb für all' jene, die wirklich auf soziale Leistungen vom Staat angewiesen sind. Als hätte man es nicht ohnehin schon schlimm genug.
Einfach keine Lust auf Arbeit…
Wie die "Bild der Frau" erst unlängst berichtete, ist zum Beispiel Arno Dübel einer von ihnen. Unter chronischer Arbeitsunlust leidend hat er sich im Laufe der Jahre hierzulande einen Namen gemacht als der wohl dreisteste Arbeitslose überhaupt. Seit nunmehr sage und schreibe 36 (!) Jahren verteidigt er diesen "Titel" offensichtlich mit großer Vehemenz. Und ist auch noch stolz darauf. In der Tat ein zweifelhafter Berühmtheitsstatus. Aber Arno Dübel sieht das alles anders. Zwar wurde ihm zwischenzeitlich immer mal wieder die "Stütze" gestrichen, weil er Termine bei der ARGE nicht "wahrnehmen konnte", aber das nimmt der Gute stets mit der nötigen Portion Humor. Denn mittlerweile kassiert er (natürlich) fröhlich weiter ab. 359 Euro Monat für Monat. Nicht gerechnet die regelmäßigen Mietaufwendungen, die das Amt ebenfalls für ihn übernimmt.
Grauzonen und Gesetzeslücken schonungslos ausnutzen: Tipps von Arno Dübel gibt's (vielleicht) gratis…
Eines der Probleme in diesem unserem Lande ist in jedem Fall die "soziale Ader", die Dübel und tausende andere Schmarotzer gnadenlos für sich zu nutzen wissen. Schließlich ist es bislang (noch) nicht strafbar, keine Lust zum Arbeiten zu haben oder unter dem berühmt-berüchtigten "Faulfieber" zu leiden. Liebe Regierung, wenn man ehrlich ist, sind das doch wahrlich Gründe genug, um endlich etwas zu verändern, nicht wahr…?!

— Sonntag, 22. August 2010 —
Ein häufig diskutiertes Thema; ganz gleich, ob an der Supermarktkasse, beim Stammtisch oder vor der Bäckertheke: zwar sind die Meinungen diesbezüglich geteilt, aber dennoch ist der Tenor oftmals derselbe. Denn es fällt in der Tat auf, und da geben im Übrigen sogar die offiziellen Statistiken Recht, dass hierzulande weitaus mehr Bürger mit Migrationshintergrund (so lautet bekanntlich die offizielle Bezeichnung…) von Hartz-IV-Leistungen profitieren, als dies bei Deutschstämmigen der Fall ist. So sind viele Menschen in diesem Zusammenhang der Meinung, dass es sich dabei keineswegs nur um einen Zufall handelt, sondern dass pure Absicht, ja, sogar Berechnung seitens der "Neubürger" dahintersteckt.
Absicht, oder einfach nur ein unzureichender Bildungshintergrund?
Schließlich spricht es sich ja auf "internationaler Ebene" geradezu "wie ein Lauffeuer" herum, dass man hierzulande durchaus finanzielle Leistungen in Anspruch nehmen kann, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen. (Frage: Wie verhält sich die Sachlage umgekehrt für Deutschstämmige in den jeweiligen Ländern? Hätten "Otto Normalverbraucher" und "Lieschen Müller" vor Ort dieselben Rechte auf eine finanzielle Unterstützung?)
Klar, dass derartig "attraktive" Gegebenheiten weithin großen Anklang finden. Aber natürlich erheben bei derartigen Vermutungen viele Menschen auch entrüstet den Zeigefinger und geben stattdessen allein dem in der Regel eher mangelhaften Qualifikationshintergrund die Schuld dafür, dass es Bürgern "mit Migrationshintergrund" hierzulande so schwer gemacht wird, eine "seriöse" Arbeit zu finden…. Schlechte Deutschkenntnisse, eine oftmals nur geringe Allgemeinbildung, mangelnde Anerkennung von Abschlusszertifikaten hierzulande et cetera sind diesbezüglich in erster Linie zu nennen.
Es besteht Handlungsbedarf
Immerhin beziehen in Deutschland sage und schreibe 6,7 Millionen Menschen Hartz-IV-Leistungen. Durchaus nachvollziehbar also, dass sich da der eine oder andere Steuerzahler so seine Gedanken macht…. Grund genug in jedem Fall, dass die Arbeitsagenturen planen, gerade diese Menschen im Rahmen ihrer umfangreichen Vermittlungstätigkeiten intensiver zu berücksichtigen. Harte Zeiten….