— Kategorie „Politik” —
— Samstag, 25. September 2010 —
Die "Hinhalte-Taktiken" von Seiten der Regierung sind nach Ansicht vieler deutscher Hartz-IV-Empfänger schlichtweg nicht mehr zu ertragen. Denn mal heißt es, die Hartz-IV-Sätze werden erhöht. Dann wiederum wird in den Medien verlautbart, Langzeitarbeitslose müssen mit allem rechnen, nur nicht mit der Anhebung der sozialen Leistungen. Und erst kürzlich war wieder einmal die Rede von einer geplanten Erhöhung der Hartz-IV-Sätze. Niemand weiß offenbar genau, was werden wird. Am allerwenigsten die Betroffenen selbst.
Ein Armutszeugnis der Regierung…
Es ist schon schlimm genug, dass Langzeitarbeitslosen oft eine gewisse Affinität zu Bier und Zigaretten vorgeworfen wird. (Vielen ist der Genuss von Alkohol & Co. aber doch gar nicht gestattet…?) Die finanzielle Unterdrückung durch den Staat wird von vielen deutschen Bürgern dahingegen als noch schlimmer empfunden. Immer neue, willkürliche Aktionen, immer neue "Neuberechnungen" der Leistungssätze….
359 Euro – oder doch 379 Euro? Grundsätzlich bleibt es sich eh' gleich
Frau Merkel und ihre "Mannen" haben sich aktuell offensichtlich doch auf eine Erhöhung der Regelsätze für das "Beinahe-Basisgeld" geeinigt. Ist Frau von der Leyen mit ihrem Vorschlag letztendlich noch gescheitert, zumindest durch die Umbenennung von Hartz-IV-Zuwendungen in "Basisgeld" einen positiveren Touch zu erzielen, so zeichnen sich vielleicht dennoch Verbesserungen auf dem Hartz-IV-Segment ab. Um sage und schreibe 20 Euro mehr soll das Hartz-IV-Geld in Zukunft angehoben werden. Na, wenn das nichts ist….
Ganz nebenbei wird sich jedoch wohl auch noch in Zukunft jeder (wirklich) Bedürftige die Frage stellen, wie um alles in der Welt es denn sein kann, dass es so viele Menschen gibt, die trotz der offensichtlich unverschämt niedriger Hartz-IV-Sätze mit schicken Autos von Dönerbude zu Dönerbude fahren können. Auch regelmäßige Verwandtschaftsbesuche im Ausland scheinen bei all' den "ach so schlechten, finanziellen Verhältnissen" hierzulande für viele kein Problem zu sein.
Ein Tipp für Merkel & Co: Kosten sparen kann so einfach sein: mehr Kontrollen und stichprobenartige Überprüfungen – und zwar an den richtigen (!) Stellen.
— Sonntag, 12. September 2010 —
Gut geplant ist halb gewonnen. Nicht nur, dass Sarrazin durch sein erst vor kurzem veröffentlichtes Buch jede Menge Geld in die eigene Haushaltskasse fließen lassen kann…
Posten, Pleiten und Pensionen
Auch die Tatsache, dass er sich seinen Abschied von seinem Posten als Bundesbank-Vorstand offensichtlich sehr gut bezahlen lässt, macht es so gut wie aussichtslos, dass er jemals am eigenen Leibe spüren müsste, wie hart das Leben als bedürftiger Hartz-IV-Empfänger sein kann. Und in diesem Zusammenhang werden einem unwillkürlich seine einstigen, "maßgeschneiderten" Finanzierungsvorschläge wieder ins Gedächtnis gerufen, die noch zu Beginn des Jahres unter anderem aufzeigen sollten, dass es sich sehr wohl von 1,35 Euro (je Frühstück / Tag) leben lassen kann.
Gewusst, wie…!
Zwar steht Thilo Sarrazin durch seinen Rücktritt eh' eine recht stattliche Pension zu, aber damit wohl nicht genug. Wie aktuell "durchsickerte", erhält er mehr als 1.000 Euro zusätzlich (!) pro Monat durch seinen – ebenfalls wohldurchdachten – Deal mit dem Bundespräsidialamt. Da weiß also offensichtlich jemand, wie's geht bzw. wie man hierzulande leicht zu Geld kommen kann…. Ein Mann mit dem nötigen Durchblick also. Ähnlich wie so mancher Schmarotzer übrigens, der zwar Hartz-IV-Leistungen bezieht, aber in Wirklichkeit nicht wirklich bedürftig ist. Aber schon 359 Euro (Hartz-IV-Regelsatz) sind doch schließlich auch ein "nettes Sümmchen", das man getrost Monat für Monat in die Heimat überweisen kann….
Diesbezüglich stellt sich im Übrigen die Frage, wer denn überhaupt die Menschen sind, die mit einem augenscheinlich riesigen Interesse das Buch Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" lesen und dafür pro Exemplar auch noch rund 22 Euro hinzublättern bereit sind. Allein die Tatsache, dass mittlerweile sogar die 6. Auflage weitestgehend ausverkauft ist, spricht Bände. Hand aufs Herz: gibt es hierzulade tatsächlich Bürger, eine Investition tätigen für etwas, mit dem sie eigentlich gar nicht einverstanden sind? Wohl kaum….
— Sonntag, 5. September 2010 —
Die Kirche hat in diesen Zeiten eigentlich genug mit sich selbst zu tun…, so jedenfalls könnte man meinen. Doch diese jahrtausendealte Institution soll sich trotz all' der Schwierigkeiten, in denen sie bedingt durch die furchtbaren Machenschaften einiger ihrer "Ober-Schäfchen" ja bekanntlich selbst steckt, für die Menschen einsetzen, denen es aus finanzieller Sicht eher nicht so gut geht. Dieses Ziel jedenfalls verfolgt die Ex-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, die nämlich jetzt explizit zum Widerstand gegen die Bundesregierung aufgerufen hatte.
Politisches "Engagement"
Hintergrund des Ganzen ist die so genannte "Wächterrolle", welche die Kirche – zumindest nach Ansicht von Frau Käßmann – angeblich noch immer innehat. Wer's glaubt….. Die Streichung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger zum Beispiel könnte schließlich keineswegs so einfach hingenommen werden. In diesem Fall könnte man Frau Käßmann allerdings durchaus Recht geben. Wie dem auch sei: sicherlich könnte auf diese Weise wohl auch versucht werden, die Kirche zumindest ansatzweise wieder ins "rechte Licht zu rücken".
Die Armen werden noch ärmer – Perspektivlosigkeit inklusive
Viele sind sich angesichts der drohenden Einschneidungen im Zusammenhang mit Hartz-IV-Leistungen einig: eine soziale Schieflage ist über kurz oder lang in jedem Fall vorprogrammiert. Aber vielleicht könnte in diesen schwierigen Zeiten die Etablierung einer weiteren Partei Abhilfe schaffen, wer weiß? Das Stichwort "Sarrazin dürfte diesbezüglich bei dem einen oder anderen Bürger die "Alarmglocken" zum Läuten bringen. Fakt ist, dass hinter vorgehaltener Hand die Mehrheit der deutschen Bürger dem umstrittenen (Noch-)Bundesbank-Vorstand sehr wohl beipflichtet. Aber das ist noch nicht alles, denn wie sich unlängst durch Befragungen herausstellte, sind sage und schreibe 18 Prozent (!) der Deutschen für die Gründung einer "Sarrazin-Partei"! Ein Umstand, der in der Tat Bände spricht….
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