— Kategorie „Ihre Geschichte” —

— Mittwoch, 23. November 2011 —

Arbeitslose machen den Job der Vermittler in den Agenturen für Arbeit [ Keine Kommentare ]

Es ist schon merkwürdig, was man sich heute alles gefallen lassen muss, wenn man arbeitslos ist. Da sitzen in der Agentur für Arbeit hoch bezahlte und angeblich qualifizierte Leute, die einem helfen sollen, wieder ins Berufsleben zurückzufinden. Deren Hauptaufgabe besteht jedoch darin, dem Arbeitslosen die Suche nach Arbeit allein zu überlassen. Wie sonst soll man sich erklären, dass jeder Arbeitslose eine Vereinbarung unterschreibt, in der er sich dazu verpflichtet, wöchentlich eine bestimmte Anzahl an Bewerbungen durchzuführen. Seine Bemühungen muss er natürlich auch belegen.

Wer sich nicht selbst bemüht, der wird bestraft

Kann man die entsprechenden Bewerbungen einmal nicht nachweisen und dafür keine plausible Erklärung liefern, dann werden sofort Kürzung der Leistung und andere Sanktionen angedroht. Lustig wird es aber erst dann so richtig, wenn sich ein Arbeitsvermittler doch einmal die Mühe macht und seinem Kunden einen Job vermitteln möchte. Diese Jobangebote sind oftmals veraltet. Wenn man sich dort bewirbt, hört man vom potenziellen Arbeitgeber, dass die Stelle doch schon seit Langem besetzt ist. Der Arbeitsvermittler hat aber etwas für sein gutes Gewissen getan.

Warum setzt man nicht wirklich qualifizierte Leute in der Agentur ein?

Es ist wirklich schade, wenn man in solchen Momenten immer wieder erkennen muss, wie leichtfertig der Staat und seine Institutionen Geld aus dem Fenster werfen. Es wäre angebracht, mehr auf die Ausbildung der Arbeitsvermittler in der Agentur zu achten und auch die Angebote von gewissen Arbeitgebern besser zu hinterfragen. Das könnte den Arbeitslosen eine Menge Zeit und Ärger ersparen. Gleichzeitig könnte man dadurch die Zahl an qualifizierten Vermittlungen erhöhen, aber wer hört denn schon auf einen Arbeitslosen?

— Donnerstag, 17. November 2011 —

Ausländer bekommen von der ARGE mehr Jobangebote [ Ein Kommentar ]

Ich erinnere mich gerne an meine Erlebnisse in einer Weiterbildung. Es war ein mehrwöchiger Kurs, damit man die Grundlagen für eine Tätigkeit in einem Call-Center erlangen konnte und es waren viele Kursteilnehmer, die sich diesen Kurs ausgesucht hatten, aber auch Kursteilnehmer, die vom Arbeitsamt in diesen Kurs faktisch gedrängt wurden. So auch ein sehr netter türkischer Mann, der zwar seit einigen Jahren schon in Deutschland war, aber keine großen Deutschkenntnisse erlangt hatte. So verstand er sehr wenig vom Lehrstoff und bald war klar, dass er als Call-Center-Agent nicht die beste Wahl war, da er nicht verstehen würde, was sein Gegenüber in der Leitung von ihm wissen wollte.

Deutsche Bürokratie schlägt seltsame Kapriolen

Der Kurs war schnell vorüber und weil wir sehr nette Kollegen waren, haben wir uns nachher noch mehrmals getroffen. Da wurden natürlich auch die Erfahrungen bei der Arbeitssuche besprochen und so mancher war frustriert, dass er auch nach Monaten immer noch keine Arbeit gefunden hatte. So ging natürlich auch die Frage rundum, wieviele Angebote man denn vom Arbeitsamt bekommen hätte und jeder schüttelte den Kopf und sagte, dass man überhaupt keine Angebote von dieser Stelle erhalten hätte. So ging es durch die ganze Runde bis auf einmal Deniz an der Reihe und mit Freuden berichtete, dass er sehr viele Angebote vom Arbeitsamt erhalten hätte. Aber leider wären die Angebote nichts für ihn, weil die Arbeitgeber immer gleich merken würden, dass er über sehr wenig verfügen würde. So herrschte bei fast allen Unverständnis über diese Verfahrensweise, aber so mancher war auch ganz schön sauer, weil diese Unterstützung bei der Arbeitssuche hätte sich jeder gerne gewünscht.

— Montag, 14. November 2011 —

Prüfe wer zusammenzieht! [ Keine Kommentare ]

Meine Selbständigkeit lief leider nicht ganz so wie ich mir das vorgestllt habe. Irgendwann hab ich es mir eingestanden und bin zur Argentur für Arbeit. Dass ich Hartz IV erhalten würde, habe ich schon geahnt. Doch wenn man im Monat mehr Kosten als Einnahmen hat, ist auch dieser Weg recht.

Die Würde des Menschen!

Leider wurde ich auf dem Arbeitsamt nicht sehr freundlich empfangen worden. Ich bin mir etwas verloren vorgekommen. Mir wurde der Antrag in die Hand gedrückt und wieder nach Hause geschickt. Der Hinweis, dass ich alles darlegen muss, wenn ich Hartz IV beantrage, wurde mir auch noch mitgegeben. Ich hätte auch die Wahl dies nicht zu tun, jedoch bekomme ich dann auch kein Geld. Ich habe mich für den Antrag entschieden und alle Kontodaten und Ersparnisse vorgelegt und habe dann ungefähr 300 Euro erhalten, da ich noch nebenbei mit der Selbständigkeit minimal dazuverdienen würde. Nach ein paar Monaten bin ich mit meinem Freund in eine Wohnung gezogen. Dieser hatte einen Job und verdiente ca. 2000 Euro brutto. Somit wurde mir Arbeitslosengeld 2 komplett gestrichen, da ich in einer Bedarfsgemeinschaft lebe und mein Freund für mich aufkommen soll. Wir waren nicht verheiratet, sondern haben nur zusammen gewohnt. Ich war nicht einmal noch krankenversichert. Ich musste also den Pflichtbeitrag bei meiner Krankenkasse zahlen ohne einen Cent verdient zu haben. Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe nochmals beim Amt nachgefragt. Die Aussage war dann, wenn mein Freund auch arbeitslos wäre, würde ich Geld wieder bekommen. Das ist sehr motivierend. Gott sei Dank habe ich dann drei Monate später eine Arbeit gefunden.

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  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...