— Kategorie „Deutschlands Alltag” —

— Samstag, 3. September 2011 —

Schlechte Personalführung – “Innere Kündigung” [ Keine Kommentare ]

Ein gutes Betriebsklima ist nach Ansicht vieler Arbeitnehmer das A und O, um zu gewährleisten, dass man sich auf Dauer in einem Unternehmen „wohlfühlen“ kann. Ein „gutes Gefühl“ am Arbeitsplatz zu haben, motiviert schließlich ungemein. Und wer fährt schon gern mit „Bauchschmerzen“ oder einem „unguten Gefühl in der Magengegend“ allmorgendlich zur Arbeit? Trotzdem gab eine kürzlich von der Hochschule Osnabrück durchgeführte Studie nun Grund zur Sorge. Denn wie das Forschungsteam im Rahmen der Untersuchung herausfand, sei das Interesse der meisten Chefs und Vorgesetzten an guter Personalführung nahezu gleich Null. Befragt wurden Entscheidungsträger aus insgesamt 118 deutschen Unternehmen. Dabei waren folgende Branchen vertreten: produzierendes Gewerbe, Handel, Finanzen und Industrie.

Ein wahrlich „demotivierendes“ Studienergebnis

Wie Carsten Steinert, Professor für Personalmanagement der Uni Osnabrück erklärte, sei eine schlechte Personalführung letztendlich einer der Gründe für die „innere Kündigung“ von Mitarbeitern. Das heißt, dass der Arbeitnehmer infolge dieser Unzufriedenheit im Job lediglich noch „Dienst nach Vorschrift“ leiste. Im Endeffekt sei eine solche Konsequenz mit frappierenden Folgen für das Unternehmen selbst verbunden. Die meisten Arbeitnehmer mit Führungsverantwortung tolerieren der Studie zufolge sogar eine mangelhafte Personalführung. Solange das operative Gesamtergebnis des Unternehmens passe, habe man kein Problem mit schlechter Personalführung. Harter Tobak, zumal auf diese Weise klar ersichtlich ist, welchen Stellenwert ein Arbeitnehmer in einem Unternehmen tatsächlich hat. Menschlichkeit scheint da in der Tat auf der Strecke zu bleiben.

Weniger Wertschätzung – schlechtere Leistungen

Etwas Lob hier und da kann sicherlich nicht schaden. Dass sich dies zum Teil maßgeblich auf die Motivation von Arbeitnehmern auswirken kann, hat eine andere Untersuchung unlängst unter Beweis gestellt. Die Leistungen von Arbeitern und Angestellten mehr wertzuschätzen bzw. dem Aspekt einer qualifizierten Personalführung einen höheren Stellenwert beizumessen, wirkt sich demgemäß einerseits auf die Leistungen bzw. auf die Motivation eines Menschen aus. Andererseits lassen sich durch den daraus resultierenden Mehreinsatz Kosten nachhaltig senken. Die finanziellen Aufwendungen für entsprechende Personalführungsseminare würden sich somit langfristig in jedem Fall rechnen.

 

Quelle: http://www.finanzen100.de/nachrichten/chefs-haben-kaum-interesse-an-guter-personalfuehrung_H830351873_1-1-22308/

— Freitag, 2. September 2011 —

Von wegen “Wachstum” – so lassen wir uns täuschen [ Keine Kommentare ]

Wie das Statistische Bundesamt unlängst bekanntgab, ging die Zahl der Männer in „normalen“ Beschäftigungsverhältnissen um sage und schreibe 44.000 zurück. Derartige Statistiken bringen das Bild, das die Bundesagentur für Arbeit uns von den Gegebenheiten am Arbeitsmarkt weismachen will, ganz schön ins Straucheln.

Und tatsächlich sind viele Bürger hierzulande ohnehin schon lange der Meinung, dass es keineswegs auf die Qualität der Jobs geht, sondern schlicht und einfach um die Quantität. Soll heißen, dass die Statistiken der Arbeitsagenturen geschönt werden, was das Zeug hält.

Hauptsache, die Quote stimmt

Wichtig ist schließlich, dass die „Fassade“ nicht (noch) weiter bröckelt. Wenn man aber mal an der „Oberfläche kratzt“, erkennt man, wie es darunter aussieht. Dass es dabei nämlich nur in zweiter Linie darauf ankommt, welche Bedingungen die Arbeitnehmer zum Teil in Kauf nehmen und zu welchen Konditionen sie arbeiten müssen, ist – nach außen hin – meist Nebensache.

Merkel, von der Leyen & Co. freuen sich. Der kleine Mann hat das Nachsehen

Wenn man bedenkt, dass von den derzeit rund 31 Millionen Menschen, die in der Statistik als „abhängig Beschäftigte“ geführt werden, gerade einmal ein Viertel als „normal erwerbstätig“ gilt, ist das schon äußerst denkwürdig. Fakt aber ist in der Tat, dass 25 Prozent geringfügig Beschäftigte (Minijobber), Teilzeitbeschäftigte oder Leiharbeiter sind.

Überhaupt hat die Zahl der Leiharbeiter hierzulande massiv zugenommen. Mittlerweile sind sogar 870.000 Zeitarbeiter/innen in Deutschland registriert. Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass Leiharbeiter oft nicht nur weniger als die Hälfte dessen verdienen, was „Normalerwerbstätige“ am Monatsende in der Tasche haben. Sondern etwa 27 Prozent von ihnen sind sogar nurmehr als befristete Arbeitnehmer angestellt. Mal ehrlich: unter derartigen Voraussetzungen ist es wahrlich nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr „Arbeitnehmer“ der Ansicht sind, ein Leben als Hartz-IV-Empfänger sei weitaus „lukrativer“. Für’s Nichtstun Geld bekommen – wer würde sich das nicht auch wünschen?

 

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=10145#more-10145

— Sonntag, 28. August 2011 —

Sieht sich die Bundesagentur für Arbeit bald finanziellen Problemen gegenüber? [ Keine Kommentare ]

Getreu dem Leitsatz: „Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt…“, hat sich am Arbeitsmarkt hierzulande mal wieder einiges getan. Während immer mehr Unternehmen nach der mittlerweile offenbar überstandenen Wirtschaftskrise in Erwägung ziehen, neue Mitarbeiter einzustellen, und somit „mit dem Strom zu schwimmen“, lief bei der Bundesagentur – wie sollte es anders sein – wieder einmal vieles anders. Wie nämlich in den Medien verlautbart wurde, sollten in der nächsten Zeit zahlreiche Stellen bei den Arbeitsämtern gestrichen werden.

„Es gibt viel zu tun. Lassen wir’s liegen!“

Stellenabbau trotz massenhaft unerledigter Akten? Der Ansturm auf die Arbeitsagenturen und Jobcenter war insbesondere in den letzten Jahren ganz besonders hoch. Während die meisten Unternehmen aus Industrie und Handwerk bekanntlich teils massive Probleme hatten, ihre Mitarbeiter zu halten, wusste man bei der Bundesagentur für Arbeit häufig nicht einmal, wie die anfallenden Aufgaben überhaupt erledigt werden könnten. Nichtsdestotrotz entschied man sich „ganz oben“ aber dennoch dafür, Stellen zu streichen. Nun wiederum sieht das Ganze anders aus….

Feste Jobs für Mitarbeiter der Jobcenter

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes müssen die Verträge von mehr als 4.000 Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt werden. Und das, obwohl doch von Stellenabbau die Rede war…. Zwar sind offiziellen Angaben zufolge noch nicht alle Mitarbeiter „untergebracht“, aber „man arbeite daran“. Bislang war jeder sechste Arbeitsplatz in der Bundesagentur für Arbeit befristet. Grundlage für diese Regelung war eine Argumentation im Haushaltsplan der Behörde. Demnach seien die zur Verfügung stehenden Mittel überwiegend für befristete Arbeitsverträge vorgesehen. Diese „Klausel“ dürfe aber nach Ansicht der Richter künftig nicht weiter gelten. Hat die Bundesagentur für Arbeit künftig aufgrund der zu erwartenden finanziellen Mehrbelastung gegebenenfalls gar mit zusätzlichen Problemen zu rechnen? Wird man die zusätzlichen Kosten „stemmen“ können? Man darf in jedem Fall gespannt sein, wie sich das Ganze weiter entwickelt.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,779777,00.html

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  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...