— Kategorie „Deutschlands Alltag” —
— Freitag, 28. Januar 2011 —
"…und kostet Benzin auch drei Mark zehn…" – diese in den Achtzigern noch utopisch erscheinende Songzeile war zu DM-Zeiten sicherlich nur als lustiger Scherz gedacht. Wie sehr sich das Blatt jedoch wenden kann, hätte damals wohl kaum jemand für möglich gehalten. Denn heute sieht das Ganze in der Tat ein wenig anders aus. Die Spritpreise sind ins schier Unermessliche angestiegen. Welcher Hartz-IV-Empfänger kann sich allein anhand solcher Dimensionen überhaupt noch ein Fahrzeug leisten? Es ist mitunter nicht einmal für den durchnittlichen deutschen Arbeitnehmer ohne Weiteres möglich, einen fahrbaren Untersatz zu finanzieren. Und nun auch noch das:
Experten sehen noch größere, finanzielle Belastungen voraus
Wie aktuelle Statistiken nun ergeben haben, gehen renommierte Fachleute davon aus, dass Deutschland schon sehr bald von einem massiven Anstieg der Inflationsrate betroffen sein wird. Das bedeutet also, dass die Lebenshaltungskosten hierzulande in den nächsten zwei bis drei Jahren rapide ansteigen werden. Und das Schlimmste: die zu erwartende Teuerungswelle wird voraussichtlich mehrere Jahre lang anhalten. In der Tat bedrohliche Aussichten….
Neue Probleme für Bedürftige
Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist bekannt, dass viele Hartz-IV-Empfänger mit den ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln ganz und gar nicht auskommen. Trotz massivster Sparmaßnahmen! Nur allzu häufig heißt es im Volksmund, dass "am Ende des Geldes meist noch sehr viel Monat übrig sei. Was also kommt da auf die Bedürftigen in Zukunft noch zu? Wie soll es unter den Voraussetzungen künftig überhaupt noch möglich sein, ein menschenwürdiges Dasein zu führen, ohne noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden? Fragen über Fragen also, die es allesamt zu klären gilt. Am besten so schnell wie möglich, im später nicht wieder vor einem Riesenberg unlösbarer Probleme zu stehen….
— Sonntag, 23. Januar 2011 —
Wo in diesem, unserem Lande immer wieder zum Teil harsche Kritik von Seiten der deutschen Bürger im Hinblick auf die angebliche, soziale Gerechtigkeit laut wird, hat nun auch die Bertelsmann Stiftung eine Studie in Auftrag gegeben. Und als hätte man es bereits geahnt, schneidet Deutschland im internationalen Vergleich gerade mal mittelmäßig ab. Wenn es um die Aspekte Langzeitarbeitslosigkeit, Bildung und Armut geht, schaffen wir mit "Ach und Krach" den 15. Platz. Die Rede ist in diesem Zusammenhang von der weitestgehend erfolglosen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sowie von der mangelhaften Fähigkeit, die hierzulande herrschende Armut effektiv zu bekämpfen. Auch in Sachen Bildungsgerechtigkeit sind viele andere Staaten Deutschland um Längen voraus. Ein wahrhaft enttäuschendes und zugleich sehr aussagekräftiges Ergebnis!
Handlungsbedarf ist gefragt – in vielerlei Hinsicht
Fakt ist, dass sage und schreibe jedes neunte (!) Kind in armen Verhältnissen aufwachsen muss. Fakt ist aber auch, dass es trotz aller Bemühungen vielen Arbeitssuchenden durch Hindernisse unterschiedlichster Art einfach nicht möglich gemacht wird, eine feste, seriöse berufliche Tätigkeit zu bekommen. Alles nur Vorurteile? Mag sein. Wie man im Rahmen der Studie nämlich darüber hinaus herausfand, ist es in den meisten Fällen sehr wohl davon abhängig, welchen sozialen Hintergrund der Einzelne jeweils hat. Man sollte es allerdings nicht allein dabei bewenden lassen, dass es um unsere statistischen Werte derartig schlecht bestellt ist. Vielmehr sollte diese Studie ein (weiterer) Anreiz dafür sein, endlich umzudenken und im Zuge dessen wichtige Dinge zu verändern!
Resultate, die zu denken geben
Was aber machen Länder wie Schweden, Island, Dänemark, Finnland oder Norwegen besser? Die Tatsache, dass sogar Tschechien oder Ungarn in Sachen Kinderarmut besser abschneiden, als Deutschland, ist in jedem Fall äußerst denkwürdig. Und als wäre all' das nicht schon schlimm genug, fand man Deutschland bei der Integrationsfrage auch nur unter "ferner liefen…". Die Türkei rangiert in den meisten der vorgenannten Bereiche übrigens auf den letzten Plätzen….
— Samstag, 22. Januar 2011 —
Ein stetes Hoffen und Bangen: zunächst hieß es, die geplante Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze würde nun doch nicht durchgesetzt. Dann war in den Medien immer mal wieder zu hören, dass Langzeitarbeitslose sehr wohl mit einer gewissen Erhöhung ihrer Leistungen rechnen könnten. Und das schon sehr bald. Tatsächliche Entscheidungen wurden auf Regierungsebene jedoch bis dato nicht getroffen. Und so scheinen die Spekulationen in diesem Zusammenhang einfach kein Ende nehmen zu wollen. Was nun? Seit einigen Tagen hört man häufig, dass in diesem Jahr die Hartz-IV-Sätze sogar gleich zwei Mal angehoben werden sollen. Was soll der kleine Mann auf der Straße denn nun glauben? Ist all' das Hin und Her wieder nur eine gezielte Irreführung bedürftiger Bürger? Man wird sehen. Wie immer heißt es also auch jetzt: abwarten und der Dinge harren, die da noch kommen mögen….
Gleich zwei Steigerungen in Sachen Hartz-IV?
Wie die "Süddeutsche Zeitung" unlängst berichtet hatte, wird aktuell heiß darüber debattiert, dass in diesem Monat die Hartz-IV-Leistungen um fünf Euro angehoben werden sollen. Selbiges ist für den Juli geplant. In Anlehnung an die Angaben des Statistischen Bundesamtes im Zusammenhang mit der aktuellen Lohn- und Preisentwicklung kann also im Sommer gut und gerne mit einer weiteren Erhöhung von fünf Euro gerechnet werden. Die Grundlage dieser Pläne bilden unter anderem auch die in vielen Branchen erhöhten Löhne und Gehälter.
Werden bald womöglich erneut kritische Stimmen laut?
Inwiefern gerade dieser Umstand jedoch die letztendliche Erhöhung der Einkünfte auch für die nicht arbeitende Bevölkerung rechtfertigt, wird sicherlich schon bald erneut für heiße Diskussionen bei den Bürgern sorgen. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass die Verbraucher zwar im Jahre 2009 mit gestiegenen Lebensmittelpreisen zu rechnen hatten, nicht aber in diesem Jahr. Aussagen führender Politiker mit dem Tenor: "Arbeit müsse sich endlich wieder lohnen" klingen angesichts dessen nach Meinung immer mehr Arbeiter und Angestellter in der Tat wie Hohn.
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