— Kategorie „Deutschlands Alltag” —

— Sonntag, 20. Februar 2011 —

Finanznöte einmal anders… [ Keine Kommentare ]

Während sich die einen Tag für Tag aufs Neue Gedanken machen müssen, wie bzw. wovon das nächste Essen auf den Tisch kommt, oder wie vielleicht mal ein kurzer Familienurlaub auf die Beine gestellt werden könnte, haben die Herren Politiker – wie sollte es anders sein – zurzeit andere Dinge im Kopf. In Anbetracht der gegenwärtigen Hartz-IV-Verhandlungen wundert sich so mancher Bürger, warum sich das Ganze bereits so lange hinzieht. Eine Hartz-IV-Erhöhung von gerade einmal fünf bzw. acht Euro im Monat kann doch schließlich nicht mit einem solchen Planungsaufwand verbunden sein. Scherz beiseite. Wie der Spiegel mitteilte, stehen im Rahmen dieser Verhandlungen auch noch andere Themen auf der To-Do-Liste….

 

Droht auch der Bundesagentur selbst ein Finanzloch?

Wenn man bedenkt, dass der Bund nach und nach sowohl die Kosten bei Erwerbsminderung, als auch für die Grundsicherung im Alter zu übernehmen gedenkt, wird deutlich, dass sich wohl einiges tun wird. Zum Ausgleich ist in diesem Zusammenhang geplant, die Bezuschussung aus der Umsatzsteuer an die Bundesagentur step by step zu reduzieren. Und zwar bis zu einer Höhe von maximal fünfzig Prozent des bisherigen Wertes.

 

Fünf Euro? Acht Euro? 9,6 Millionen Euro….

Sofern diese Planungen tatsächlich realisiert werden, droht der Bundesagentur bis spätestens 2015 ein Schuldenberg von sage und schreibe 9,6 Millionen Euro. In der Tat ein beträchtliches Sümmchen…. Noch einmal zur Erinnerung: im Hinblick auf die geplante künftige Unterstützung langzeitarbeitsloser Bürger geht es aktuell um eine mögliche Anhebung des Hartz-IV-Satzes rückwirkend zum 1. Januar. Im Sommer würde gegebenenfalls ein weiterer Zuschlag folgen; diesmal in Höhe von drei Euro. Das bedeutet, dass Hartz-IV-Empfänger nicht mehr nur 359 Euro zum Leben hätten, sondern 367 Euro. Wenn man lange genug spart, ist es ja vielleicht doch noch eines Tages möglich, den lang ersehnten Familienurlaub zu unternehmen. Die Herren Politiker machen sich dahingegen wohl auch trotz des drohenden Finanzlochs keine Sorgen. Hauptsache, die nächste Wahl verläuft erfolgversprechend. Armes Deutschland….

— Sonntag, 13. Februar 2011 —

Auch Arbeitnehmer haben es nicht leicht… [ Keine Kommentare ]

Mit Ehrgeiz und Engagement Tag für Tag im beruflichen Alltag zu bestehen, ist die eine Sache. Für gute, zum Teil sogar herausragende Leistungen hingegen adäquat entlohnt zu werden, ist in diesem Zusammenhang eine ganz andere. Denn bekanntlich ist es in der heutigen Zeit beileibe keine Selbstverständlichkeit, für gute Arbeit auch gutes Geld verlangen zu können. Bei so manchem Hartz-IV-Empfänger wiederum sieht das Ganze oftmals anders aus. Denn viele bekommen für jahrelanges Nichtstun Geld. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Aber das ist eine ohnehin bekannte "Never-ending-Story", die also wohl weiterhin immer wieder für rege Diskussionen sorgen wird. 

 

Engagement braucht Anerkennung

Viele Jobsuchende, die auf "herkömmlichem" Wege nicht auf Anhieb eine neue, berufliche Tätigkeit finden, nutzen aus der Not heraus die Option, die Hilfe eines Zeitarbeitsunternehmens in Anspruch zu nehmen. So weit, so gut. Eine durchaus löbliche Alternative. Jedoch ist Fakt, dass die Differenz im Vergleich zum Gehalt eines Arbeitnehmers, welcher nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist, häufig weit unterhalb des Durchschnitts liegt. Traurig, aber wahr. Und so bringt zum Beispiel eine aktuelle DGB-Studie die folgende, durchaus erschreckende Statistik zutage, die vor allem die Herren Politiker endlich zum Nachdenken animieren sollte. Jeder achte (!) Arbeitnehmer, der für eine Zeitarbeitsfirma tätig ist, ist auf die zusätzliche Unterstützung durch Hartz-IV-Leistungen angewiesen.

 

Vielversprechende Aussichten?

Wie der DGB darüber hinaus mitteilte, handelt es sich hierzulande um sage und schreibe 92.000 Leiharbeiter, die auf staatliche Unterstützung setzen müssten, weil sie anderenfalls finanziell nicht über die Runden kämen. Das bedeutet demnach, dass arbeitswillige, qualifizierte Arbeitnehmer Tag für Tag dieselbe Arbeit verrichten müssen, wie regulär in Vollzeit Beschäftigte. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass Erstere in gewisser Weise regelmäßigen, staatlichen Kontrollen unterliegen und von Zeit zu Zeit Einkommensnachweise et cetera einreichen müssen. Ebenso "erniedrigend" ist aber vor allem die Tatsache, dass harte Arbeit nicht immer gute Früchte trägt.

— Samstag, 12. Februar 2011 —

Die einen so, die anderen so… [ Keine Kommentare ]

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Bürger hierzulande Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen (wollen), die aber sehr wohl aufgrund sozialer, gesundheitlicher oder anderer Gegebenheiten "jobtauglich" wären, ist es löblich, dass es andererseits auch Menschen gibt, die andere Ziele verfolgen. Und so setzen Letztere eben alles daran, im Falle eines Verlustes des Arbeitsplatzes rasch eine neue, berufliche Tätigkeit zu finden. Selbst wenn diesbezüglich gegebenenfalls schlechte Aussichten bestehen, suchen sie nach Möglichkeiten, um schon bald wieder "Fuß zu fassen". So nutzen sie unter anderem die Chance, eine neue (Zusatz-)Ausbildung zu absolvieren oder stattdessen vielleicht sogar eine neue Existenz als Selbstständiger zu planen.

 

Ein oftmals harter und steiniger Weg

Wege und Möglichkeiten gibt es in diesem Zusammenhang also genug. Aber wie heißt es so schön: Man muss nur wollen…. Frei nach dem Motto: "Wo ein Wille, da auch ein Weg" gelingt es oftmals also, Ideen und Pläne von einer neuen, vielversprechenden Zukunft erfolgreich in die Tat umzusetzen, ohne Hartz-IV-Leistungen et cetera in Anspruch nehmen zu müssen.

 

Träume sind Schäume? Keineswegs!

Natürlich werden dem einen oder anderen im Zuge dessen nur allzu häufig auch Steine in den Weg gelegt. Aber – und auch hier lässt sich ohne Weiteres ein bekanntes Sprüchlein anbringen – auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen…. So gibt es allerdings diejenigen, die sich nichtsdestotrotz rasch wieder entmutigen lassen und bei den ersten Misserfolgen (sprich: Bewerbungsabsagen) wieder den "Kopf in den Sand stecken". Aber es gibt auch Leute, die sich von Hindernissen geradezu angespornt fühlen und mit Ehrgeiz, Durchsetzungsvermögen und Disziplin alles daran setzen, um ihre Träume von einem erfolgreichen Berufsleben oder Unternehmerdasein tatsächlich durchzusetzen. Von denjenigen, die aber daherkommen allein mit der Absicht, so lange wie möglich vom ach so "großzügigen" deutschen Staat zu leben, soll hier hingegen keine Rede sein. 

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