— Kategorie „Deutschlands Alltag” —

— Samstag, 19. März 2011 —

Erneute Kündigungswelle macht Arbeitnehmern Angst [ Keine Kommentare ]

Da glaubt man, die Wirtschaftskrise sei überstanden, und schon verlauten in den Medien erneut Berichte, deren gemäß eine Kündigungswelle nach der anderen droht. Betroffen ist – man glaubt es kaum – wieder einmal die Autobranche. Und wieder einmal steht das Unternehmen Opel im Focus der Öffentlichkeit. Wie erst kürzlich gemeldet wurde, stehen sage und schreibe 1.200 Arbeitnehmer im Hause Opel vor dem "Aus". Weiterhin heißt es, dass sogar rund 600 Opel-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz im Bochumer Betrieb räumen mussten. Bis spätestens zum 1. Mai sollen auch die übrigen 600 Kündigungen ausgesprochen werden. In der Tat keine guten Nachrichten. In der Rheinischen Post ist zu lesen, dass der Mutter-Konzern "General Motors" zu diesem Schritt dränge, denn seinerzeit hätten nicht genügend Mitarbeiter ihren Job freiwillig aufgegeben. Gründe genug für das Unternehmen, nun drastischere Maßnahmen zu ergreifen…. Folgt nach dieser Kündigungswelle erneut der "Sturm" auf die Bundesagenturen für Arbeit?

Folgt nach der Hoffnung nun doch der "Absturz"?

Welcher Job ist in der heutigen Zeit noch sicher? Gerade weil heute so gar nichts mehr "sicher" erscheint, ziehen immer mehr Arbeitnehmer in Erwägung, den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu wagen. Einer der Hauptgedanken dabei dürfte wohl in erster Linie der Wunsch sein, von niemandem mehr "abhängig" zu sein. Keine Angst mehr vor Kündigungen, kein "Druck von oben", kein Leben auf Hartz-IV-Niveau….

Auch finanziell auf eigenen Füßen stehen

Manch' Einer ist der Ansicht, der Weg in die Selbständigkeit sei bedingt durch all' die staatlichen Fördermittel leicht und unkompliziert. Und die zahlende Kundschaft kommt von ganz allein. In der Tat erscheint die Chance, Gründungszuschüsse, Mikro-Kredite und so weiter erhalten zu können, zunächst sehr verlockend. Die Kunst, erfolgreich zu sein und dauerhaft ein Leben als erfolgreicher Unternehmer führen zu können, besteht aber darin, den Erfolg auch langfristig aufrecht erhalten zu können. Und das ist in der heutigen Zeit keineswegs ein Zuckerschlecken. Ganz im Gegenteil…. 

— Sonntag, 13. März 2011 —

Arbeitslosigkeit und andere Probleme… [ Keine Kommentare ]

Angesichts der Arbeitsmarktsituation hierzulande stellt sich natürlich so Mancher die Frage nach der Ursache. Glücklicherweise – so kann man mit Fug und Recht behaupten – ist die Wirtschaft mittlerweile endlich wieder "auf dem aufsteigenden Ast", jedoch ist nichtsdestoweniger gerade jetzt Ursachenforschung gefragt. Denn dass so viele Menschen hierzulande ohne Job bzw. ohne festes Einkommen sind, liegt keineswegs allein an mangelndem Engagement. So jedenfalls heißt es von Seiten der Jobsuchenden selbst. Dennoch steht bei vielen Hartz-IV-Empfängern der Wunsch, eine feste Anstellung zu finden, ganz oben auf der Wunschliste. Entsprechend viele Bewerbungen werden geschrieben, Weiterbildungen besucht und Schulungen absolviert. 

 

(K)ein "X" für ein "U" vormachen lassen

Wie nun eine aktuelle Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gezeigt hat, ist schon allein das Schreiben von Bewerbungen ein echtes Problem für viele Bundesbürger. Nicht im Hinblick auf den Stil und die (optische) Gestaltung, sondern vielmehr in Bezug auf die Rechtschreibung. In der Tat sind Schwierigkeiten beim Lesen sowie auch beim Rechnen häufig ein grundlegendes Hindernis für viele Menschen, die auf Hartz-IV-Niveau leben müssen. Denn mitunter sind die Probleme in Sachen Rechtschreibung derartig massiv, dass sie sogar im Alltag zu unüberwindbaren Stolpersteinen werden können. 

 

Pisa-Test für Erwachsene

Im Rahmen der Untersuchungen des IAB wurden 4.000 männliche und weibliche Probanden im Alter von 18 bis 52 Jahren getestet – mit zum Teil gravierenden Resultaten. Sage und schreibe 25 Prozent der Teilnehmer verfügen nicht einmal über grundlegende Lese- und Rechtschreibkenntnisse. Lediglich 19 Prozent (!) wiesen gute, alltagstaugliche Leistungen auf. Alles in allem also erschreckende Ergebnisse. Betrachtet man dahingegen aber einmal die entsprechenden Lehr- und Weiterbildungsangebote, die es hierzulande gibt, stellt man fest, dass ein wirklich umfassendes Potenzial zur Verfügung steht. Dies wiederum wirft die Frage auf, warum die Angebote nicht oder nur in beschränktem Maße genutzt werden. Denn Fakt ist gleichwohl, dass auch die diesbezügliche, finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates in keiner Weise zu wünschen übrig lässt….

— Freitag, 11. März 2011 —

Wie weit wird die staatliche Kontrolle noch gehen? [ Keine Kommentare ]

Jeder weiß, wie hart das Leben eines Hartz-IV-Empfängers sein kann. Durch finanzielle Einschnitte sowie durch immer neue "Gängelungen" von Seiten der Bundesagentur für Arbeit fühlen sich viele Langzeitarbeitslose – wen wundert's – immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Ein Aspekt, der zum Nachdenken anregen sollte. Aber damit nicht genug, denn nur allzu häufig haben Menschen, die seit längerem ohne festen Job sind, mit Vorverurteilungen und sogar mit Anfeindungen zu kämpfen. In der Tat ein hartes Los. Natürlich ist es aufgrund der ungemein belastenden Gegebenheiten nicht abwegig, wenn der eine oder andere aus lauter Frust auch mal zur Flasche greift, um so zumindest kurzzeitig dem Alltag zu entfliehen. Wieder andere hingegen suchen die Ablenkung und versuchen auf unterschiedliche Weise, sich trotz der "widrigen Umstände" am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Auch, wenn's schwer fällt.

 

Freizeitgestaltung nach Herzenslust? Mitnichten.

Für viele Menschen gehört unter anderem das allwöchentliche Lotteriespiel zum Alltag dazu. Warum auch nicht, denn die Hoffnung auf einen kleinen "Geldsegen" macht doch das Spiel so reizvoll. Und demnach ist es wohl kaum verwunderlich, dass sich auch so mancher Hartz-IV-Empfänger dazu hinreißen lässt, an Sportwetten, Lotto und Co. teilzunehmen. Aber das soll sich – zumindest wenn es nach dem Kölner Landgericht geht – schon sehr bald ändern.

 

Leichtes Spiel? Nicht für langzeitarbeitslose Leistungsbezieher…

Zumindest in Nordrhein-Westfalen ist es Hartz-IV-Empfängern in Zukunft verboten, bei "Oddset"-Sportwetten mitzumachen. Aber es kommt noch besser: die Richter des Landgerichtes drohten dem Unternehmen "Westlotto" sogar eine Ordnungsstrafe von bis zu 250.000 Euro an, wenn deren Mitarbeiter Lose von Leistungsbeziehern entgegennehmen. Selbst dem Kauf so genannter Rubbellose soll so künftig der Riegel vorgeschoben werden. Eine solche Vorgehensweise ist absolut verwerflich und wird – hoffentlich – hohe Wellen schlagen. Überhaupt stellt sich doch diesbezüglich die Frage, wie denn das geplante Procedere effizient überwacht werden soll. Aber darüber scheint sich noch keiner der Verantwortlichen Gedanken gemacht zu haben…. 

Pages: « 1 2 3 ...17 18 19 20 21 ...70 71 72 »
Mitmachen, das Buch zum Blog, Arbeitsamt Beschwerde, Beschwerdestelle, beschweren
Anzeige
Melden Sie sich bei Helena Fürst!
Newsletter bestellen

* Wir bekommen häufig Anfragen von Fernsehsendern, ob interessierte Arbeitslose mit ihrer Geschichte bei Reportagen oder Kurzfilmen im Fernsehen auf ihre Situation aufmerksam machen wollen. Diese Kontakte bekommen Sie auf jeden Fall per Newsletter in Ihr Postfach gesendet.

Anzeigen
Abgestempelt – ein Leben mit Hartz 4
abgestempelt - ein leben mit hartz 4 - video