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— Donnerstag, 28. Mai 2009 —

Warum es ohne Luxusautos keine kleinen Sprit sparenden Autos geben würde? [ Keine Kommentare ]

Wirtschaftskrise erzeugen Feindbilder: Manager etwa, die pauschal als Schuldige gebrandmarkt werden. Mit einem Mal sind auch Luxushotels verschrien, weil sie nur den Interessen jener Menschen zu dienen scheinen, die Krisen verursachen. Autos der Premium-Klasse kommen bei solcher Kritik oftmals ebenfalls nicht gut weg und haben sich darüber hinaus gegen den Vorwurf zu wehren, Sprit fressende Monster zu sein.

Die Premium-Klasse als Innovationsmotor

Mitunter sollte man mit pauschaler Kritik aber doch etwas vorsichtiger sein? Das Wirtschaftsmagazin PlusMinus gab dazu einige interessante Anregungen. Innovationen einzuführen, rechnet sich für die Autoindustrie beispielsweise erst einmal vor allem in der Klasse von Autos, die einem gehobenen Preisstandard entsprechen. Von dort aus finden sie ihren Weg in die Mittelklassen und die Kleinwagen. Beispiel Airbag: Dieses oftmals lebensrettende Teil begann seinen Siegeszug 1980 in der Premium-Klasse und gelangte von dort aus in die Wagen anderer Preisklassen. Insofern lässt sich die Behauptung nicht ganz einfach widerlegen, dass die moderne Ausstattung heutiger Kleinwagen der stets voranschreitenden Entwicklung von Wagen der Premium-Klasse zu verdanken ist. Bis auf den heutigen Tag findet Innovation zuerst in der Oberklasse der Automobilwelt statt. Auch ökologisch kann manch einer dieser Wagen Akzente setzten. PlusMinus nennt hier als Beispiel den 136 PS starken Audi A4 TDI e, dessen CO² – Ausstoß den Vergleich mit Kleinwagen nicht zu scheuen braucht.

Billig-Autos? Kommen aus Indien!

Ein weiteres Argument FÜR die Oberklasse liefert der Weltmarkt. Immer mehr Länder setzen auf die Produktion von Kleinwagen und können dank anderer Kostenstrukturen (etwa im Personalbereich) weitaus günstiger produzieren und anbieten als etwa deutsche Automobilhersteller an deutschen Produktionsstandorten. Tata Motors beispielsweise, der Automobilhersteller des riesigen indischen Konzerns Tata Group, versucht derzeit, mit dem „Nano“ den heimischen indischen Markt zu erobern. Der „Nano“ kostet als Basismodell umgerechnet 1.700 Euro. Die Verkaufszahlen sind derzeit schwächer als erwartet. Das könnte allerdings an für indische Verhältnisse teils hohen Anzahlungen liegen, die zu leisten sind. Indiens Billigautos sind für den internationalen Markt gedacht und sollen vorerst auf Märkten wie Asien, Afrika und Südamerika verkauft werden. Europa bleibt erst einmal außen vor. Die Tata Group, zu der mittlerweile auch die Marken Rover und Jaguar gehören, hatte bereits einmal gemeinsam mit Rover (damals noch unabhängig) versucht, verstärkt in Europa Fuß zu fassen und war mit dem City Rover gescheitert. Aber Europa besitzt keine Mauern und irgendwann dürften auch die ganz billigen Billigautos den Kontinent erreichen. Die Konkurrenz in diesem Segment wird härter und es wird fraglich sein, ob Deutschland dabei die Nase vorn hat. Was bleibt? Die Premium-Klasse als Innovationsmotor, bei dem es nicht so sehr auf möglichst (preis)günstige Standortfaktoren ankommt. Das könnte ein weiterer Grund dafür sein, die Premium-Klasse nicht allzu sehr zu verteufeln.

— Mittwoch, 6. Mai 2009 —

Wer Arbeit sucht, der findet welche [ Keine Kommentare ]

Vielleicht übertreibe ich ja ein bisschen, wenn ich das behaupte, aber bei manchen Hartz IV – Empfängern habe ich wirklich das Gefühl, sie versuchen es erst gar nicht, sich Arbeit zu suchen. Ich pauschalisiere das hier nicht, aber wenn man manches in den Medien liest und sieht, dann kommt einem schon die Galle hoch: Natürlich muss der Staat einen schützen, der in die Arbeitslosigkeit gerutscht ist, aber er sollte a) schonungslos gegen die vorgehen, die Stütze kassieren und sich dabei etwa wie jener Peter K. vor einiger Zeit ein sehr gutes Leben auf Teneriffa machen. Und er sollte b) auch diejenigen mehr als nur etwas ermuntern, sich einen Job zu suchen, die das sehr halbherzig machen. Ich selbst kenne Menschen, die absichtlich Fehler in Bewerbungen einbauen, um NICHT vermittelt zu werden. Über so etwas ärgere mich! Und da sage ich auch ganz ehrlich: Ich bin dagegen, dass auch mein Geld investiert wird, damit solche Menschen sich eine nette Zeit machen, während Leute wie ich arbeiten gehen. Mir macht mein Job auch nicht immer Spaß.

Zu hohe Ansprüche?

Ich behaupte nicht, dass es keine Menschen gibt, die trotz Bemühens keinerlei Arbeit finden, weil sie es beispielsweise einfach wegen fortgeschrittenen Alters schwer haben, Personalchefs von ihren Qualitäten zu überzeugen. Dass Ältere nicht unbedingt schlechtere Arbeitnehmer sind, ist leider noch nicht überall in Deutschland angekommen. Bei jüngeren Menschen, die längere Zeit mit Hartz IV leben, denke ich manchmal dagegen schon: Wer wirklich Arbeit sucht, der findet auch welche! Einige sortieren erst einmal alle möglichen Jobs aus, die zu schwierig oder zu schlecht bezahlt sind oder zu schlechte Arbeitszeiten bieten: Hier muss man zu schwere Dinge tragen, dort ist die Arbeit zu monoton. Es ist mitunter erstaunlich, welche fadenscheinigen Gründe für Menschen ohne Arbeit gegen eine Arbeit sprechen. Da vermisse ich die Eigeninitiative, den festen Wunsch, etwas an der eigenen Situation zu ändern: Das Leben ist kein Wunschkonzert, gerade in schwierigen Lebenslagen nicht.

Selbst dazu beitragen, dass es aufwärts geht

Erst einmal irgendeine Arbeit anzunehmen, um wieder Fuß zu fassen, bedeutet ja nicht, dass man ewig an dieser Arbeitsstelle kleben muss. Man kann sich weiter bewerben, kann versuchen, etwas Besseres zu bekommen. Aber es gibt dann schon einmal einen Startpunkt, von dem aus sich besser agieren lässt, als würde man Ewigkeiten nichts Anderes tun als Hartz IV in Anspruch zu nehmen. Wer flexibel ist, sich nicht zu sehr an Traumvorstellungen bildet, hat auch in heutiger Zeit noch Chancen auf Arbeit. Aber wenn man es nicht einmal versucht, diese Chance zu ergreifen, kann man die Sache natürlich vergessen. Auf Kosten aller anderen! Nur meine Meinung.