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— Sonntag, 17. Juli 2011 —

Wann fängt Deutschland das Sparen an? [ Keine Kommentare ]

Wer hierzulande in Not gerät, wird in der Regel von einem weitestgehend gut funktionierenden, sozialen Netz aufgefangen. Wer nicht arbeiten kann – aus welchen Gründen auch immer – hat unter anderem die Chance, Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen zu dürfen, um den individuellen Lebensunterhalt für einen bestimmten Zeitraum zu sichern. Von diesen und ähnlichen Unterstützungsmaßnahmen profitieren darüber hinaus aber auch diejenigen, die nur schwerlich dazu zu bewegen sind, an fünf Tagen in der Woche acht Stunden lang einer seriösen Tätigkeit nachzugehen. Aber auch immer mehr Zuwanderer kommen bei uns in den Genuss attraktiver „Subventionspakete“, um sich und ihre Familien hierzulande ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Umstände also, die gerade in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger für Unverständnis und Ärger sorgen.

Länderübergreifende Hilfsmaßnahmen

Frei nach dem Motto: „Offen für alles“ profitieren seit langem bekanntlich auch die Bürger außerhalb Deutschlands von umfangreichen „Hilfsmaßnahmen“. Schließlich gilt es ja, „zusammenzuhalten“ und den Euro auf Dauer zu sichern…. In diesem Zusammenhang sind zum Beispiel auch Nationen wie Portugal, Griechenland und Co. zu nennen. Der deutsche Bürger selbst freut sich über so viel Großzügigkeit allerdings nur sehr bedingt. Denn für den ist nurmehr Sparen angesagt: (noch) höhere Steuern, Leistungskürzungen oder -streichungen in unterschiedlichsten Bereichen, um nur einige Aspekte zu nennen.

(Auch) Italien macht es vor

Auch die finanzielle Lage Italiens ist derzeit nicht gerade „berauschend“. Und so wurde gestern von Seiten der italienischen Regierung ein Sparpaket verabschiedet, das es in sich hat. Privatisierungsvorhaben sowie ein höherer Eigenanteil der Bürger des Landes im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen auf der einen Seite, massive Leistungskürzen im Sozialwesen auf der anderen. Klar, dass dort die Menschen auf die Straßen gingen und protestierten. Was kann man hierzulande tun, um mehr Gerechtigkeit zu erzielen? Eine Frage, die sich sicherlich schon viele, viele Menschen gestellt haben….

— Samstag, 16. Juli 2011 —

Vorbildliches Bildungspaket? Grundsätzlich schon, aber… [ Keine Kommentare ]

Die Regierung lässt sich ja bekanntlich immer wieder so einiges einfallen, um vor allem auch die Kinder aus Hartz-IV-Familien nachhaltig zu unterstützen. Denn schließlich geht es in erster Linie darum, die jungen Menschen davor zu bewahren, über kurz oder lang selbst – wie ihre Eltern – in die „Hartz-IV-Falle“ zu tappen. Und so wurde auch unlängst das Bildungspaket des Bundesarbeitsministeriums ins Leben gerufen, auf dem in der Tat die Hoffnungen vieler „ruhten“…. Aber der Erfolg wurde einfach nicht „wach“….

Das Prinzip erscheint durchaus sinnvoll

Die Grundidee des ganzen war es, Kindern und Jugendlichen besondere Vorzüge zu bieten, wie zum Beispiel Nachhilfeunterricht bzw. spezifische Lernförderungsmaßnahmen, ein warmes Mittagessen, Musik- oder Sportunterricht und so weiter. Wenn sie in bestimmten Bereichen mehr eingebunden würden, so die Hoffnung der Anbieter, hätten die Kinder nicht nur die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern und sich in gewisser Weise auch motivieren zu lassen. Sondern sie könnten "ganz nebenbei" auch noch ihre sozialen Kontakte kontinuierlich weiter auszubauen. Wenn man aber den Kommentaren der Städte und Gemeinden jedoch Glauben schenkt, so war die Resonanz der Bürger in diesem Zusammenhang doch „eher zurückhaltend“. Nicht einmal ein Viertel der Hartz-IV-Empfänger habe einen entsprechenden Antrag bei ihren Sachbearbeitern eingereicht.

Wird es an der Ausführung scheitern?

Das Problem ist unter anderem, dass viele Eltern nicht einmal wissen, dass es ein solches Bildungspaket überhaupt gibt. Aber nicht nur das, sondern vor allem die Tatsache, dass es für den einen oder anderen ein recht schwieriges Unterfangen ist, den Antrag überhaupt auszufüllen, macht die Angelegenheit nicht gerade leichter. In einigen Städten, wie zum Beispiel in Lübeck, zäumt man das Pferd also von hinten auf. Dort haben vor allem Erzieher und Lehrer die Möglichkeit, Mittel für bestimmte Lehrmaßnahmen zu beantragen. Warum wird eine solche Vorgehensweise nicht für alle Regionen Deutschlands vereinbart? Überhaupt sollte jedoch zunächst einmal mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Eine bessere Kommunikation zwischen Sachbearbeitern der Bundesagentur für Arbeit und den Leistungsempfängern täte ihr Übriges zu einem erfolgreicheren Anlauf des – durchaus vielversprechenden – Bildungspaketes!

— Sonntag, 10. Juli 2011 —

Ferienjobs für Hartz-IV-Empfänger: Neue Regelungen seit Juli 2011 [ Keine Kommentare ]

Sommerzeit – Ferienzeit. Klar, dass sich in diesen Wochen der eine oder andere Hartz-IV-Empfänger Gedanken über eventuelle Zuverdienstmöglichkeiten macht. Denn gerade jetzt bieten sich mitunter attraktive Gelegenheiten, um die Haushaltskasse aufzubessern – und dem „Alltagstrott“ zu entkommen. Seit dem 1. Juli 2011 gelten in diesem Zusammenhang übrigens neue Regelungen, die unter anderem auch die bedarfsmindernde Anrechnung von Erwerbseinkommen vorgeben.

„Ganz nebenbei“ Geld verdienen

Wer zum Beispiel „nebenbei“ ein monatliches Einkommen bis zu einer Höhe von 100 Euro erhält, muss nicht mit Kürzungen rechnen. Bei einem Einkommen von bis zu 1.000 Euro je Monat gelten bis zu 20 Prozent als anrechnungsfrei. Ein monatlicher Verdienst zwischen 1.000 und 1.200 Euro bleibt mit bis zu 10 Prozent anrechnungsfrei. Hierbei gilt im Übrigen zu berücksichtigen, dass bei Haushalten, in denen mindestens ein minderjähriges Kind dauerhaft lebt, ein Erwerbseinkommen von 1.500 Euro zugrunde gelegt wird. Wissenswert ist darüber hinaus, dass in den jeweiligen Grundfreibeträgen die Absetzbeträge zur Riester-Rente, Fahrtkosten, die Werbungskostenpauschale sowie etwaige private Versicherungen bereits enthalten sind.

Kinder unter 25 Jahren haben andere Möglichkeiten

Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und auch noch nicht in einem (bezahlten) Ausbildungsverhältnis stehen, müssen nicht mit Abzügen rechnen, sofern sie sich dazu entschließen, während der Ferienzeit etwas hinzuverdienen zu wollen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn ihr Verdienst nicht höher ist, als 1.200 Euro pro Kalenderjahr. Gleichwohl darf die gesamte diesbezügliche Arbeitszeit, die im Übrigen in den Schulferien liegen sollte, vier Wochen je Kalenderjahr nicht überschreiten. Ferienjobs sind generell eine willkommene Möglichkeit, Eigeninitiative zu zeigen und gerade auch jungen Menschen die ersten Schritte ins „richtige“ Berufsleben näherzubringen. Aber nicht nur das: Kinder aus Hartz-IV-Familien „lernen“ im Zuge dessen meist auch „ganz nebenbei“, wie „motivierend“ es doch sein kann, für das Erbringen einer Leistung Geld zu bekommen. Anders also, als es die Eltern in vielen Fällen vorleben….

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