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— Freitag, 23. Oktober 2009 —

Wird Hartz IV nun doch abgeschafft?! [ Keine Kommentare ]

Nun ist es soweit: Die Verhandlungen zwischen der CDU und der FDP sind in vollem Gange. Einer der diesbezüglichen Hauptpunkte ist dabei das Thema "Hartz IV"…. Guido Westerwelle beispielsweise ist bestrebt, einige zum Teil gravierende Veränderungen in Angriff zu nehmen. Und zwar schon sehr bald. Und Herrmann Otto Solms (FDP) äußerte sich gegenüber der "Welt", dass sogar geplant sei, ein so genanntes Bürgergeld zu etablieren, welches nicht nur weitaus "leistungsfreundlicher", sondern darüber hinaus auch "arbeitsplatzschaffend" sein soll.

Überhaupt ist ein grundlegender Wechsel auf sozialpolitischer Ebene nicht mehr ganz auszuschließen. So wird zusätzlich in Erwägung gezogen, sämtliche soziale Leistungen, welche durch Steuergelder subventioniert sind, miteinander zu kombinieren. Das bedeutet im Klartext, dass sowohl die Sozialhilfe, die Altersgrundsicherung, das Wohngeld, der Kinderzuschlag, als auch die Leistungen für Wohngeld und Heizung zusammengelegt werden sollen. Ziel des Ganzen sei es, den Leistungsempfängern auf diese Weise die Möglichkeit zu geben, jeweils am Monatsende ein höheres Nettoeinkommen in der Tasche bzw. in der Haushaltskasse zu haben.

Noch sträubt sich allerdings die CDU ein wenig gegen die Pläne der FDP; allen voran Ronald Pofalla, denn seiner Ansicht nach sollen sämtliche unterstützende Maßnahmen für bedürftige Bürger "bedarfsabhängig gestaltet" sein. Des Weiteren will die neue Regierung – in dieser Hinsicht sind sich die beiden Parteien allerdings offenbar einig – so genannte "Hinzuverdienstmöglichkeiten" schaffen, um den ALG-II-Beziehern dadurch einen gewissen, zusätzlichen Anreiz zu geben, (endlich) wieder auf Arbeitssuche zu gehen….

 

 

— Dienstag, 20. Oktober 2009 —

Alles beim Alten? Unveränderte Zahlen im Hinblick auf “Hartz IV” [ Ein Kommentar ]

Statistischen Erhebungen zufolge hat sich in bezug auf die allgemeine Situation am Arbeitsmarkt sowie auch im Zusammenhang mit den Hartz-IV-Zahlen nur sehr wenig getan. Und das, obwohl die Wirtschaftskrise noch immer in einer nahezu unveränderten Art und Weise auf uns hereinbricht. In erster Linie trifft es natürlich – wieder einmal – den "kleinen Mann auf der Straße". Im Zusammenhang mit der Arbeitslosenquote konnte man allerdings nurmehr ein leichtes Minus von rund 0,3 Prozent feststellen. Das bedeutet dementsprechend im Klartext, dass sich das zu erwartende Drama, so wie es ja von zahlreichen, deutschen Politikern bereits seit langem prophezeit wurde, noch immer nicht eingestellt hat. 

Mögliche Ursachen hierfür sind übrigens nicht nur der typische Anstieg der Arbeitslosenzahlen nach dem Ende der großen Ferien – ja, auch dieser Aspekt wird in den Statistiken der Agenturen für Arbeit vermerkt und zum Teil auch für die "Beschönigung" der Zahlen verwendet – sondern wohl auch der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit. Alles in allem heißt das für uns, dass sich im vergangenen Monat mehr als 10.500 Jobsuchende bei der Bundesagentur für Arbeit registriert haben. Bleibt also nur zu hoffen, dass sie schnellstmöglich den "Absprung" schaffen und nicht früher oder später auch in die "Hartz-IV-Falle" tappen. Aber obwohl in absehbarer Zeit ein weiterer Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu erwarten sein dürfte, ist seitens des Arbeits- und Sozialministeriums eine Entschärfung der aktuellen Hartz-IV-Regelungen geplant.

Der Vorschlag: Hartz-IV-Empfänger sollen künftig mit einer Erhöhung des so genannten "Schonvermögens" rechnen. Das heißt also, dass sich der entsprechende Betrag von bislang 16.250 Euro auf nunmehr 45.500 Euro erhöhen soll.

In diesem Zusammenhang sei allerdings noch gesagt, dass Expertenmeinungen zufolge schon im bevorstehenden Herbst eine Vielzahl derer, die jetzt noch Kurzarbeit ausüben, ihre Kündigung erhalten werden…..

— Donnerstag, 15. Oktober 2009 —

Vertrauen ist gut, Kontrolle des Hartz-IV-Bescheides ist besser…! [ Keine Kommentare ]

So unglaublich es auch klingen mag, aber in Sachen "Hartz-IV" haben die Antragsteller bzw. die Betroffenen oft selbst die "Fäden in der Hand"! Experten sind nämlich der Auffassung, dass jeder mit ein bisschen Sachverstand sowie einer kleinen "Portion Hintergrundwissen" sehr wohl in der Lage sein kann, ein "mehr" an Leistungen für sich herauszuholen. Stichprobenartige (Langzeit-)Untersuchungen haben ergeben, dass round about 50 bis sage und schreibe 75 Prozent (!) aller Hartz-IV-Bescheide seitens der Sachbearbeiter der Agenturen für Arbeit fehlerhaft erstellt sind. Dementsprechend kann es also durchaus Sinn machen, auch den eigenen ALG-II-Bescheid einmal genauer "auf Herz und Nieren" überprüfen zu lassen. Und was spricht dagegen, einmal einige Minuten an Zeit (und vielleicht auch Nerven) zu "opfern" und sich Punkt für Punkt mit den Gegebenheiten des zurückerhaltenen Formulars zu befassen? Für den einen oder anderen mögen die – zugegeben zum Teil recht hohen – finanziellen Aufwendungen für Anwalts- bzw. Rechts- und Beratungskosten Abschreckung genug sein, aber Hartz-IV-Leistungsempfänger sollten gerade jetzt nicht den "Kopf in den Sand stecken"!

Jeder deutsche Bürger, der auf ALG-II-Leistungen angewiesen ist, hat die Möglichkeit, staatliche Beratungshilfen in Anspruch nehmen zu können – und zwar zum Nulltarif! Darüber hinaus bieten zahlreiche anwaltliche Beratungsstellen ihre Hilfe zu einem "Taschengeld-Preis" an. Nichtsdestotrotz sei in diesem Zusammenhang gesagt, dass die 10 bis 15 Euro, sofern diese Beratungshilfegebühr tatsächlich auch in Rechnung gestellt wird, in der Tat eine sehr vielversprechende und nützliche Investition darstellt. Vor allem dann, wenn auf diese Weise die Option besteht, eventuell sogar eine Nachzahlung zu erhalten bzw. dauerhaft höhere ALG-II-Leistungen zu beziehen.

Folglich ist in jedem Fall Handlungsbedarf gefragt. Ein Tipp noch zum Schluss: Je schneller Hartz-IV-Betroffene Widerspruch gegen einen möglicherweise falschen ALG-II-Bescheid einlegen, desto besser!

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