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— Sonntag, 7. August 2011 —

Hartz-IV-Kinder haben es schwer… [ Keine Kommentare ]

Als sei es insbesondere für die lieben Kleinen nicht schon schlimm genug, auf Hartz-IV-Niveau existieren zu müssen, so haben die lernschwachen Jungen und Mädchen in diesem, unserem Lande offenbar in ganz besonderem Maße zu leiden. Denn wenn die schulischen Leistungen eines Kindes ohnehin zu wünschen übriglassen, wird wohl bald auch keine finanzielle Unterstützung mehr für Nachhilfeunterricht gewährt. Denn wie es heißt, ist der Staat keineswegs dazu verpflichtet, Kindern aus Hartz-IV-Familien dieses Geld zu zahlen.

Bildungspaket – und kein Ende der Debatten.

In langatmigen Reden und endlosen Debatten wurde im Frühjahr bekanntlich das „ach so lang“ erwartete Bildungspaket auf den Weg gebracht. Ursula von der Leyen hatte es also offenbar geschafft, sich erfolgreich gegen ihre Mitstreiter durchzusetzen. So wohldurchdacht das Ganze auch zu Beginn augenscheinlich noch war, so „löchrig“ scheint das System „Bildungspaket“ aber tatsächlich zu sein. Zumindest aus der Sicht lernschwacher Kinder, deren Eltern Hartz-IV-Leistungen erhalten.

Ein folgenschweres Urteil…?

Wie nun das Sozialgericht Frankfurt/Main unlängst entschieden hatte – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig – haben Kinder von Hartz-IV-Beziehern nicht automatisch ein Anrecht auf eine vom Staat subventionierte Nachhilfe. Geklagt hatte eine Familie, deren 16jähriger Sohn gefordert hatte, die monatlichen Nachhilfekosten für Physik und Mathematik in Höhe von 78 Euro erstattet zu bekommen. Denn die zuständigen Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit hatten dem Kläger diese Leistungen verweigert. Weil sich die bisherigen Leistungen des Jungen selbst nach der Inanspruchnahme des Nachhilfeunterrichtes nicht verbessert hätten, lehnte selbst das Gericht die Bewilligung der Leistungen ab. Schließlich sei eine Nachhilfe dazu da, relevante Lernziele und damit auch eine Versetzung zu erreichen. Im Falle des Klägers seien diese Voraussetzungen allerdings nicht erfüllt. Er bezog bereits seit Mai 2010 staatliche Leistungen, um seinen Nachhilfeunterricht zu finanzieren.  

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,767453,00.html

— Samstag, 6. August 2011 —

Die armen Kinder Deutschlands… [ Keine Kommentare ]

Viele Eltern sind dank prekärer finanzieller Verhältnisse nicht mehr in der Lage, ihrem Nachwuchs neue Schuhe oder vielleicht auch mal einen Kinobesuch zu finanzieren. Das Bildungspaket scheint in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich weiterzuhelfen. Und so haben neueste Statistiken ergeben, dass mittlerweile jedes zehnte Kind in diesem unserem Lande in wirtschaftlich desolaten Verhältnissen aufwächst. Ein wahrlich katastrophaler Zustand. Wie es heißt, gelten Familien offiziell als arm, wenn ihr jeweiliges Haushaltseinkommen die Hälfte des allgemeinen Durchschnittseinkommens ausmacht. Sage und schreibe 13,1 Millionen Kinder sind es mittlerweile, die in Deutschland in ärmsten Verhältnissen existieren müssen. Dies gab unlängst das Statistische Bundesamt in Berlin bekannt. Betrachtet man das Ganze allerdings aus einer anderen Perspektive, so gilt Deutschland als das kinderärmste Land in Europa.

Kein Urlaub, keine Hobbies, keine Geburtstagsfeiern – keine Lebensfreude…?

Offiziellen Zahlen zufolge lebt ein Drittel der Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften. Nur allzu häufig fehlt unter anderem auch dort das Geld für einen kurzen Urlaubstrip, für die Finanzierung eines Hobbies und so weiter. Darüber hinaus kommen oftmals – wenn überhaupt – minderwertige Lebensmittel auf den Tisch. Ein Aspekt, der ebenfalls arg zu denken geben dürfte.

Faire Ordnung am Arbeitsmarkt?

Der Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerks, Michael Kruse, zeigte sich erschüttert über derartige Zahlen. Warum sei es hierzulande nicht möglich, eine faire Ordnung auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen und den Grundsatz „Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit“ durchzusetzen? Im Zuge dessen hätten beispielsweise auch alleinerziehende Frauen eher die Möglichkeit, von Teil- in Vollzeitstellen zu wechseln. Überhaupt solle der Anstieg der Mindestlöhne besser gestern, wie heute realisiert werden. Denn auch auf diese Weise sei es denkbar, zu verhindern, dass noch mehr Kinder in Deutschland von Armut bedroht sind. Sogar die Statistiken im Osten des Landes sind alarmierend. Auch hier werden immer mehr Kinder von nur einem Elternteil erzogen. Überhaupt gehen die Geburtenraten in Ostdeutschland rapide zurück.

— Sonntag, 31. Juli 2011 —

Nicht nur das Wetter ist durchwachsen im Juli… [ Keine Kommentare ]

Düstere Wolken am Himmel verheißen in der Regel nichts Gutes. Und in der Tat ist es sehr schade, dass der Sommermonat Juli, der ja an sich meist durch strahlenden Sonnenschein sowie durch ein heißes Klima zu begeistern vermag. Davon ist in diesem Jahr allerdings nur sehr wenig zu spüren. Nein, mehr noch: die kühle Atmosphäre sowie der ständige Regen schlagen so manchem mittlerweile buchstäblich „aufs Gemüt“. Ebenso wie die Stimmung, die derzeit insbesondere am Arbeitsmarkt herrscht. Grundsätzlich aber ist die gegenwärtige Situation durchaus eine Sache der individuellen Interpretation…

Positive Stimmungsmache von Seiten der Bundesagentur für Arbeit

Sage und schreibe 2,939 Millionen Arbeitssuchende sind derzeit bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Insgesamt sind das also 46.000 Personen mehr, als dies noch im Juli der Fall war. Nimmt man jedoch die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit ein wenig näher in Augenschein, so fällt auf, dass sich die Zahl der Menschen ohne Job im Vergleich zum Vorjahresmonat dennoch reduziert hat. So beträgt die aktuelle Arbeitslosenquote 7,0 Prozent; im vergangenen Jahr betrug sie hingegen sogar 7,6 Prozent.

Was ist da los? Die Bundesagentur streicht Stellen…?!

Wie Heinrich Alt (Mitglied des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit) in diesem Zusammenhang verlauten ließ, habe sich die positive Entwicklung am allgemeinen Arbeitsmarkt in diesem Monat sehr wohl fortgesetzt. Und so würden die Erwerbstätigkeit sowie die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sicherlich auch noch weiterhin wachsen. Überhaupt sei die Nachfrage nach guten Arbeitskräften auch jetzt noch vergleichsweise hoch. Warum aber plant dann die Bundesagentur für Arbeit, in den nächsten vier Jahren mehr als 17.000 Stellen zu streichen? Kein Scherz – denn wie der „Spiegel“ berichtet, steht an, die Zahl der Mitarbeiter auf nurmehr 100.000 Arbeitsplätze zu reduzieren. Als Grund für derartige Überlegungen wurden die guten Arbeitsmarktstatistiken genannt. In diesem Zusammenhang ist der eine oder andere sicherlich dazu geneigt, das Ganze als „verkehrte Welt“ zu bezeichnen….  

 

Quelle: http://web.de/magazine/finanzen/wirtschaft/13163596-bundesagentur-streicht-jobs.html

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