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— Montag, 1. Oktober 2012 —

Durch das Raster der Gesellschaft [ 13 Kommentare ]

Endlich mal eine Internetseite, wo man dass, was einem passiert ist, öffentlich machen kann. Aber ich hätte nie im Leben gedacht, dass es so vielen Menschen wie mir geht. Das man vom Jobcenter beleidigt oder als Dumm bezeichnet wird, scheint ja fast schon  “Normal” zu sein, aber wenn es schon soweit geht, das Kranke oder Hilfebedürftige Menschen einfach ignoriert werden, weil Sie nicht weiter wissen, grenzt schon an Diskriminierung.

Sollten Opfer nicht von Institutionen wie der Arge unterstützt werden?

Ich wurde 2008 Opfer eines Gewaltverbrechens und die Folgen werden  nach und nach immer deutlicher. Mein Ex hat mich in meiner Wohnung vergewaltigt. Bei der Frage beim Jobcenter, ob die mir meinen Umzug bezahlen hieß es nur, “ich sei weder Glaubwürdig, noch ein Härtefall”-Ablehnung. Und das, obwohl Sie das Altenzeichen und ein Schreiben von meiner damaligen Anwältin vorliegen hatten. Erst nach fast 3 Jahren und durch einen Richter konnte der Umzug nachträglich bewilligt werden. Aber wäre das nicht schon genug, bekomme ich jetzt weder Hilfe bei der Bezahlung von Psychologen noch bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Die Krankenkassen übernehmen max. 100 Stunden, aber nicht pro Jahr. Und das Opfer Entschädigungsgesetz greift dank meiner Rechtsanwältin nicht, weil Sie Dinge nicht beachtet hatte. Aber denkt Ihr, das man Hilfe vom Amt bekommt, nein. Dafür sind Sie nicht zuständig. Und die Bezahlung von Stationären Aufenthalten, was auch Psychiatrien sind? Sie sind im Regelsatz enthalten. Bei der Beantragung von “Sonderleistungen” was zum Bsp. Diabetiker bekommen, bekam ich auch nur eine Ablehnung. Ich benötige ja keine gesonderte Ernährung, es geht ja nur um meine Psyche. Schon klar.

Wenn man in Deutschland Opfer einer Straftat wird, ganz gleich, ob Körperverletzung, Vergewaltigung, Häusliche Gewalt oder ähnlichem. So wird man immer durch ein Raster fallen. Keiner ist für einen Zuständig und man muss sich noch beschimpfen lassen. Und mit dem heutigen Eintrag hat sich noch nichts bei mir geändert. Ich bin seit Dezember 2010 arbeitsuchend. Und Hilfe vom Amt werde ich wohl nie bekommen. Vielleicht hat einer der Leser einen Rat für mich.