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— Donnerstag, 17. November 2011 —

Ausländer bekommen von der ARGE mehr Jobangebote [ 2 Kommentare ]

Ich erinnere mich gerne an meine Erlebnisse in einer Weiterbildung. Es war ein mehrwöchiger Kurs, damit man die Grundlagen für eine Tätigkeit in einem Call-Center erlangen konnte und es waren viele Kursteilnehmer, die sich diesen Kurs ausgesucht hatten, aber auch Kursteilnehmer, die vom Arbeitsamt in diesen Kurs faktisch gedrängt wurden. So auch ein sehr netter türkischer Mann, der zwar seit einigen Jahren schon in Deutschland war, aber keine großen Deutschkenntnisse erlangt hatte. So verstand er sehr wenig vom Lehrstoff und bald war klar, dass er als Call-Center-Agent nicht die beste Wahl war, da er nicht verstehen würde, was sein Gegenüber in der Leitung von ihm wissen wollte.

Deutsche Bürokratie schlägt seltsame Kapriolen

Der Kurs war schnell vorüber und weil wir sehr nette Kollegen waren, haben wir uns nachher noch mehrmals getroffen. Da wurden natürlich auch die Erfahrungen bei der Arbeitssuche besprochen und so mancher war frustriert, dass er auch nach Monaten immer noch keine Arbeit gefunden hatte. So ging natürlich auch die Frage rundum, wieviele Angebote man denn vom Arbeitsamt bekommen hätte und jeder schüttelte den Kopf und sagte, dass man überhaupt keine Angebote von dieser Stelle erhalten hätte. So ging es durch die ganze Runde bis auf einmal Deniz an der Reihe und mit Freuden berichtete, dass er sehr viele Angebote vom Arbeitsamt erhalten hätte. Aber leider wären die Angebote nichts für ihn, weil die Arbeitgeber immer gleich merken würden, dass er über sehr wenig verfügen würde. So herrschte bei fast allen Unverständnis über diese Verfahrensweise, aber so mancher war auch ganz schön sauer, weil diese Unterstützung bei der Arbeitssuche hätte sich jeder gerne gewünscht.

— Montag, 14. November 2011 —

Prüfe wer zusammenzieht! [ 8 Kommentare ]

Meine Selbständigkeit lief leider nicht ganz so wie ich mir das vorgestllt habe. Irgendwann hab ich es mir eingestanden und bin zur Argentur für Arbeit. Dass ich Hartz IV erhalten würde, habe ich schon geahnt. Doch wenn man im Monat mehr Kosten als Einnahmen hat, ist auch dieser Weg recht.

Die Würde des Menschen!

Leider wurde ich auf dem Arbeitsamt nicht sehr freundlich empfangen worden. Ich bin mir etwas verloren vorgekommen. Mir wurde der Antrag in die Hand gedrückt und wieder nach Hause geschickt. Der Hinweis, dass ich alles darlegen muss, wenn ich Hartz IV beantrage, wurde mir auch noch mitgegeben. Ich hätte auch die Wahl dies nicht zu tun, jedoch bekomme ich dann auch kein Geld. Ich habe mich für den Antrag entschieden und alle Kontodaten und Ersparnisse vorgelegt und habe dann ungefähr 300 Euro erhalten, da ich noch nebenbei mit der Selbständigkeit minimal dazuverdienen würde. Nach ein paar Monaten bin ich mit meinem Freund in eine Wohnung gezogen. Dieser hatte einen Job und verdiente ca. 2000 Euro brutto. Somit wurde mir Arbeitslosengeld 2 komplett gestrichen, da ich in einer Bedarfsgemeinschaft lebe und mein Freund für mich aufkommen soll. Wir waren nicht verheiratet, sondern haben nur zusammen gewohnt. Ich war nicht einmal noch krankenversichert. Ich musste also den Pflichtbeitrag bei meiner Krankenkasse zahlen ohne einen Cent verdient zu haben. Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe nochmals beim Amt nachgefragt. Die Aussage war dann, wenn mein Freund auch arbeitslos wäre, würde ich Geld wieder bekommen. Das ist sehr motivierend. Gott sei Dank habe ich dann drei Monate später eine Arbeit gefunden.

— Freitag, 11. November 2011 —

Wir verklagen ARGE, weil die 1300 EUR Umzugskosten zurück haben will [ Keine Kommentare ]

Als ich meinen jetzigen Freund kennen lernte, wohnte der noch 500 Kilometer von mir entfernt und lebte von Hartz 4. Doch dies sollte sich schnellstmöglich ändern, denn er hatte vor, zu mir zu ziehen und sich einen festen Arbeitsplatz zu suchen. Wir hatten bei der ARGE in Strausberg angefragt, wie es mit der Übernahme der Umzugskosten aussehen würde. Die teilten uns mit, dass wenn mein Freund einen Arbeitsvertrag bekommen würde, die ARGE auch die Kosten übernimmt.

Der Umzug konnte beginnen

Im Juni 2010 hatte er endlich seinen Arbeitsvertrag unterschrieben und rief schon am nächsten Tag bei der ARGE in Strausberg an. Laut ARGE sei dies kein Problem, die bräuchten zwar noch diverse Unterlagen, wie zum Beispiel den Arbeitsvertrag, doch anschließend würde der Umzug bereits starten könne. Nach ganzen 5 Wochen war der Tag des Umzuges auch endlich da. Meiner Meinung nach dauerte dies viel zu lange, denn man ist auf Kleidung und Co. schon angewiesen. Wir waren der Meinung, dass nun alles abgeschlossen sei, doch da lagen wir völlig falsch.

Doch dann der Schock

Ganze 3 Monate später bekam mein Freund ein Schreiben von der ARGE, indem Sie die Umzugskosten in Höhe von 1300 Euro zurück haben wollten. Dieses Geld sei zu unrecht bezahlt worden, denn mein Freund hatte sich schon im Vorfeld hier aufgehalten. Natürlich hatte er das, denn sonst hätte er keine Arbeit gefunden. Nach mehreren Schreiben, die wir aufgesetzt hatten, kam das erste Schreiben von dem Inkassounternehmen und wir entschlossen uns zum Anwalt zu gehen. Dieser nahm uns direkt den Wind aus den Segeln, denn leider haben in den meisten Fällen die Ämter bessere Karten und ein Prozess kann über Jahre gehen. Doch wir lassen es drauf ankommen.

Anmerkung:

Da hätte vielleicht ein Rechtsanwalt geholfen, etwa http://www.rechtsanwalt-berlin-mitte.com

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