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— Mittwoch, 22. Februar 2012 —

Wenn man sich an Vereinbarungen hält, dann wird man noch bestraft [ Keine Kommentare ]

Wer sich in die Hände der Jobcenter begeben muss, der fühlt sich selbst oft nur noch als ein Mensch zweiter Klasse. Das Schlimme ist nur, dass diese Behörde alles daran setzt, dass dieses Gefühl auch noch verstärkt wird. So wird am Anfang zwischen der Behörde und dem Arbeitslosen eine schriftliche Vereinbarung aufgesetzt, die einige Verhaltensregeln für die Vertragspartner beinhalten.

Verträge sollen eingehalten werden

Wenn man sich als Bezieher von ALG II nicht an die Vorgaben dieser Vereinbarung hält, dann muss man immer damit rechnen, dass einem die Leistungen gekürzt werden. Wenn man sich daran hält, muss man allerdings auch damit rechnen, dass man benachteiligt wird. Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist das eigene Bemühen, sich wieder in Arbeit zu begeben. Dazu gehören Bewerbungen in entsprechender Anzahl und demzufolge auch Vorstellungsgespräche.

Versprochener Schutz ist nichts wert

Wer sich offiziell zu einem Vorstellungstermin begibt, der ist auf dem Weg dorthin genauso versichert wie ein Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit. Allerdings ist hier die Versicherung des Arbeitsamtes oder des zuständigen Jobcenters im Schadenfall zuständig. Diese verweigern bei einem Unfall mit Krankenhausaufenthalt jedoch die Kostenübernahme, wenn die Bewerbung auf Eigeninitiative stattfindet. Das hat man bei mir sogar versucht, obwohl ich vorher für diesen Termin die Fahrtkostenübernahme genehmigt bekommen habe, also auch für die Behörde offiziell einen Termin hatte. Erst nach monatelangen Streitereien wurde die Angelegenheit von der Unfallkasse geklärt. Ich kann nur jedem empfehlen, dass er nicht jede Entscheidung der Hartz-IV-Behörde einfach so akzeptiert. Es lohnt sich immer, auch auf sein Recht zu bestehen.

— Mittwoch, 15. Februar 2012 —

Aus Fehlern lernt man, das Arbeitsamt scheinbar nicht [ Keine Kommentare ]

Mit der Agentur für Arbeit habe ich schon die einen oder anderen Probleme gehabt. Drei Jahre war ich als Saisonkraft beschäftigt und war daher im Frühling und Herbst immer wieder bis zu vier Wochen arbeitssuchend. Bei der Arbeitsaufnahme im Dezember habe ich der Agentur für Arbeits bereits mitgeteilt, wann ich im Frühling nach Ostern wieder arbeitlos sein werde. Doch leider hat der damalige Sachbearbeiter dies anscheinend nicht notiert.

Kein Verlass auf die Angaben im Arbeitsamt

Mir wurde versichert, dass ich mich keinenfalls früher wieder melden muss, sondern das Datum für die neue Arbeitslosigkeit bereits vermerkt ist. Somit habe ich mit dann auch nicht drei Monate vor Arbeitsende beim Amt gemeldet. Diese Regel ist seit einigen Jahren Pflicht, damit man pünktlich das volle Arbeitslosengeld erhält. Die Überraschung kam dann bei meiner Rückkehr aus der Saisonarbeit. Ich wurde für zwei Wochen gesperrt, da ich mich nicht rechtzeitig gemeldet habe. Den Sachverhalt habe ich dem Mitarbeiter der Agentur für Arbeit erklärt. Nach langem Hin und Her habe ich Gott sei Dank das Missverständnis klären können und habe dann ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit mein Geld erhalten.

Aus Fehlern lernt man

Für die Zukunft war ich schlauer und habe dann aus der Schweiz, wo ich beschäftigt war, eine Email mit Lesebestätigung an die Agentur für Arbeit geschickt, mit dem Hinweis, dass ich in drei Monaten wieder arbeitlos wäre. Arbeitet man saisonell, ist es immer sehr vorteilhaft, wenn man bei der Arbeitslosenmeldung gleich wieder den Tag der erneuten Arbeitsaufnahme mitteilt. So umgeht man die Bewerbungsphase und das Vermittlungsgespräch. Sobald das Arbeitsamt weiß, dass Sie wieder arbeiten, wird das Geld bezahlt und man hört sonst nichts vom Amt.

— Donnerstag, 9. Februar 2012 —

Das schaffen Sie mit Ihren Kenntnissen sowieso nicht… [ Ein Kommentar ]

Ich bin gelernte Bürokauffrau und wohnte zum Zeitpunkt meiner Arbeitslosigkeit in Dormagen. Zu dieser Zeit war ich frisch aus der Ausbildung und konnte leider nicht übernommen werden. Nachdem ich mich mit einigen Gelegenheitsjobs durchgeschlagen hatte, musste ich mich doch arbeitslos melden. Die ARGE war dann der Meinung, dass ich eine Fortbildung machen sollte. Generell fand ich die Idee sogar sehr gut. Leider wurde mir eine Maßnahme vorgeschlagen, die ich überhaupt nicht brauchen kann. Nämlich ein Grundkurs am Computer, wo es um die Einführung in Word und Excel ging. Diese Programme habe ich während meiner Ausbildung schon ausgiebig genutzt und habe dies meiner Sachbearbeiterin auch mitgeteilt. Diese meinte allerdings, ich solle doch erst einmal mit dem Leiter der Maßnahme sprechen.

Meine Befürchtungen wurden Wirklichkeit. Der Kurs richtete sich tatsächlich an absolute PC-Anfänger. Während ich meinen eigenen PC tagtäglich für das Internet und diverse Dinge nutze, sollte mir in diesem Kurs beigebracht werden, wie man einen Computer einschaltet. Der Kursleiter schlug vor, ich könne ihm ja bei den anderen Teilnehmern helfen! So hatte ich mir meine Fortbildung wirklich nicht vorgestellt.

Ich sagte also meiner Sachbearbeiterin, dass diese Maßnahme für mich ungeeignet sei. Sie verwies mich an ihre Vorgesetzte, die nach langem Hin und Her meinte, dass sie auch noch einen Kurs zur Fremdsprachenkorrespondentin hätten. Aber da würde ich die Aufnahmeprüfung mit meiner befriedigenden Englischnote sowieso nicht schaffen. Erst nach langem Drängen durfte ich mich dort vorstellen. Ich wurde übrigens direkt angenommen!
Meine Prüfung zur Fremdsprachenkorrespondentin habe ich dann nach einem Jahr mit Auszeichnung bestanden. Dies beweist mal wieder, dass es der ARGE vollkommen egal ist, in welche Maßnahme man gesteckt wird.

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