Freiwilliger Umzug mit Hartz VI

Es kommt nicht selten vor, dass die Leistungsträger die Leistungsbezieher dazu auffordern eine günstigere Wohnung zu beziehen, um Kosten zu sparen. In diesen Fällen übernimmt unter der Voraussetzung, dass das Jobcenter zuvor eine Zusicherung herausgegeben hat, der Leistungsträger die Kosten des Umzuges. Möchte ein Empfänger jedoch aus persönlichen Motiven umziehen, also auf freiwilliger Basis, ändert sich die Situation der Kostenübernahme. Informationen über Geldfragen bei einem freiwilligen Umzug, werden im Folgenden zusammengefasst.

Grundsätzlich wird von Hartz VI Empfängern erwartet, dass sie wirtschaftlich handeln und zusätzliche Kosten umgehen. Durch dieses grundlegend geforderte Prinzip werden Doppelmieten beispielsweise nicht durch das Jobcenter getragen. Dabei ist es zudem irrelevant, ob der Umzug aus persönlichen Gründen stattfindet oder auf Drängen des Jobcenters. Persönliche Motive können unterschiedlicher Art sein, spielen jedoch eine tragende Rolle bei der Frage nach der Kostenübernahme bei einem freiwilligen Umzug. Ist dieser nämlich aus schwerwiegenden Gründen notwendig, kann es zu einer Zusicherung der Kostendeckung durch das Jobcenter kommen. Dazu zählt die Kündigung der alten Unterkunft seitens des Vermieters, Gesundheitsgefährdungen durch Wohnungsmerkmale wie Schimmel, die Scheidung des Ehepaares, eine Beschäftigung im neuen Wohnort oder dringender Raumbedarf durch Nachwuchs.  Wichtig ist allerdings, dass diese Gründe vor dem Umzug ausdrücklich durch das Jobcenter anerkannt werden müssen. Dazu muss die Notwendigkeit glaubhaft mittels Dokumente,  beispielsweise eines Arbeitsvertrages, dargelegt werden. Es reicht nicht aus lediglich die Aussicht auf ein neues Beschäftigungsverhältnis in dem neuen Wohnort zu haben, oder Mietmängel zu beklagen, welche repariert werden können. Nur durch eine Genehmigung haben Sozialhilfeempfänger einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung. An organisatorischen Arbeiten wird dem Leistungsbezieher nichts abgenommen. Er ist lediglich dazu verpflichtet bei der Durchführung des freiwilligen Umzuges wirtschaftlich zu handeln und die Kosten somit besonders gering zu halten. Nur wenn der Sozialhilfeempfänger aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu fähig ist den Umzug eigenständig durchzuführen, können die Kosten für ein Umzugsunternehmen, die Umzugskartons und ein Betrag für Umzugshelfer bzw. deren Beköstigung von der ARGE gestellt werden. Bei der Wahl eines Umzugsunternehmens ist zu beachten, dass drei günstige Vorschläge bei dem Jobcenter einzureichen sind und bei ähnlichen Leistungen der günstigste Anbieter zu wählen ist. Umzugskartons kann man beispielsweise ganz einfach im Internet bei den Experten von derkarton.net bestellen. Die Mietkaution als Kostenfaktor kann als Teil der Wohnungsbeschaffungskosten bei einem durch das Jobcenter genehmigten Umzug übernommen werden. Da diese Kosten bereits durch das Jobcenter in dem neuen Wohnort gedeckt werden müssen, muss der Hartz VI Empfänger sich auch hier zuvor eine Zusicherung einholen. Verbessert sich die finanzielle Situation des Leistungsbeziehers, muss er die Kaution zurückzahlen. Letztlich kann ein einmaliger Anspruch auf Erstausstattung bestehen. Ob dieser in Form eines Pauschalbeitrages oder als Sachleistung erbracht wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (2 Stimme(n), Durchschnitt: 3,00 von 5)

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— Kommentare —

  1. Ein Umzug ist immer eine Belastung! Der Zeit- und Kraftaufwand darf nicht unterschätzt werden. Aber in erster Linie sollte der Umzugswillige sich der finanziellen Verantwortung bewußt sein! Denn lebt man sowieso schon am Limit, sind alle finanziellen Aufwände, auch wenn diese noch so gering ausfallen, zu beachten. Deshalb unbedingt alles mit dem Jobcenter abklären, sich alle Absprachen schriftlich geben lassen. Auch vom besten Freund und nettesten Nachbarn. Hinterher wissen viele nicht mehr was ausgemacht war und schwups ist man ein paar Scheine los.

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