Jobcenter Leipzig …Prozeß verloren und die Rache folgt auf dem Fuße !

Gar schmählich und jämmerlich hatte das JC Leipzig wieder mal einen KdU-Prozeß vor dem SG Leipzig verloren ( S9 AS 261/14 ). Mit hochrotem Kopf und gesenktem Blick durften sich die JC-Vertreter vom Richter einige unangenehme Wahrheiten zum Thema KdU , Mieten , Nebenkosten und letztendlich zu dem nicht vorhandenen „ schlüssigen Konzept“ der Stadt Leipzig anhören. Nun hatte ich zwar gewonnen, aber dennoch beschlossen zum 1.7.2014  umzuziehen damit ich die traurigen Gesichter beim JC Leipzig nicht mehr ertragen muß.  Jetzt wohne ich in der wunderschönen Kleinstadt Brandis und jetzt ist auch das JC Naunhof zuständig. Kurz mal dazu: Auf eine Mailanfrage erfolgt in kürzester Zeit eine Antwort ( beim JC Leipzig wird gar nicht reagiert ) , auf eine schriftliche Anfrage erfolgt ebenfalls zeitnah eine Antwort ( beim JC Leipzig kann man lange warten ).Es muß also etwas Wahres daran sein, wenn behauptet wird, dass sich sehr viele JC.Mitarbeiter aus völlig fremden Berufen rekrutieren und weder sachlich noch fachlich kompetent sind. Offenbar haben sie sich alle in Leipzig zusammengefunden…gesucht und gefunden sozusagen…

 

Nun aber zu der Racheaktion: So hatte eine gewisse Frau Thiele von der Leistungsabteilung in der Erich-Weinert-Straße 20 in Leipzig mindestens seit Mitte Juni von meinen Umzugsplänen gewusst. Es lag auch ein gültiger Mietvertrag mit allen , aber auch wirklich allen wichtigen Daten vor und die Kommunikation mit dem JC Naunhof gestaltete sich hervorragend – mit dem JC Leipzig natürlich nicht, wie auch zu erwarten war. Seit dem 24.6.weiß zum Beispiel diese Frau Thiele, dass das JC Naunhof einen Einstellungsbescheid zum 1.7.wünscht. Genau am 24.6. wurde Frau Thiele freundlich per Mail darauf hingewiesen aber getan hatte sich natürlich nichts. Stattdessen wurde in der üblichen Borniertheit die Miete vom JC Leipzig für Juli 2014 prompt an die ehemalige Vermieterin überwiesen und natürlich stellt man sich ( wie immer ) unwissend und ahnungslos. Nun bekam ich am 11.7.ein Schreiben ( Anhörung zu einer Überzahlung ) von dieser „ Fachkraft“  Thiele -  natürlich an die ehemalige Anschrift in Leipzig gerichtet, dann per Hand mit der neuen Adresse überklebt und datumsmäßig korrigiert, ein bekrakeltes Schmierblatt also, aber dennoch unbeschreiblich konfus und tatsachenverdrehend. Das Schönste aber daran ist : Ich darf mal zitieren „ Das Jobcenter ist verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln…“

 

Selbstverständlich will man mich mit diesem Schwachsinn bestrafen, anders kann es gar nicht sein, aber dies wäre ein sehr schöner Grund, wieder mal vor Gericht zu ziehen, und darauf freue ich mich jetzt schon.

 

Was aber hat es mit diesem Einstellungsbescheid auf sich? Das ist ganz einfach zu erklären: Der Einstellungsbescheid bedeutet, dass das JC Leipzig die ALG-II-Bezüge einstellt und das JC Naunhof danach übernimmt. Ohne diesen Bescheid kann das JC Naunhof nichts überweisen und das JC Leipzig kann machen, was es will.

 

Das also ist der Dank dafür, dass ich auf eine Fortsetzung des Prozesses beim LSG Chemnitz verzichtete und auch keine Umzugskosten geltend machte. Beim Umzug hatten nämlich Familienangehörige und Freunde mitgeholfen und damit wollte ich das JC Leipzig auch finanziell entlasten. Das also ist der Dank dafür und das werde ich mir sehr wohl merken.

 

Übrigens bekam Frau Fachkraft Thiele am 16.7. nochmals ein Schreiben, dazu war ich extra in Leipzig , aber bis heute kam weder eine Antwort, noch dieser Einstellungsbescheid. Das Problem dabei ist aber: Solange diese unfähigen Mitarbeiter nicht persönlich haftbar gemacht werden,  tun und lassen sie was sie wollen, ganz im Sinne der Wirtschaftlichkeit … oder so…

 

Thomas Schirmer, am 22.7.2014

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— Kommentare —

  1. Jonny sagt:

    Tja, so läuft das bei den JC und den dort angestellten “Fachkräften”. Da wagt es doch tatsächlich jemand, seine Bürgerrechte zu nutzen und gegen die Schikanierungen zu klagen! Majestätsbeleidigung! Das kann natürlich nicht ungerächt bleiben. Schließlich hat man als “JC-Fachkraft”, die vermutlich schon aus unzähligen Berufen aufgrund von Unfähigkeit rausgeflogen ist, sonst keine Freude im Leben.

    Ich will hier keinesfalls verallgemeinern, es GIBT echte Fachkräfte beim JC, die das SGB tatsächlich kennen und versuchen, den Leuten zu helfen. Eine solche Fallmanagerin hatte ich bei meinem JC für einige Zeit. Eine supernette, kompetente Frau, die auch das Rückgrat hatte, ihre Kunden auch mal vor schikanösen Anweisungen von oben in Schutz zu nehmen.

    Aber in den meisten Fällen handelt es sich bei diesen Leuten um gescheiterte Existenzen. Aus dem eigentlichen Beruf (und etlichen weiteren) rausgeflogen, kurz angelernt und in ein Büro verpflanzt, wo sie nun ihren Frust über die eigene Unfähigkeit an den Arbeitslosen auslassen. Da werden dann gerne teaminterne Anweisungen mit Paragraphen aus dem SGB verwechselt (von dem die meisten dieser “Fachkräfte” höchstens den Einband kennen), wobei dann sowas wie im Artikel beschrieben herauskommt: Prozeß aufgrund eigener Unwissenheit mit Pauken und Trompeten verloren, Peinlichkeit ohne Ende, da kennen diese Leute nur noch eins: Rache und Frust abbauen.

  2. Thomas Schirmer sagt:

    Hallo Jonny, danke für die treffenden Zeilen !

    - Teil II der Story ist bereits unterwegs und wird wohl demnächst auch hier auftauchen. Und das wird noch besser: Die Teamleiterin Rudolph faselte unter anderem: ” Aus Ihrer E-Mail vom 18.6.2014 ging zwar hervor, daß Sie Ihren Umzug Ende Juni 2014 planen, aber das Jobcenter konnte zu diesem Zeitpunkt nicht davon ausgehen,daß dieser auch vollzogen wird”… Alles klar – ich beantrage jede Menge Papiere, besichtige die Wohnung, beschaffe Unterlagen und lege diese fristgerecht vor, habe einen rechtsgültigen Mietvertrag mit Unterschriften beider Parteien und beantrage per 24.6. den Einstellungsbescheid. Und das mache ich sicher nur aus Langeweile. Ob sich diese Teamleiterin ob dieses händeringenden Schwachsinnes nicht selber blöd vorkommt ? Oder will man zum Gaudium des Sozialgerichtes beitragen ? Jedenfalls hab ich das mal eingesannt, weil mir sonst keiner diesen unglaublichen Humbug glauben wird. – Der Fall ist doch glasklar. Die wollten mir an die Karre fahren und verheddern sich nun pausenlos in Widersprüchen.

  3. Jonny sagt:

    Ha, das ist ja tatsächlich noch besser! Klar, man hat ja auch nichts anderes zu tun, als einen zeitaufwendigen, teuren Papierkrieg zu führen, nur zum Spaß! Das riecht zehn Kilometer gegen den Wind nach Rache für den vom JC selbstverschuldeten und natürlich verlorenen Prozeß.

  4. Thomas Schirmer sagt:

    Und nun noch als Leckerli eine kleine Zugabe. Diese Frau Teamleiterin Rudolph schrieb auch: ” …es liegt kein Fehlverhalten meiner Mitarbeiter vor…” Daß diese Ämter gemäß §§ 13 und 14 SGB I eine Beratungs- und Aufklärungspflicht haben, hat sich offenbar in Leipzig auch noch nicht herumgesprochen. Nun ist am 22.8. ein Anhörungstermin beim SG Leipzig ( S 20 AS 2836/14 ER ) da durch das Verschulden des JC Leipzig Mietprobleme in der neuen Wohnung provoziert wurden.

  5. Enno sagt:

    Sei doch froh das du die Deppen dann endlich los bist. Man wird es eh nicht erleben, das die mal einen Fehler oder Fehleinschätzung zugeben. Lieber wird auf Biegen und Brechen nach Ausreden und fadenscheinigen Begründungen gesucht, bis es dann endlich doch vor Gericht landet und der Richter denen die Meinung geigt.
    Ist denen aber auch egal, die Hauptsache gegenüber dem Leistungsempfänger hat man durchgehalten. Dabei hast du es noch gut, denn deine Leistung bekommst du ja noch. Bei mir gibt es seit Januar keine Leistung mehr und ich muss jetzt klagen. Da braucht man einen langen Atem und viel Glück, denn krankenversichert bin ich derzeit ja auch nicht mehr. Dafür kommt dauernd die Krankenversicherung und wedelt mit irgendeinem Paragraphen ich wäre gesetzlich verpflichtet mich doch freiwillig zu versichern. Da komm ich mir doch irgenwioe verarscht vor.

  6. fragenstellerin sagt:

    mal eine frage, was macht man denn in so einem fall wie bei enno?
    er kann sich nicht freiwilig versichern denn er kann es sich einfach nicht leisten. ich habe nämlich das selbe problem. über 150euro im monat als freiwillig versicherte. …das geht einfach nicht.

    und ich brauch auch meine krankenkasse bei dem ärger und stress den man hat mit dem amt, sowas geht mal schnell auf die psyche.

  7. Enno sagt:

    Da kann man gar nichts machen. Nur hoffen. Nein mal im Ernst. Ich müsste mir jetzt das Geld irgendwo borgen, das bezahlen und nach dem Prozessende, was meiner Meinung nach mit 100% zu meinen Gunsten ausgeht, müsste das ganze rückabgewickelt werden. Also Jobcenter bezahlt nachträglich die Beiträge und ich bekomme die gezahlten Beiträge zurück. Praktisch werde ich das jetzt so machen: KK bekommt meine Einkünfte. ca. 200 € gemeldet. Dann werden die mir zwangsläufig den Mindestbeitrag berechnen. Können sie auch. Ich hab nämlich mittlerweile kein Geld mehr. Werde also nicht zahlen. Werden die mahnen und mahnen und mahnen, vollziehen etc. Ist mir egal. Das dauert aber ein paar Monate und bis dahin sollte auch gerichtlich was passiert sein. Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz läuft. Die Frage wäre eigentlich nur – bin ich auch wenn ich nicht bezahle versichert?
    Aber jedenfalls sind meine Geldquellen alle und ich werde wenn nichts passiert ab nächsten Monat meine Mietzahlung einstellen. Und vermutlich nach Dresden ziehen. Ist nur wenig weiter aber dann ist ein anderes Jobcenter zuständig und ich kann wieder leben.

  8. Ulrike Bollmeier sagt:

    Oh je. Einerseits gut zu wissen, dass es anderen auch so geht, aber auch sehr frustrierend, dass sich so viele mit diesem inkompetenten Personal herumschlagen müssen. Hilflos und wütend (ich) tut auf Dauer der Seele nicht gut. Ich wünsche jetzt erstmal das Allerbeste, gute Nerven und Gelassenheit. Ich muss jetzt Rente beantragen, weil ich mit meiner chronischen Krankheit (MS) nicht vermittellbar bin. Das Schlimme : 30 Jahre gearbeitet und ca. 601Euro Rente. Also sitz ich wegen der Aufstockung wieder in diesem Laden. Zitat Max Liebermann: Man kann gar nicht so viel fressen wie man kotzen möchte. (war auf Hitler und den Krieg bezogen) Ist mir trotzdem zu meiner Situation eingefallen. Und ein ganz herzliches DANKE an eine Freundin, mit der ich darüber reden kann. Viele Grüße Ulrike

  9. Hans sagt:

    Ich habe es mir angewöhnt, meine Gespräche im JC mit einem Recorder aufzuzeichnen. Dieses muss einem der Sachbearbeiter ja gewähren. So konnte ich im Nachhinein sehr vieles nachweisen/beweisen wenn es zu Streit kam Zudem habe ich bemerkt, dass sich die Angestellten dort auf einmal viel nützlicher anstellen, wenn die wissen, dass es im Zweifel einen Beweis gegen sie gibt.

  10. Svea sagt:

    Hallo Spiele endlich wieder da Wolfgang Clement und

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