Neue Schikane vom Jobcenter Leipzig! Wohnung um 2,63 Euro zu teuer!

Die alte Wohnung wurde zu teuer und ein Umzug wurde ausdrücklich vom JC Leipzig  angeraten.  Hilfe wurde zugesichert:  Also  lag  es  mir  nahe, eine  Wohnung  in  der gemütlichen  Kleinstadt  B  , umgeben  von Wald,  Licht,  Luft  und  Sonne zu  suchen. Gesucht und gefunden im Januar 2013 : Eine hübsche  Wohnung  direkt am Markt und in  unmittelbarer Nähe von Rathaus, Volksbank und Bushaltestelle. In  der  Umgebung: Einkaufsmöglichkeiten , Stadtpark und ein schöner See. Die Miete in Höhe von 260.63 € für 44.60 m² fand ich  im  Gegensatz  zu  meiner  derzeitigen Miete  angemessen  und teilte dies  auch  umgehend  meinen zuständigen Bearbeiter von der Leistungsabteilung   des  JC Leipzig,  ( Erich-Weinert-Str 20, Herr Bergmann )  mit.  Leider  machte  ich die Rechnung  ohne  den  Wirt ,  der  in  diesem  Falle  Bergmann  heißt.  Herrn  Bergmann nämlich war diese Wohnung um genau 2.63 € zu teuer und damit für ihn „unangemessen“.  Bei  einem persönlichen  Gespräch machte ich den  Vorschlag,  diese 2.63 € doch vom H4  abzuziehen  und mit der Miete zu verrechnen,  was  er  aber  nicht machen dürfte.  Na sicher darf er das nicht, weil mir doch gesetzlich eine bestimmte Summe  von derzeit   382 €   zusteht – was ich aber nicht nachvollziehen kann: Bei Sanktionen hat man sich auch nicht so gesetzestreu.

Dieser Mensch namens Bergmann machte mir aber am 23.1. 2013 schriftlich den Vorschlag, ich solle doch mit dem Vermieter wegen einer Minderung  um  besagte 2.63 verhandeln. Ironie on:  Natürlich ist jeder Vermieter sicherlich sehr begeistert , wenn bereits  im Vorfeld  um  lächerliche  knappe drei  Euro gefeilscht wird und dieser Ver – mieter  wird diesem Wunsche mit wachsender  Begeisterung nachkommen. Ironie off .

Es war für mich völlig nachvollziehbar, daß sich der potentielle Vermieter nunmehr in  Schweigen hüllte.  Es  ist aber  keinesfalls  nachvollziehbar,  daß ich  mich  wegen den Launen eines völlig fremden Menschen, in diesem Falle Bergmann, vor einem Vermieter erniedrigen lassen muß und betteln soll. Offenbar ist man als H4-Empfänger überhaupt nichts mehr wert und darf auf solche Art behandelt werden. Und offenbar ist es zwingend  notwendig, daß  man  immer  wieder  daran  erinnert wird,  daß  man  auf Gnade und  Ungnade  irgendwelchen  Sachbearbeitern  ausgeliefert  ist  und  diese nach Lust und Laune andere Menschen schikanieren dürfen.

Nun steht ein weiterer Prozeß vor dem Sozialgericht Leipzig  unter  dem Aktenzeichen

S 9 AS 1448/ 13 an , welcher bedauerlicherweise auf  Kosten des Steuerzahlers geführt wird aber letztendlich durch Herrn Bergmann vom JC Leipzig provoziert wurde. Dazu kommt aber noch: Herr B. spielte von Anfang an mit falschen Karten, nicht nur, daß die KdU falsch berechnet werden  ( und  es  dadurch immer  wieder zu Prozessen  vor dem Sozalgericht kommt ) nein, auch mit  der  Mietkaution wird kräftig getrickst. Diese soll nämlich  ratenweise  vom  H4 abbezahlt werden.  ! NEIN  !  – sagen die  Gerichte,  das  ist  nicht   statthaft   ( B4 AS 26/ 10 R )      , – was  aber Herrn Bergmann & Co herzlich  wenig interessiert…

Wie aber sollte man reagieren  ? Wer  Nerven und Zeit hat , der schreibt  einen  Artikel, gießt Kübelweise Hohn und Spott über diese unsäglichen Zustände im JC Leipzig  aus, nennt die Verantwortlichen beim Namen, sorgt dafür, daß alles öffentlich bekannt wird   und  geht  zum Sozialgericht.

Sehr oft liegen aber die  Nerven  blank  weil nämlich das JC mit  absolut voller Absicht auf   Zeit  spielt  und  auf  Widersprüche  unwillig  reagiert  und   Antworten  möglichst  lange  hinausschiebt . Dann kommt es gerade bei  Sanktionen vor, daß einem „ die Luft ausgeht“ . Natürlich ist das, wie  gesagt, volle Absicht.  Man wundert sich dann aber  in schöner  Regelmäßigkeit  immer  wieder  über  Angriffe aus heiterem Himmel. Bei  der Frage „ warum ?“ möge man erstmal die Antwort  in den eigenen Reihen suchen und da ist sie auch zu finden.

Dann  steht in  der  Zeitung:  „ Neuerlicher Angriff auf JC-Mitarbeiter …“   aber wie es dazu kommt, das  verschweigt man  lieber.  Ich kann aber darauf antworten: Wer nichts mehr  zu  verlieren   hat  und  mit dem  Rücken zur Wand  steht ( an die Wand gedrückt wurde , um es deutlicher auszudrücken ) greift schon mal zum Knüppel.

Wer  H4 bezieht und schikaniert wird,  sollte aber  nicht schweigen- ganz im Gegenteil.  Schonungslos Namen  nennen und an die Öffentlichkeit damit, immer wieder, bis diese Herrschaften zu einer Antwort gezwungen werden ! Mit einer Antwort meine ich aller-dings nicht die üblichen  Märchenstunden der Pressesprecher  sondern die Wahrheiten.

Gemeinsamkeit und Zusammenhalt machen stark !

Thomas Schirmer / Leipzig – am 8.7.2013

 

ablehnung-brandis-tom-schirmer.pdf

 

Update:

Im Anhang befindet sich das Gerichtsurteil vom Sozialgericht Leipzig als PDF. Dieses kann kostenlos downgeloadet werden.

Urteil zu KdU vom Sozialgericht Leipzig

 

 

 

 

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— Kommentare —

  1. Jonny sagt:

    Mal wieder richtig typisch JC! Bei den Mieten wird wegen jedem Cent gemeckert. Was aber Unsinn ist, da es auch hier gewisse Toleranzwerte gibt. Wegen lächerlicher 2,63€ darf eine Wohnung nicht abgelehnt werden. Schon aufgrund der Tatsache, daß es innerhalb der Fantasiezahlen, die das JC als max. Miethöhe rausgibt, kaum Wohnungen gibt, dank des Teuro. Viele SB machen sich auch einen Spaß daraus, erstmal zuzustimmen und dann im letzten Moment doch noch abzulehnen, sodaß man mit Pech plötzlich auf der Straße sitzt. Ob das mit dem GG vereinbar ist, frage ich mich auch. Denn schließlich steht jedem eine Wohnung zu.

  2. Schnakenhascher sagt:

    Es muß doch einen Mietspiegel und Obergrenzen geben. Wenn in Zwickau-Stadt für eine Person gilt: 47qm für 217,00 Euro plus Betriebs- und Nebenkosten, dann muß doch logischerweise die Obergrenze in einer Stadt wie Leipzig höher sein.

    Beispiel Zwickau:

    Eine Person 47qm 217,00 Euro.
    Kommt hinzu: 47qm x 1,10 Euro Betriebskosten = 51,70 Euro
    Weiterhin dazu: 47qm x 1,20 Euro Heizkosten = 56,40 Euro
    Macht alles zusammen 325,10 Euro Wohngeld für eine alleinstehende Person.

    Ist die Kommune und Messestadt Leipzig etwa ärmer als die Provinz Zwickau?

  3. Werniman sagt:

    Laut der von Harald Thomé gelisteten örtlichen Richtlininen für die KdU sind in Leipzig für 1 Person 45m² angemessen. Die Kaltmiete darf bei 4,48€/m2 liegen (=201,60€). Die Grenze für Betriebskosten bei 1,33€/m² (=59,85€) und bei Heizkosten bei 1,20€/m² (=54€).Macht in der Summe 315,45€ für eine einzelne Person pro Monat. Rechnet man das auf 47m² hoch,um die Zahlen zwischen Zwickau und Leipzig vergleichen zu können,dann liegt die Angemessenheit in Leizig also gerade mal 4,37€ höher als in Zwickau.
    Wenn ich mir die Wohnungsangebote in Leipzig so anschaue,dann liegt der Quadratmeterpreis in der Praxis oft weitaus höher als 4,48€/m2.In der Folge kriegt man für die erlaubten 201,60€ also keine 45m²-Wohnung,sondern nur ein 30m²-Schließfach. Wenn man Pech hat und an einen Amts-Schergen gerät, der meint,daß sich die Angemessenheit ja wohl ausschließlich aus dem Produkt von Wohnfläche und angemessenem Quadratmeterpreis und nicht am Maximalpreis orientiert,kann man sich schonmal eine nette Brücke suchen.

  4. domextrem sagt:

    artikel ist intressant..vielen h4 beziehern geht es ähnlich.in h4 setzt sich in gewissen sinne ähnliches wie früher in der sozialhilfe fort:kenne viele verzweifelte h4:ist aber ein spiegelbild..der.. bevòlkerung u einstellung wie handlung derselben:denk wie handlungsmuster werden immer rechtslastiger:ist ein schleichender prozeß;vielen nicht bewußt.

  5. RK sagt:

    Es ist die grausame Realität in unserem Sozialstaat, diese Jobcenterfuzzis machen was sie wollen, und am schlimmsten mit einem der ausgezeichnet Deutsch spricht, bei den Ausländern haben die keinen Bock sich auf Verständigungsproblemen rum zu drücken, da geht es schnell, hopp oder Flopp. Aber unsereins (bin nicht rechts, habe zwei Kinder aus Madagascar adoptiert) gilt als Problemfall, Kürzen ,Sanktionen, Ablehnungen und die ganze Palette an Spielchen um “die faule Sau” auf Trab zu halten. Habe meinen Job als Bauleiter verloren und muß nun statt mit 2200,-€ mit Hartz4 leben und werde vom Jobcenter an die Wand gespielt. Muß dazu sagen ,kann verstehen das die Leute austicken und im JC mit dem Messer spielen. Es ist nur wieder ein klares Zeichen unserer verlogenen Politik und dem Heuchlerischen Sozialstaat getue der fetten und alten Politikergarde in Berlin.Marx hat schon erkannt, dass solcherart nur mit Gewalt bei zu kommen ist.

  6. Erika sagt:

    Thomas Schirmer, Ich finde Deinen Beitrag nicht sachlich geschrieben. Geht es nicht mit weniger Emotionen? –
    Dass die Differenz von 2.63 € von H4 nicht abzugziehen ist, ist rein rechtlich gar nicht möglich. Warum zahlen Sie diesen Betrag nicht aus eigener Tasche? Kannn man überall nachlesen, dass das Amt die Mehrkosten der Wohnung nicht übernehmen muss, aber du diese aus eigener Tasche zahlen kannst. Die Miete bekommt der Vemieter durch Deine Bank per Lastschrift überwiesen. Verstehe also gar nicht was Dein Problem ist.
    Wegen diesem kleinen Betrag hätte ich mir die Wohnung nicht durch den Lappen gehen lassen. Manchmal ist der einfachere und damit kürzere Weg den Vorgesetzten des Fallmanagers mit einzubeziehen. Dann wäre es vielleicht gar nicht soweit gekommen.

  7. Thomas sagt:

    Hallo Erika, ich wollte im Beitrag nicht so weit ausholen, es geht im Prinzip darum, daß dieser Bergmann meinen Umzug gar nicht ernsthaft wollte, sonst hätte man sich einigen können.Stattdessen wurden mir Steine in den Weg gelegt. Außerdem ist bekannt, daß die KdU so wie vom JC angegeben, nicht stimmen – dazu ein Link: http://fsn-recht.de/index.php?id=21. Und was die Vorgesetzen betrifft: Die decken ihre Lakaien logischerweise. Nunmehr ist es so: Ich wohne noch in Leipzig , war beim Sozialgericht ( Antrag + ER , also ” einstweiliger Rechtsschutz” ) und nun muß das JC Leipzig wesentlich mehr Miete zahlen – und natürlich die Heizkosten dazu…Passt denen aber auch nicht und nun möchte man auch das Sozialgericht belehren. Sehr witzig…

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