Mutter ist mittellos- zwischen Studium und Kind

Ich habe in diesem Sommer mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Da mir noch schmerzlich der Übergang zwischen Bachelor und Master Studiengang und die Lücke in der Bafög Förderung bewusst war, habe ich mich sehr früh beim Arbeitsamt vorgestellt.
Dort wurde ich im Mai (Studiumsende Mitte Juli) weggeschickt (ohne Antragsunterlagen) mit dem Hinweis, dass die Unterlagen so oft aktualisiert würden, so dass ich frühestens 4 Wochen vor Studiumsende noch einmal kommen sollte. Das habe ich dann gemacht und einen dicken Packen an Papieren bekommen. Alle ausgefüllt und nur mit dem Abschlussbescheid vom Bafög Amt gab es Probleme. Das Amt stellt diesen Bescheid nach dem Ende des Studiums aus, das heißt mit der Ausstellung des Master Zeugnisses.
Meiner Sachbearbeiterin erklärte ich diese Lücke, denn das Zeugnis hat eine 4 wöchige Bearbeitungszeit und dazu kommt eine 6 wöchige Bearbeitungszeit für meine letzte Hausarbeit, insgesamt ist mit diesem Zettel also nicht vor Ende September zu rechnen.

Nur Drohungen führen hier zum Ziel!

Obwohl ich ein kleines Kind habe (1,5 Jahre alt) und mich sehr zeitig und gewissenhaft um alles gekümmert habe, stehe ich jetzt seit drei Wochen ohne Geld da – was auch bedeutet ohne Geld für mein Kind. Der Grund ist die mangelnde Abstimmung der Ämter und meine Sachbearbeiterin, die mir immer wieder die Aufforderung schickt, nun endlich den Bafög-Abschluss Bescheid vorzulegen. Emails mit der dringenden Bitte auf Hilfe für den Übergang wurden komplett ignoriert, schließlich drohte ich mit dem Anwalt, sollte ich nicht meine rechtmäßigen Zahlungen erhalten um meine Miete zu bezahlen zu können und mich und mein Kind ernähren zu können – die Antwort dauerte genau 2 Minuten. Ja natürlich, Bescheid wäre unterwegs und das Geld angewiesen.
Ich habe die letzten drei Wochen sehr viel über den Alltag der Arbeitslosen gelernt, ich verstehe die Wut, die Hilflosigkeit und die Verzweiflung, die eine Antwort auf die gespürte Willkür der Behörden ist.
Ich werde jetzt einen Beratungsschein beantragen und dann lasse ich alles von einem Anwalt bearbeiten. Ich finde den Umgang, den ich mit meiner Sachbearbeiterin erfahren musste nicht nur unmenschlich sondern auch zutiefst respektlos.

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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— Kommentare —

  1. Diskus sagt:

    Wie man sieht haben wir Fachkräftemangel. Der Umgang mit den Menschen im AlgII Bezug ist schon fast vergleichbar mit “Arbeit macht frei”.

    Die Menschen werden nur noch betrogen, belogen, diskreminiert und bedroht. Armes Deutschland.

    Wer die Ironie findet, kann sie behalten.

    Lg Diskus

  2. derbaron sagt:

    Warum bist Du nicht zum Vorgesetzten gegangen? Ein Antrag kann nun mal nicht abschließend bearbeitet werden, wenn Dokumente fehlen. Vorschriften haben Ihren Sinn. Aber Eskalationen zu Vorgesetzten auch.

  3. derbaron sagt:

    @diskus lass bitte diese ewigen Nazi-Vergleiche. Lass Adolf endlich mal in der untersten Schublade wo er hingehört. Ich kann es bald nicht mehr lesen!

  4. Diskus sagt:

    @derbaron wenn dus nicht mehr lesen kannst dann lass es doch einfach.

  5. derbaron sagt:

    Dummerweise weiß man aber erst nachdem man gelesen hat, was man gelesen hat.

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