Das Jocenter kann auch wenn es will

Vor einigen Jahren hatte ich nach langer Zeit “selbstständiger” Arbeit für meinen Hauptauftraggeber einen Anstellungsvertrag bei dessen Firma ergattert. Leider ging diese nach ein paar Monaten Pleite; aber netterweise hatte ich eine sehr gute Abfindung ausgehandelt, die mich in den kommenden 7 Monaten bei der Entwicklung neuer Geschäftskonzepte und dem knüpfen neuer Partnerschaften über Wasser hielt. Vermögen hatte ich danke meines jungen Alters und der vorher immer recht prekären Selbstständigkeit nicht angehäuft.
Als ich leider feststellen musste, dass die neuen Geschäftspartner noch weniger taugten als deren Geschäftsidee, ging ich einerseits auf di Suche nach einer Festanstellung und habe parallel Freunde um die Vermittlung selbstständiger Tätigkeiten gebeten.
Witzigerweise kam ein einmaliger Auftrag zum Outsourcing – also der Arbeitsvermittlung für noch-Angestellte – als Subunternehmer einer Zeitarbeitsvermittlung rein.

Unvermittelbar von der Arge- trotzdem neuer Berufserfolg

Aber leider erst sechs Wochen nachdem mir das Geld ausgegangen ist.
Also bin ich vorher zur Arge (Arbeitsamt war ja nicht) meines Landkreises (10 min. S-Bahn und 20 min Fussmarsch, die Lage der Arge war “billig”, also nur autotauglich) und habe mich dort mit kompletten Bewerbungsunterlagen vorgestellt.
Nach zwei Stunden warten bekam ich meinen Termin, schilderte das geschäftliche Scheitern, meinen nicht vorhandenen Kontostand und den Stand meiner Bewerbungen mitsamt Bewerbungsunterlagen.
Ergebnis des ungefähr 20-minütigen Gespräches mit der sehr angenehmen Arge-Mitarbeiterin:
“Ich kenne ihren Beruf nicht, aber es sieht so aus, als ob sie ihn beherrschen; ich bewillige ihnen jetzt erstmal für drei Montate ALG-2. Machen Sie so weiter, ich kann sie sowieso nicht vermitteln.”
Als dann der og. Auftrag reinkam, habe ich Bescheid gesagt, dass ich die Leistungen aussetzen möchte, kurz darauf hatte ich ein Bewerbungsgespräch für eine feste Stelle, die ich bekam und bald darauf wg. besserer Position wieder gekündigt habe und wieder ein festes Anstellungsverhältnis bekam.
Das ist ja eigentlich eine Erfolgsstory.

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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— Kommentare —

  1. derbaron sagt:

    Du wagst es etwas postitives hier reinzuschreiben? Da werden die ganzen “Kommentatoren” nicht mögen :-)

  2. heatseeker sagt:

    @derbaron
    Du wagst es etwas überhaupt hier zu schreiben, das werden die user nicht mögen :-)

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