Wie? Sie haben auch keine Ahnung von Buchhaltung?

Ich habe schon wieder ne neue Arbeitsberaterin, der ich letztens meine Eigennbemühungen, vorzeigen mußte. Im Prinzip müßte sie mir erstmal ne Kürzung meiner bescheidenen Transferleistung reinwürgen, eröffnete sie das Gespräch, nachdem sie einige Minuten in meinen Unterlagen herumgekramt hatte. Weil, man könne meine Bewerbung für die Position eines Meisters durchaus so auffassen, als ob ich die Anstellung gar nicht haben wolle.

“Sehnse mal: Meister – und dann das hier, das paßt doch nicht zusammen.”

Hier die beanstandete Passage:

In den verschiedenen Unternehmen habe ich leitende Tätigkeiten verrichtet, die von der Ausbildung von Lehrlingen und Betreuung von jungen Mitarbeitern bis zum Projektmanagement reichen. Weiterhin ist es meiner guten Allgemeinbildung sowie meinem selbstsicheren Auftreten – gepaart mit handwerklichem Geschick – geschuldet, daß niemals meine Autorität, geschweige denn meine Kompetenz in Frage gestellt wurde.

Das schien sie richtig aufzuregen. Wieder und wieder deutete sie auf das Blatt. Das nächste Mal solle ich doch lieber gar keine Bewerbung schreiben, als sooo eine. Das würde letztendlich auf das HiobCenter zurückfallen. Naja, ich hab auf blöd gemacht und mich einsichtig gezeigt, klammheimlich aber in mich hineingegrinst. Jedenfalls ist auch der Rest des Schreibens so rübergekommen, wie ich es mir gedacht hatte. Nicht daß ich noch zu nem Vorstellungsgespräch an den Arsch der Welt eiern muß, für ne Stelle, die ich gar nicht bekommen werde, weil sie nen ganz anderen Typ Meister gesucht haben. Also jemanden, der schon mal ne Firma hatte und den ganzen Laden für ein Appel und ein Ei schmeißt. Keinen Querulanten und selbstgefälligen Besserwisser, sondern eine Art Joker. Eine Gehaltsangabe stand in der Zuweisung bezeichnederweise nicht drin. Und ich Dummerchen war einst dem Irrglauben aufgesessen, daß sich das Arbeitengehen lohnen soll.

Im Endeffekt lief das Gespräch genau so ab, wie die zahlreichen eines Bekannten, den sie beim Aamt ‘ficken’ wollen. Das Schwein, das sie schlachten wollen. Entbindung meiner Ärtze von der Schweigepflicht (!), anschließende Vorstellung beim Amtsarzt. Dann wird entschieden, wer mich versorgt; also entweder die Rentenkasse oder das Amt. Will sagen, ich bekomme eine Umschulung. Wenn das Amt das allerdings bezahlen muß, wirds wohl nur ne Weiterbildung werden, nehme ich mal an.

Ihr wißt ja: Das HiobCenter spart ganz gerne an der falschen Stelle….

Habe mich diesbezüglich zurückgehalten, so schnell schießen die Preußen auch wieder nicht. Zu was ich mich umschulen lassen soll? Insolvenzverwalter werden ja zur Zeit gesucht, oder Computerspezialisten, die für 5 Euro die Stunde arbeiten. Auch das habe ich mir lediglich gedacht. Frau Staatsdiener war sowieso schon recht angespannt wegen der Geschichten über die letzten Arbeitsberater – und deren Anweisungen. Und es hat mir doch sehr gefallen, als ich das genüßlich erzählt habe, also den ganzen Mist, den ihre Vorgänger da verzapft haben. Stundenlang hätte ich pikante Annekdötchen zum Besten geben können!

Das kommt davon, wenn man Dilettanten an Positionen setzt, wo ausgebildete Kräfte von Nöten gewesen wären. Aber das Aamt will ja sparen und hat die Vakanzen mit Hochschulabsolventen – das ist die einzige Voraussetzung, die die Bewerber mitbringen müssen – besetzt, die ihren Aufgaben nur in unzureichendem Maße gewachsen sind. Genüßlich fuhr ich fort, daß mein vorletzter ‘Berater’ die fixe Idee hatte, mich als Bürohilfe zu vermitteln, weil ich doch Abitur hätte. Und nicht nur meine Mutter hat gelacht!!! Zugegeben: Die Arbeitsberaterin fand das weniger komisch.

“Ick komm da rein, frächt mich die Olle, ob ich 10 Finger könne.”

“Wie? Sie haben auch keine Ahnung von Buchhaltung?”

“Wie Pik Sieben stand ich da”, erklärte ich meiner Fall-Managerin.

In Wahrheit war ich natürlich nie bei einem solchen Vorstellungsgespräch. Denn eins und eins Zusammenzählen, das kann ich ooch noch.

Anschließend konstatierte sie, daß ich ein Beratungsgespräch bei einem Kollegen abgebrochen hätte. Was denn da los gewesen sei. Ich hatte dem Herrn Soundso bereits im Vorfeld erklärt, daß ich mich bei Schulen und Bezirksämtern als Haushandwerker oder Hausmeister bewerbe, obwohl ich ganz genau wisse, daß die in den näxten 15, 20 Jahren gar kein neues Personal einstellen. Und das alles nur, um auf die 52 Bewerbungen zu kommen.

“Der Herr S. erklärte, das sei ihm egal und wollte, daß ich mich in einer Wiedereingleiderungsvereinbarung verpflichte, monatlich 15 Bewerbungen abzugeben. Kanner fajessn”, haick ihm jesacht. “Ick schreibe 52 Bewerbungen im Jahr und fertich.”

“Das ist ja genau die Stückzahl, die Sie vom Jobcenter bezahlt bekommen…. Und telefonisch haben Sie sich nirgendwo beworben?”

“Sie müssen schon entschuldigen, aber ich habe keine Telefon-Flatrate, kann ich mir nicht leisten bei 21 Euro 78, die laut Hartz-Berechnungstabelle dafür vorgesehen sind.”

So ging das noch eine Weile her und hin. Irgendwann monierte sie, daß ich in einer Bewerbung Fernsprecher statt Telefon geschrieben hatte, naja. Jedenfalls soll ich jetzt erstmal keine Bewerbungen mehr schreiben.

HiobCenter – Kommentar überflüssig!

 

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— Kommentare —

  1. derbaron sagt:

    Wieder ein extrem schwierig zu lesender Artikel. Warum können viele hier nichtmal korrektes Deutsch schreiben? Aber sich in Fäkalsprache pauschal über Angestellte aufregen, die in Lohn und Brot stehen.

  2. Lesebrille sagt:

    @ derbaron Was ist daran schwer zu lesen?
    Entweder an der Lesekompetenz feilen oder eine Lesebrille kaufen. Der Beitrag bringt die Inkompetenz der meisten Mitarbeiter bei den Ämtern auf den Punkt. Was heißt denn hier überhaupt “korrektes Deutsch”? Der Inhalt ist schon verständlich. Aber Hauptsache, die Form stimmt, oder wie?

  3. derbaron sagt:

    Nein. Ich finde Grammatikalisch ist es eine Katastrophe. Es sollte schon zu Erwarten sein das ein “Meister” mit “Abitur” einigermaßen korrekte Sätze schreiben kann. Das ist auch Achtung vor dem Leser.

    Aber hier in diesem Schwarz/Weiß Forum ist sowas natürlich störend. Es sagt aber viel über die Qualität der Inhalte auß.

  4. Lesebrille sagt:

    Zitat: Es sagt aber viel über die Qualität der Inhalte auß.

    Wer im Steinhaus sitzt sollte nicht mit Gläsern werfen …

  5. uta weinzierl sagt:

    derbaron!!!

    Du meckerst ja immer weiter auf allen rum hast du nichts besseres zu tun??????????

  6. Torsten sagt:

    Wem das hier nicht passt, der kann ja seine Zeit woanders verbringen.

  7. Lockez sagt:

    @derbaron:

    Geht es noch ?
    Amts-Angestellte und Beamte stehen nicht in Lohn und Brot verdammt nochmal, denn die bekommen ein GEHALT und leben von den Steuerzahler, also von jedem in der BRD-GmbH lebenden Bürger.
    Arbeiter und Facharbeiter bekommen ein LOHN !
    Und es ist Wahr das die Angestellten im Job-Center bzw. ARGE äußerst Inkompetent oder auch nur geistig-sadistisch Veranlagt sind.

  8. Mar75 sagt:

    Was regt ihr euch so auf ? Nach den Äußerungen,die “derbaron” hier in den letzten Tagen so von sich gegeben hat, kann man mit 99,99%iger Sicherheit davon ausgehen,daß er ebenfalls im Jobcenter arbeitet. Kein Wunder also,daß er hier jeden Beitrag kritisiert, die Machenschaften seiner Kollegen in Schutz nimmt und intellektuell mit dem Lesen der Beiträge vollkommen überfordert ist.

  9. derbaron sagt:

    @lockez

    Vielen Dank für die Belehrung. Aber “Lohn und Brot” war als Sprichwort gemeint. Jeder normal-intelligente Mensch versteht das meiner Meinung auch sofort. Wenn die Argumente ausgehen, wird sowas gerne übersehen. Das Kreide ich Dir aber nicht an (Achtung: hier wird nichts mit Kreide gemacht! Das ist ebenfalls eine Redensart!)

    Vgl auch:
    http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=in+Lohn+und+Brot+stehen&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou&suchspalte%5B%5D=bsp_ou

    Danke

  10. uta weinzierl sagt:

    Danke an Torsten (Ich warte schon auf die 2. Auflage des Buches)
    danke an Lockez
    danke an Mar 75

    also rege nicht nur ich mich über “derbaron” auf.Mit ihm sich auseinander zu setzen bring nichts. Ich werde aber mal weiterverfolgen wie er sich am Unglück anderer hochschaukelt.

    Danke noch mal für euere Meinungen

  11. derbaron sagt:

    @uta

    Ich schaukele mich an nicht sauf. Ich finde apuschale Aussagen extrem schwierig. Ich komme ja auch nicht daher und sage das alle ALG2 Empfänger Schmarotzer sind.

    Schwarz / Weiß ist zu einfach.

  12. Lockez sagt:

    Lieber möchtegern Baron, es zeugt doch schon von Ihrer Ausdrucksweise das Sie auch zu den menschfeindlichen und abzockenden Leuten gehören, also zu den größten Sozialschmarotzern !
    Auf den Rücken anderer Menschen Arbeit bekommen Sie wohl Ihr Geld, denn sonst würden Sie solch ein menschenverachtenden Ton nicht zutage tragen.
    Allerdings habe ich Mitleid zu solch bösartigen Kreaturen wie Sie es sind, denn irgendwann wird auch mal bei Ihnen Einsicht einkehren.
    Und wenn nicht, dann ist es mir auch völlig EGAL, es gibt zuviel von EUCH Minusmenschen!

  13. Lockez sagt:

    Uta, danke für deinen DANK! :D

  14. derbaron sagt:

    Sehr geehrter Herr Lockez!

    Ich sehe hier oft einen menscherverachtenden Ton gegenüber Angestellter der ALG2. Aber das ist ja ein Punkt, der hier völlig ignoriert wird. Wir ist nicht bekannt, das zB der Hausmeister des Jobcenters irgendwas mit ALG2 Empfängern zu tun hat. Trotzdem wird dieser als MA des JC beleidigt.

    Nicht alles über einen Kamm scheren. Ich finde vor allem Deinen Ausdruck “Minusmensch” bemerkenswert.

    Und wenn es Dir egal ist, warum schreibst Du dann einen Kommentar? Mir ist es nicht egal. Vielleicht bin ich genau deshalb kein ALG2 Empfänger.

    Ich denke auf dem Rücken anderen sein “Geld” zu bekommen ist allemal besser, als gar keine Arbeit zu haben und zu geben.

    Das JC kann schließlich nichts für die Misere in die viele geraten sind. Das hat ja alles Ursachen. Und ich bin immer noch der Meinung: jeder ist seines Glückes Schmied.

    Ich weiß es nicht.

    Bezüglich Sozialschmarotzer: (auch ein interessantes Wort)
    Ich bin keiner.

  15. Lockez sagt:

    Sehr geehrter Herr Baron,

    irgendwie haben Sie ja in manchen Dingen ja Recht, aber leider nicht in allen Dingen, da fehlt Ihnen noch etwas mehr Information, denn Sie scheinen auf dem Stand der Mainstream-Medien zusein.
    Und ich entschuldige mich mal für meine agressive Wortwahl Ihnen gegenüber.

  16. John M. sagt:

    Wäre ich “Hartz4″-Bezieher, würde ich hier keine einzige Geschichte öffentlich niederschreiben. Unter fast jedem Beitrag stehen mehr als merkwürdige Beiträge bestimmter User, die diese Internetpräsenz sehr merkwürdig und unseriös erscheinen lassen. Manchmal könnte man das Gefühl bekommen, sie dient ebenfalls nur dazu, den sowieso schon instrumentalisierten Arbeitssuchenden mit seinen Erlebnissen der Belustigung und zum Zwecke der Unterhaltung preis zu geben. Da auch ein kommerzielles Interesse (angeblich Spende..) hinter dieser Internetseite erahnen lässt, sollte sich vielleicht mal jemand um diese merkwürdige Seite kümmern..

  17. John-Boy Walton sagt:

    @John M.
    Denkst du da an bestimmte User,die diese Internetpräsenz durch ihre Kommentare sehr merkwürdig und unseriös erscheinen lassen ?

  18. John M. sagt:

    Ich formuliere es mal so- Nach dem Lesen von gefühlten 30 “Schikaneberichten” fallen einem aufmerksamen Leser wiederkehrend die gleichen Kommentatoren mit ihren Kommentaren auf, deren Inhalt, ich kann es mir anders nicht erklären, entweder nicht von nicht mehr zurechnungsfähigen Menschen stammen, die in ihrem, was für ein Job auch auch immer keine Befriedigung finden, oder von Menschen wie ich vermute, mit dieser Internetpräsenz ganz andere Interessen verfolgen. Die Gängelungen von Hartz4-Beziehern ist ohnehin schon unter aller Würde, die hier berichteten Geschichten gibt es wirklich zu Hauf. Die Kommentare teilweise finde ich schockierend, da sie einerseits zeigen, ob ernst gemeint oder nicht, wie sehr Menschenrechte in diesem Land mit Füßen getreten werden, was selbst UNO-Berichte bestätigen. Es zeigt wieder nur einmal die globale und vor allem hierzulande nationale Verrohung der Gesellschaft nach dem “Friss oder Stirb”-Prinzip. Dazu die Vermarktung eines Buches, von einem Autor, der Hilfe bei Existenzgründungen bietet. Wenn hier nicht klare finanzielle Absichten hinter stecken und gezieltes Klientel angesteuert wird, fresse ich einen Besen. 1+1=2.

  19. Torsten sagt:

    Ich kann mich mal um Sie kümmern und Ihre offenbaren Verleumndungen und Unterstellungen hier löschen. Wenn Sie immer nur das Schlechte in Webseitenbetreibern sehen, dann besuchen Sie doch die Seite einfach nicht mehr. Wenn Sie es nicht glauben, das ich das Geld spende, rufen Sie beim Vereinsvorsitzenden von we4kids an und erkundigen sich:

    http://www.we4kids.de/index.php?id=118

    we4kids e.V.

    Kirchgasse 4

    07580 Rückersdorf / OT Reust

    Tel: 0173 / 80 344 89

    (Bitte beachten, da alle unsere Mitglieder ehrenamtlich tätig sind, ist eine ständige telefonische Erreichbarkeit nicht zu gewährleisten. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme die Möglichkeit unter Kontakt)

    eMail: info(at)we4kids.de

    Vereinsvorsitz:
    Bernd Lehmann

    Rechtsform:
    Eingetragener Verein
    Registergericht Gera
    Vereinsregisternummer VR 1420

    Steuernummer: 161 / 142 / 32487 (we4kids e.V. dient gemeinnützigen Zwecken im Sinne §§ 51 ff. AO)

    Das ist echt unerhört und denjenigen gegenüber gemein und unfair, die wirklcih und ernsthaft helfen wollen. Machen Sie das immer so?

  20. Torsten sagt:

    @John M.:
    Wenn Sie richtig und aufmerksam gelese hätten, hätten Sie festgestellt, dass ich längst nicht mehr beratend tätig bin, daher meine letzte Verwarnung: Hören Sie auf mit derartigen Hetzen und Verleumdungen, andernfalls setze ich Sie auf die Blacklist in diesem Blog. Gute Tag

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