Lieber umziehen als weiterarbeiten

Ich habe auch ein Erlebnis mit dem Jobcenter beizutragen. Es ist zwar noch nicht ganz ausgestanden, aber trotzdem sicher interessant für euch.

Ich bin leider schon lange arbeitslos, üer aber schon genausolange einen Minijob aus. Passenderweise bei einer Firma,die im gleichen Haus sitzt,in dem ich wohne. Mein Arbeitsweg ist also vergleichsweise kurz :-D

Meine Miete bezahle ich passenderweise gleich in Bar gegen Quittung,da ich meinen Lohn ebenfalls in Bar bekomme. Gemäß BGB ist das durchaus erlaubt. Natürlich ist das dem Jobcenter irgendwann aufgefallen und man verlangte schriftlich eine Erklärung,wieso von meinem Konto keine Barabhebungen oder Überweisugnen getätigt werden,die der Mietzahlung zuzuordnen seien.

Frist zur Stellungnahme 2 Wochen

Schon am nächsten Tag bekam ich ein Schreiben,daß meine KdU-Zahlungen (Kosten der Unterbringung?) eingestellt würden,weil ich nicht rechtzeitig geantwortet hätte. Ausgestellt war dieses Schreiben von der selben Sachbearbeiterin wie das erste Schreiben…am selben Tag wie ersteres Schreiben. Also legte ich Widerspruch ein, der auch “schon” 6 Monate später bearbeitet wurde. Meine Reaktion war die Klage vor dem Sozialgericht. Leider fand ich keinen Anwalt, der mich dabei unterstützen wollte, einer sagte mir klipp und klar,daß den meisten Anwälten 1500€ Streitwert zu wenig wären.

In den nächsten 2 Monaten war ich damit beschäftigt,die immer haltloseren Anschluldigungen des Jobcenters dem Gericht zu erklären. Meist hatten diese gar nichts mit der Mietsache zu tun. So wurde mir z.B. plötzlich eine BG mit meiner Chefin unterstellt oder ich wurde zum Vizepräsidenten der Firma erklärt (Vizepräsident in einer 2-Mann-Firma ?) .  Man fälschte sogar ein Online-Profil bei LinkedIn. Auch meiner Vermieterin wollte man ein Vermietrecht absprechen,weil ihr “nur” 85% des Hauses gehören.  Mangels Anwalt verlor ich den nachfolgenden Prozess mit Pauken und Trompeten,da der Richter der JC-Vertreterin (Modell Sexbombe) aus der Hand fraß. Was soll man auch davon halten,wenn sich Richter und JC-Vertreterin vor dem Prozess vor der Tür in einer derart vertrauten Art begrüßen,wie ich sie nichtmal meiner Mutter gegenüber an den Tag legen würde ?

Da sich meine Mietschulden immer weiter steigerten, beschloss ich in Revision zu gehen…mit Hilfe eines Anwaltes,den ich leider erst nach dem Prozess fand. Dieser nahm meinen Fall an und hat Revision beim Landessozialgericht eingelegt…dort liegt die Revisionsklage noch immer.

Die vorläufige Krönung kam nach dem  SG-Prozess: Das JC bot mir an, einen Umzug zu bezahlen,zudem natürlich Miete/Heiz- und Nebenkosten. Insgesamt etwa 60€/Monat mehr als bisher.  Zudem eine Erstausstattung,da meine bisherigen Möbel ja alle der Vermieterin gehören.

Soviel zum Thema “Wir sparen…koste es, was es wolle!”

Ach ja : Natürlich verbot man mir, meinen Minijob zu kündigen,obwohl ich den im Falle eines Umzugs nicht mehr ausüben kann.  Aktueller Stand: Ich habe noch immer meinen alten Mietvertrag,jedoch wurde er bis zur Entscheidung des LSG gestundet. Daher betragen meine Mietschulden aktuell 3900€…und alles deswegen,weil das JC Geld sparen will und einfach mal einen nicht praktizierten Mietvertrag vermutet.

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (3 Stimme(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)

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