Bereichsleiter rät zu Psychiatrie und anschließender Psychoschiene

Meine Geschichte ist zwar schon etwas länger her, lässt mir aber immer noch keine Ruhe.
Schon alleine deswegen nicht, weil ich alleine aus meinem Bekanntenkreis immer wieder seltsame Dinge höre. Angefangen bei Endlosschulungen und skandalöser Behandlung durch die “kompetente” Sachbearbeiter bis hin zu Fehleinschätzungen und Schikanen, die einem das Leben zur Hölle machen können.

herablassende Blicke vom unkompetenten Sachbearbeitern

Meine Geschichte… Ich musste 2007 aus gesundheitlichen Gründen mein Studium abbrechen.
Mein Entschluss…ich mache eine Ausbildung und bin daher bei dem dafür zuständigen Sachbearbeiter gelandet, in der Hoffnung, dass dieser mir weiterhelfen kann. Von Anfang an hatte ich aber das Gefühl: “Das wird nix…” – herablassend, unfreundlich usw und erst recht nach Begutachtung durch die Ärztin des Arbeitsamts.

freche Beschuldigungen

Mit einem BMI von 22 als “adipös” bezeichnet (also als kurz vor Fettleibigkeit), dann hat sie gemeint, dass ich die Krücken nur hernehme, um Mitleid zu schinden und mir Opiat-Missbrauch (auf gut Deutsch “Drogensucht“) unterstellt. Anders lautende Befunde über meine tatsächlich vorliegenden Erkrankungen wurden nicht beachtet.

der “Wissenstest” vom Arbeitsamt

Dann folgte eine Odyssee durch verschiedene Abteilungen bis hin zu einem Bekannten, der als Bereichsleiter bei meiner Arbeitsagentur arbeitet. Gut, dass ich mir bei dem “Wissenstest” und dem Gespräch mit dem Psychologen wirklich allergrößte Mühe gegeben habe – gleichzeitig aber auch schlecht. Einerseits bin ich schon mal wegen der guten Ergebnisse nicht als “geistig behindert” eingestuft worden. Eine Bekannte von mir hat gedacht sie stellt sich dumm und wird nur noch an Behinderten-Werkstätten vermittelt, da bei ihr laut Aktenlage ein unterdurchschnittlicher IQ vorliegt – trotz Abi mit 2,2!!! Ich galt aufgrund der Ergebnisse als (Zitat des Psychologen) “Zu schlau für eine Ersteingliederungsmaßnahme”.

Hier wird noch geraten auf psychisch-krank zu machen

Von meinem Bekannten – dem Bereichsleiter – wurde mir aufgrund meiner Aktenlage eine “eingebildete Erkrankung” unterstellt. Des Weiteren sei ich durch mein Studium verweichlicht und daher nicht für den “harten Arbeitsmarkt da draußen” geeignet. Er sehe keine Chance für mich, jemals Fuß fassen zu können und hat mir vorgeschlagen, es über die Psycho-Schiene zu versuchen. Soll heißen: Eine Zeitlang in die Psychiatrie, um mir meine eingebildeten Krankheiten ausreden zu lassen und dann ein langsames Herantasten an den harten Arbeitsalltag.

zu hohe Ansprüche an Sachbearbeiter- Abstempelung als schwerer Fall

Bei einem weiteren Gespräch mit meinem Sachbearbeiter hats bei mir dann ausgehakt: Immer noch mit Krücken unterwegs und auch damit kaum gehfähig kam der Vorschlag, ich solle mich doch für eine Ausbildung zur Krankenschwester bewerben. Ich sei doch so ein sozialer Mensch. Leider hatte ich diesen Beruf als allerletztes in Betracht gezogen und konnte mir nur mit Mühe einen Lachanfall verkneifen. Meine mühsam zurückgehaltene Wut war auch nicht hilfreich. Seitdem gelte ich als “schwieriger Kunde“…

Ohne Unterstützung, kein Studium

Das habe ich mitbekommen, als ich mich kurz vor Ende meiner Ausbildung nach offenen Stellen erkundigt habe. Meine anderen Interessen (EDV, IT, kaufmännische Berufe, Verwaltung etc.) wurden fast vollkommen außer Acht gelassen, weshalb ich weitere Vermittlungsvorschläge für Krankenpflege erhielt. Ein paar Vorschläge für Zeitarbeitsfirmen…ansonsten die gängigen Berufe. Oder eben…”studieren Sie doch weiter!!!” Angebot für finanzielle Unterstützung? Fehlanzeige.

Trotz letztendlich erfolgreicher Bewerbung, Unterstellung der Unfähigkeit 

Meine Bewerbungsversuche haben mir zusätzlich zu einem EDV-Kurs (Excel, Word & Co) noch ein Training fürs Erstellen von Bewerbungen eingebracht, da meine Versuche als “ungenügend” bezeichnet wurden. Komisch nur, dass ich letztendlich mit meiner Version der Bewerbung Erfolg hatte und durch Zufall einen Ausbildungsplatz als Informatik-Kauffrau erhalten habe.

Ein Skandal was sich Mitarbeiter der Arbeitsagentur heraus nehmen!

Durch eine weitere Bekannte, die ebenfalls bei der Arbeitsagentur angestellt ist habe ich erfahren, dass der vorhin genannte Bereichsleiter mit meinem Sachbearbeiter eine Wette laufen hatte, wie schnell ich wieder auf der Matte stehen würde. Den Gefallen habe ich denen allerdings nicht getan – ich habe die Ausbildung sehr erfolgreich durchgezogen. Übernommen wurde ich leider nicht, jedoch habe ich noch vor Ausbildungsende bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen unbefristeten Vertrag ergattert.

Fazit:

Wie unfreundlich, weltfremd und schikanös das Verhalten der Sachbearbeiter ist, habe ich zur Genüge am eigenen Leibe erfahren dürfen. Leute – verlasst Euch auf Euren gesunden Menschenverstand und nicht auf irgendwelche Sachbearbeiter. Macht Euch nicht von denen abhängig, sondern kümmert Euch selbst. Hilfe zur Selbsthilfe gibts bei den JobBörsen leider nur im allerseltensten Fall. Davon können einige meiner Bekannten ein Lied singen.Leider kann man auf die Arbeitsagentur nicht verzichten – man braucht ja das Geld…aber HEY…lasst Euch nicht alles gefallen! Ihr habt Recht auf eine vernünftige und kompetente Beratung.

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— Kommentare —

  1. Mar75 sagt:

    Na das ist doch mal ‘ne Logik: zu schlau für eine Maßnahme der Eingliederung auf dem 1.Arbeitsmarkt = dumm.

  2. sili sagt:

    hallo ich habe heute die super Erfahrung mit dem Arbeitsamt genmacht.
    Da ich am 10.1. arbeitslos wurde, über 50 bin, mußte ich zu eine Maßnahme 50+ vom 16.1. bis15.4. Bewerbungen usw. bei Nichtteilnahme Kürzung wie immer. Heute Anruf vom Amt, da wollte an zwei Tagen der Kontrolleur vom Amt überprüfen ob ich wirklich in einer WG lebe. Da ich aber nicht da war, wollen die mir dann die Leistungen eventuell kürzen. Also die Moral egal wie man es sieht, die kürzen immer.

  3. Werniman sagt:

    @sili
    Wäre interessant zu wissen,wie sie das machen wollen. Nach Meinung des OLG Hessen sind BG und WG kaum zu unterscheiden. Gemeinsames Kochen,gemeinsames Einkaufen,gemeinsames Essen oder Waschen, sogar ein gemeinsames Bett sind keine eindeutigen Indizien einer BG,sondern kommen auch in WGs vor.

  4. Stromberg2011 sagt:

    Einfach “Bewertung Arge Bochum eingeben” Ich bin der Böse Kunde aus der Anstalt Bochum Langendreer.Diese Kommentare sind KEIN WITZ.

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