Das schaffen Sie mit Ihren Kenntnissen sowieso nicht…

Ich bin gelernte Bürokauffrau und wohnte zum Zeitpunkt meiner Arbeitslosigkeit in Dormagen. Zu dieser Zeit war ich frisch aus der Ausbildung und konnte leider nicht übernommen werden. Nachdem ich mich mit einigen Gelegenheitsjobs durchgeschlagen hatte, musste ich mich doch arbeitslos melden. Die ARGE war dann der Meinung, dass ich eine Fortbildung machen sollte. Generell fand ich die Idee sogar sehr gut. Leider wurde mir eine Maßnahme vorgeschlagen, die ich überhaupt nicht brauchen kann. Nämlich ein Grundkurs am Computer, wo es um die Einführung in Word und Excel ging. Diese Programme habe ich während meiner Ausbildung schon ausgiebig genutzt und habe dies meiner Sachbearbeiterin auch mitgeteilt. Diese meinte allerdings, ich solle doch erst einmal mit dem Leiter der Maßnahme sprechen.

Meine Befürchtungen wurden Wirklichkeit. Der Kurs richtete sich tatsächlich an absolute PC-Anfänger. Während ich meinen eigenen PC tagtäglich für das Internet und diverse Dinge nutze, sollte mir in diesem Kurs beigebracht werden, wie man einen Computer einschaltet. Der Kursleiter schlug vor, ich könne ihm ja bei den anderen Teilnehmern helfen! So hatte ich mir meine Fortbildung wirklich nicht vorgestellt.

Ich sagte also meiner Sachbearbeiterin, dass diese Maßnahme für mich ungeeignet sei. Sie verwies mich an ihre Vorgesetzte, die nach langem Hin und Her meinte, dass sie auch noch einen Kurs zur Fremdsprachenkorrespondentin hätten. Aber da würde ich die Aufnahmeprüfung mit meiner befriedigenden Englischnote sowieso nicht schaffen. Erst nach langem Drängen durfte ich mich dort vorstellen. Ich wurde übrigens direkt angenommen!
Meine Prüfung zur Fremdsprachenkorrespondentin habe ich dann nach einem Jahr mit Auszeichnung bestanden. Dies beweist mal wieder, dass es der ARGE vollkommen egal ist, in welche Maßnahme man gesteckt wird.

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (14 Stimme(n), Durchschnitt: 4,57 von 5)

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— Kommentare —

  1. Mar75 sagt:

    Diese Vorurteile kenn ich auch. Ich habe vor Jahren mal versucht,eine Umschulung in den IT-Bereich zu bekommen. Die zuständige Sachbearbeiterin unterhielt sich vorher keine 2 Worte mit mir,hat nie ein Zeugnis o.ä. von mir gesehen. Mit einem Blick auf meinen erlernten Beruf meinte sie nur “Für einen IT-Beruf müssen Sie ja gut in Mathe und Physik sein und gut Englisch können. Und das kann in Ihrem Beruf ja wohl nicht der Fall sein!”. Wenig später hab ich dann erfahren,daß die Frau keine 5 Jahre vorher selbst noch als Elektrikerin tätig war und aufgrund ihrer Unfähigkeit rausgeschmissen wurde. Ganz offenbar war sie von sich selbst ausgegangen,als sie von meinem Handwerksberuf auf meine sonstigen Fähigkeiten schloß….

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