Nach den Buchstaben des Gesetzes: Sperrzeit

Dieses Mal schreibe ich die Geschichte meines Sohnes, 27, im Baugewerbe tätig. Mein Sohn hat seine Lehre und die ersten sechs Jahre seines Berufslebens in der gleichen Firma verlebt. Neben seinen normalen beruflichen Kenntnissen hat er ein besonderes Talent für Programmierarbeiten und Bildbearbeitung, die er nutzbringend für seine Firma eingesetzt hat, obwohl diese Arbeiten normalerweise höherwertig sind und besser bezahlt werden. Davon hat die Firma Jahre profitiert und sogar einen neuen Geschäftszweig aufbauen können.

Aufhebungsvertrag

Dann glaubte mein Sohn gute Arbeit sei auch gutes Geld wert und bat um Lohnerhöhung. Zunächst hieß es: „Ja, sobald die neue Sache etabliert ist“. Dann war sie etabliert, und er fragte wieder. Da hieß es dann: „Nein“. Daraufhin sagte er, dann würde er auch nicht mehr als Programmierer arbeiten, sondern nur noch in seinem Ausbildungsberuf, für den er auch mehr schlecht als recht bezahlt wurde. Daraufhin erzwang der Arbeitgeber die Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag – ohne Bedenkzeit.

Im Amt (Traunstein)

Schon am nächsten Tag hatte mein Sohn einen Termin im Arbeitsamt. Weder half man ihm gegenüber dem Arbeitgeber, noch sagte man ihm, dass er Hartz IV beantragen könne; aber eine Sperrzeit von drei Monaten für den Aufhebungsvertrag unter Zwang, die konnte man verhängen.
Und das für jemanden, der seit seiner Lehre jahrelang durchgehend treu und brav gearbeitet hatte.

Fazit

Mein Sohn verzweifelte fast, weil er sich in seiner Arbeit und als Person so wenig geschätzt sah. Er wurde krank (vorübergehend, zum Glück) und an den Schulden aus dieser Zeit hat er heute noch zu tragen. Aber das ist heutzutage egal: Hauptsache es geht nach den Buchstaben eines Versicherungsgesetzes, das für seine Unzulänglichkeiten bekannt ist.

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (1 Stimme(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)

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