Es spukt im Arbeitsamt

Am 5.4. diesen Jahres war ich zu einem Gespräch eingeladen. Noch nie habe ich einen einzigen Termin versäumt.
Daher hatte ich mich auf den Gesprächstermin eingerichtet. Doch es kam anders. Am Abend bekam ich hohes Fieber und ein hochrotes Bein. Da ich die selben Symptome vor einigen Jahren schon einmal hatte, wusste ich gleich, was das bedeutet. Ich hatte eine gefährliche Wundrose. Jeder, der so etwas schon hatte, weiß, wie schmerzhaft eine Wundrose ist und strenge Bettruhe angesagt ist. Da meine Hausärztin schon geschlossen hatte, konnte ich sie erst am 5.4. aufsuchen.

Die geheimnisvollen Wege der verschwundenen Unterlagen

Anrufen bei der Sachbearbeiterin ging nicht, da es ja keine direkte Nummer mehr gibt. Außerdem sehe ich nicht ein, warum ich erst die kostenpflichtige Hotline anrufen soll. Da gibt es auch keine Garantie, dass die Information dort landet, wo sie soll.
Nach dem Arztbesuch bin ich trotz Fieber auf eigene Gefahr zum Arbeitsamt gefahren und habe den Krankenschein persönlich an der Rezeption abgegeben. Mir wurde versichert, dass er sofort zur Fallmanagerin weiter geleitet wird.
Einige Tage später bekam ich einen Brief mit der Aufforderung, wegen des Nichterscheinens Stellung zu nehmen. Ich sollte dann am 12.4. wiederum zum Termin erscheinen und eine Erklärung mitbringen. In diesem Brief wurden mir schon die menschenfeindlichen Sanktionen angedroht. Da ich am 12.4. logischerweise immer noch krankgeschrieben war, konnte ich diesen Termin ebenfalls nicht wahrnehmen. Mein Ehemann fuhr für mich zum Arbeitsamt und erfuhr, dass der erste Krankenschein, den ich persönlich abgegeben hatte, nicht angekommen ist.
Ende vom Lied: eine Sanktion über drei Monate, Widerspruch geschrieben und abgelehnt.

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (7 Stimme(n), Durchschnitt: 4,14 von 5)

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— Kommentare —

  1. Werniman sagt:

    Deswegen versuche ich, Unterlagen nur im Beisein von Zeugen und per Einschreiben ans JC zu schicken. Wenns machbar ist,dann leg ich auch gleich noch irgendein anderes Schreiben mit bei,welches das Amt gerade will. Seitdem ist es auch noch nie wieder vorgekommen,daß irgendwas abhandengekommen ist…wäre ja auch schon ein seltsamer “Zufall”, wenn ein Teil der Unterlagen ankommt und der andere Teil nicht…

  2. Norbert Requardt sagt:

    Ich (62) mußte im Januar 2007 Regelinsolvenz anmelden und mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, also Alg2 beantragen. Ich hatte gleich eine selbstständige Nebentätigkeit als subunternehmerischer Kurierfahrer beantragt. Arbeitsvermittlerin und späterer Fallmanager waren sehr nett und kooperativ. Als ich nach Vollendung des ersten Bewilligungszeitraums (1/2 Jahr) meinen tatsächlichen Gewinn angeben konnte, wurde mir weder die Differenz nachgezahlt noch fanden die tatsächlichen Nebeneinkünfte Berücksichtigung bei der Berechnung des folgenden Bewilligungszeitraums. Es wurde mir weniger gezahlt mit der Begründung, daß mit der Selbstständigkeit selbstverständlich ein positives Wachstum verbunden sei und man mir deshalb weniger zahlt, damit ich später nicht soviel zurückzahlen muß. Für wie blöde halten die uns eigentlich? Selbstverständlich hatte ich Widerspruch eingelegt.

    Der Grad der Inkompetenz einer Sachbearbeiterin der Leistungsabteilung gipfelte im Büro meiner damaligen Arbeitsvermittlerin in der Form, daß sie mit dem Begriff “selbstständige” Nebentätigkeit nicht umgehen konnte und wollte mir die Betriebskosten meines ausschließlich gewerblich eingesetzten Kfz. nicht anerkennen. Selbst der zweimalige Hinweis meiner Arbeitsvermittlerin, daß es sich um eine “selbstständige” Nebentätigkeit handele drang nicht in ihr Großhirn vor. Im nachfolgenden Bewilligungsbescheid hatte ich auf einmal Nebeneinkünfte, welche höher waren als mein Umsatz(!). Da ich langjähriges Gewerkschaftsmitglied (seit 1974) bin, habe ich um Rechtsschutz ersucht und werde vertreten durch die Rechtsschutz GmbH des DGB. Eine einstweilige Anordnung beim Sozialgericht ist dann erfolgt. Diese kann man auch ohne Rechtsvertretung mit ausreichender Begründung beim Sozialgericht direkt beantragen.

    Ab jetzt ging das Jobcenter halbwegs gerade. Immer und immer wieder habe ich um Nachberechnung der ersten vier Bewilligungszeiträume gebeten. Ohne Erfolg (Kopp im Sand). Private Schulden waren und sind 4stellig. Der Nachzahlungsbetrag belief sich bis Ende 2012 auf ca.4500,-€. Erst massives Einschreiten der DGB-Rechtsstelle konnte das Jobcenter dazu bewegen, jetzt endlich eine Nachberechnung vorzunehmen, welche natürlich fehlerhaft und mangelhaft war…… und natürlich zu meinem Nachteil. Selbst der vom Jobcenter errechnete Nachzahlungsbetrag ist bis heute nicht vollständig auf meinem Konto gelandet. Der DGB bleibt dran.

    Früher konnte man bei meinem Jobcenter Unterlagen gegen Eingangsstempel abgeben. Jetzt soll man die Unterlagen in eigens dafür im Jobcenter angebrachte Briefkästen werfen, natürlich ohne Nachweis. Seitdem gebe ich meine Unterlagen nur noch als Kuriersendung in der Poststelle ab gegen Unterschrift, Datum und Uhrzeit. Der (übrigens sehr nette) Herr in der Poststelle hat sich sehr echauffiert, als er von mir erfuhr, daß bei ihm abgegebene Unterlagen angeblich nicht auf den Tisch der zuständigen Sachbearbeiter gelandet sein sollen. Es liegt der Verdacht nahe, daß die Sachbearbeiter “unerwünschte” Unterlagen einfach verschwinden lassen. Auf einmal soll ich angeblich die “abschließenden Angaben zu Nebeneinkünften” und entsprechende Nachweise eines Bewilligungszeitraumes nicht eingereicht haben und man fordert 4400,-€ von mir zurück. Hatte ich als Kuriersendung abgegeben. Widerspruch. Klage vorm Sozialgericht. Sache läuft.

    Da werden Gutschriften der Heizungsabrechnung von der Leistung abgezogen aber Nachzahlungen nicht berücksichtigt. Da wird behauptet, Warmwasserkosten seien in den Heizkosten enthalten, obwohl im Mietvertrag gegenteiliges steht. Schikanen über Schikanen.

    Hätte ich einfach nur die Beine hochgelegt, im Monat völlig unnütze zehn Bewerbungen per email verschickt und dafür 50€ im Monat kassiert….. ich hätte monatlich mehr Geld gehabt und meine Nerven geschont. Es soll ja Leute geben, die machen Das so…… und noch’n bißchen Schwarzarbeit nebenher…… wen wundert’s.

    Ich bin doch ganz schön blöd.

  3. Thomas sagt:

    Was ich immer bei wichtigen Sachen mache : per Einschreiben mit der Post, selber abgeben und auf jeden Fall per Mail. Bei uns in Leipzig hat jedes ” Team ” eine Mailadresse.

  4. Wust, Sylke sagt:

    Habe vor ein paar Tagen per Einschreiben ans Arbeitsamt Leipzig die Unterlagen meines Mannes geschickt. Dieser hatte aus gesundheitlichen Gründen selbst gekündigt. Deshalb benötigte er vom Arzt eine Bestätigung über die Erkrankung, ausgerechnet dies ist aber “nicht dabei gewesen”, obwohl ich persönlich noch mal alles kontrolliert habe. Angeblich wird zur Berechnung alles nach Halle geschickt?! Dabei ist es wohl möglich, dass mal was wegkommt. Ich frage mich, wieso wir das angeblich nicht mitgeschickt haben sollen, da würde sich mein Mann doch selbst schaden, da ja sonst das ALG gesperrt wird.Jetzt soll er nochmal zum Arzt und nochmal so eine Bestätigung ausfüllen lassen und wieder ans Arbeitsamt schicken, die dann wieder alles nach Halle schickt. Das Arbeitsamt ist hier nämlich mit Bürokram überfordert, deshalb erledigt dieses jetzt das Arbeitsamt Halle. Haben die nicht selbt genug zu tun. Ich frage mich, mit was die in Leipzig überfordert sind, wahrscheinlich mit Zeittotschlagen. Und überhaupt mich regt diese ganze Sippschaft so auf. Beispiel Fallmanager, was haben die für eine sinnlose Funktion. Aller 3 Monate muss man sich melden “tut mir leid, leider habe ich zur Zeit keine Arbeit für sie” “denken sie aber daran, dass sie sich selbst kümmern müssen” “sie müssen mindestens 9 Bewerbungen abgeben(im Monat). Die sind froh wenn man selbst was findet um einen Haken an die Akte zu machen und stellen sich dann noch hin, als hätten sie den größten Anteil daran.

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