Das Arbeitsamt kann manchmal anstrengend sein, gerade wenn man überhaupt kein Arbeitslosengeld beantragen möchte

Mein Versuch bestand grundsätzlich darin, mich, nachdem ich das Studium beendete freiberuflich zu melden. Geboren in Leipzig, mit einem Abschluss für Violoncello wollte ich mich als freiberuflicher Künstler in die Welt stürzen, wobei ich in keinster Weise auf den Existenzgründerzuschuss der sächsischen Aufbaubank verzichten wollte. In diesem Zusammenhang ergaben sich jedoch zahlreiche Komplikationen, welche mit der ARGE zusammenhängen. Die größte Aufgabe bestand darin, dass ich beweisen musste, dass ich mit meiner freiberuflichen Tätigkeit genügend Geld verdiene, als dass sich Arbeitslosengeld 2 beziehen müsste, was jedoch schwieriger war, als sich zunächst dachte.

Der Fleiß ist der Preis

In meinem Eifer suchte ich zahlreiche Zettel zusammen, holte alte Rechnungen raus und wies eine übersichtliche Struktur vor, welche beweisen kann, dass sich genügend Geld verdiene. Die Beweislage war absolut eindeutig, was jedoch wenig nutzte, da ich stetig neue Unterlagen benötigte, damit ich endlich eine einfache Unterschrift bekam. Nachdem ich dann eine persönliche Rentabilitätsvorschau speziell für das Arbeitsamt anfertigen musste um zu beweisen, dass sich in den nächsten fünf Jahren kein Arbeitslosengeld benötige, wurde mir nach ungefähr drei Wochen Rennerei und Entbehrungen die Unterschrift genehmigt, dass ich nicht auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen bin.

Stetiger Tropfen höhlt den Stein

In diesem Zusammenhang kann ich jeden Existenzgründer nur dringendst empfehlen, niemals zu unterschätzen, wie wichtig es ist, von Anfang an alle Unterlagen in Bezug auf die eigenen Einnahmen so auszulegen, dass sich eine zukunftsorientierte sinnvolle Darstellung ermöglicht. Des Endes wurde mir dieser Unterschrift gewährleistet und ich bekam die Möglichkeit in die Existenzgründung einzutauchen, wobei die Entbehrungen verhältnismäßig groß waren.

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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— Kommentare —

  1. Torsten sagt:

    Mal abgesehen davon, ist eine Rentabilitätsvorschau ohnehin nur eine Schätzung, die jeder Laie nach seinen Möglichkeiten ändern und auch fälschen kann. Daran merkt man mal, wie engstirnig und oberflächlich die Bearbeiter bei der Arge und beim Arbeitsamt sind. wichtig scheint da ja nur zu sein, das Papier erzeugt wurde. Was darauf steht, versteht ohne niemand von denen. Das zeigt auch der Artikel Betriebsausgaben – bei Hartz IV wird anderes gerechnet

  2. Werniman sagt:

    Es macht vielfach den Eindruck,als wolle man Menschen zwingend im ALG2-Bezug halten bzw überhaupt erst reinbringen. Kein Wunder also,daß langläufig die Meinung herrscht,daß die Fallmanager in erster Linie an der Sicherung ihres eigenen Jobs interessiert sind.
    Ich mache zwar nur einen Minijob,nehme aber meine Chefin immer mit als Beistand zu meinen Amtsterminen. Was wir uns da schon anhören durften,lässt jedem,der selbst für sein Einkommen verantwortlich ist, graue Haare wachsen. Selbst ein 15jähriger hat mehr Ahnung vom Wirtschaftsleben als so mancher Fallmanager. Da werden Klischees bedient,die fernab jeglicher Realität liegen: Wer selbstständig ist,schwimmt im Geld und fährt nach spätestens 6 Monaten einen dicken Audi A8. Und wenn eine 1-Mann-Firma nicht jeden Monat mind. 2 Leute einstellen kann,dann ist sie unfähig oder einfach nur zu geizig dazu. Usw usw usw. Und daß man kein passendes Personal in Nischenberufen findet,liegt natürlich nur daran,daß man als Arbeitgeber zu dämlich ist, eine Stellenanzeige beim Arbeitsamt aufzugeben. Nun…letzteres haben wir gemacht. Als Resultat bekamen wir 2 Leute geschickt: einer wollte nur noch 7 Monate bis zur Rente vollmachen und einer war seit 1968 (!) aus seinem Beruf raus….

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