Bankrott statt neuer Existenz

Mein Jüngster war kurz davor drei Jahre alt zu werden und natürlich bekam ich eine EInladung zum Gespräch. Ich müßte ich nun langsam mal was machen. Zur Auswahl bekam ich dann einen Schwesternhelferinnenkurs, Bewerbertraining oder Tagesmutterkurs. Den Letzteren hätte ich ja gemacht, nur war dieser nich vereinbar mit den Betreuungszeiten im Kindergarten, außerdem hätte ich pro Fahrt eine Stunde gebraucht.

Welche Kurse sind wirklich hilfreich?

Da ich schon lange von einem eigenen Geschäft träumte, fragte ich nach einem Existenzgründungskurs, welchen ich dann auch bekam.
Der Kurs ging über drei Monate und wurde begleitet von erfahrenen Existensgründungsberatern, Unternehmensberatern, Anwälten, Marketingexperten und anderen klugen Köpfen. Nach zwei Monaten war ich kurz davor mein Projekt auzugeben, da ich einfach keine Händler fand. Ich wurde allerdings immer wieder dazu ermutigt irgendwie weiter zu machen. Am Ende fand ich doch noch Händler und konnte meinen Busniessplan fertig machen – auch nach Änderungen zusammen mit den Beratern. Am Ende wurde die Tragfähigkeit bescheinigt und ich bekam ein Schreiben fürs Jobcenter mit, indem mein Projekt hochgelobt wurde und empfohlen wurde mir ein Darlehn zu geben.

Mich wunderte nur zwischenzeitlich, dass im Kurs getuschelt wurde, dass sich eigentlich nie jemand selbstständig machte nach dem Kurs – dabei klangen in den Präsentationen die Projekte alle so gut.

Mit dem Darlehn in der Hand machte ich mich frisch ans Werk.

Ein Laden fand ich bald in meiner Wunschlage – sogar zwei Monate mietfrei – einen Steuerberater fand ich auch und die Ladeneinrichtung auch günstig. Werbeflyer wurden verteilt und Werbung gemacht, einen Zeitungsartikel gab es auch.

So startete ich voller Enthusiasmus  mein Geschäft

Am ersten Tag hatte ich ganze zwei Kunden und nicht mal zehn Euro verdient. Am nächsten Tag kam keiner. Ich war froh, wenn überhaupt mal jemand ins Geschäft kam. Also habe ich sehr rasch erkannt, dass es nichts wird und den Laden gekündigt. Er war nur drei Monate geöffnet. Im Monat machte ich durchschnittlich 300-400€, allein die Miete betrog 600€. Die Lage war total falsch – aber hat mir das jemand der  erfahrenen Berater gesagt? Die Kundenzahl und Umsatz waren viel zu hoch geschätzt. Mein Steuerberater sagte mir das dann auch, er hätte es von Anfang an gesehen, meinte aber nichts sagen zu müssen. Später kamen andere aus dem Kurs und sagten mir, dass mit Absicht unrealistische Businesspläne abgesegnet wurden seien. Für jeden Teilnehmer am Kurs gab es fettes Geld und erst Recht wenn jemand sich selbstständig machte hinterher. An mir wurde viel verdient. Aber wie hätte ich es wissen können? Ich vertraute den hochausgebildeteten erfahrenen Menschen… Konnte ich wissen, dass sie mich wissentlich und willentlich in den Bankrott treiben?

Das Ende vom Lied sind hohe Schulden…

…und zumindest an Erfahrung reicher. Das Jobcenter und alle die mit ihnen arbeiten wollen nur Geld. Sie wollen niemanden in Arbeit bringen. Es geht nur um das eigene Geld. Mittlerweile habe ich selbst einige Unternehmen beraten mit dem Wissen, welches ich im Kurs erlangte.


Ich wollte mir meinen großen Traum erfüllen und endete in einem Alptraum.

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— Kommentare —

  1. Werniman sagt:

    Auch wenn es nicht gerade ermutigend klingt,so sind die “Dozenten” in solchen Kursen meist nicht unbedingt die Creme de la Creme ihrer Branche. Die sind in der Regel meist nicht ausgelastet,so daß sie sich mit den paar Euro vom Maßnahmeträger zufriedengeben,um selbts überhaupt auch ein Einkommen zu haben. Kein Unternehmensberater,der bei Trost ist,würde sich freiwillig mit 16-18€/h abspeisen lassen….das machen nur die ganz verzweifelten.

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