Wenn Selbstständige von Hartz IV “bedroht” sind…

"Auf Staatskosten leben" zu müssen, ist für motivierte Existenzgründer und (Jung-)Unternehmer in der Regel ein echter Alptraum. Aber nichtsdestoweniger ist genau das hierzulande leider gängiger Alltag. So sehr sich viele Unternehmer auch bemühen, so viel Energie, Zeit und Geld sie auch in das eigene Unternehmen investieren, so häufig kann es dennoch vorkommen, dass der Weg in die Selbstständigkeit nicht der richtige für sie ist. Die zahlungskräftigen Kunden bleiben aus, die Betriebskosten nehmen mit der Zeit geradezu überdimensionale Ausmaße an – und können letztlich doch nur noch mit Müh' und Not bezahlt werden.

Eine beängstigende Entwicklung…

Eine derartige Perspektive erhoffen sich freilich nur die wenigsten Existenzgründer und Selbstständigen. Aber dennoch: Der Weg in eine Selbstständigkeit ist de facto kein Garant für Erfolg, Ruhm und Reichtum. Im Gegenteil, er bedeutet harte Arbeit, viel Einsatz, jede Menge Leidenschaft, Durchsetzungsvermögen und Know-how. Aber was wird sein, wenn all' die Pläne und hochgesteckten Ziele eines Tages doch nicht aufgehen? Was, wenn der Konkurrenzdruck zu groß wird? Was, wenn die Werbestrategien nicht (mehr) fruchten? Was bleibt von einer zunächst grandios erscheinenden Geschäftsidee ist dann häufig nurmehr der Gang zum Amt. Oftmals ein Schritt, der zwar sehr viel Überwindung kostet, aber dennoch getan werden muss. Denn anderenfalls sind über kurz oder lang noch größere Schwierigkeiten vorprogrammiert….

Auf gleicher Ebene mit arbeitsscheuen Sozialschmarotzern?

Selbstständige, die ihren Lebensunterhalt (zusätzlich) durch Hartz-IV-Leistungen bestreiten müssen, "dürfen" sich – natürlich – auf dieselbe "Behandlung", auf dieselben Kontrollen, Einschränkungen und Gängelungen einstellen, wie sie auch dem "durchschnittlichen" Hartz-IV-Empfänger zuteil werden. Ein Aspekt, der überdies für viele eine nervliche Zerreißprobe darstellt. Als sei es nicht schon schlimm genug, als Selbstständiger gescheitert zu sein…. Wie soll es angesichts solcher Umstände gelingen, mit neuem Mut und neuer Motivation aus dem "Loch" herauszukommen? Nur, wer wirklich über das notwendige Potential verfügt, wird auch in der Lage sein, einen zweiten Anlauf in eine neue Selbstständigkeit zu wagen. Mut ist eben, wenn man's macht!

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (1 Stimme(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)

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— Kommentare —

  1. Rolf Kornder sagt:

    Gerne schreibe ich als Betroffener einen Kommentar zur obenstehender angesprochenen Problematik.
    Ich habe mich im Alter von 25 Jahren als Werbegrafiker selbständig gemacht. Heute bin ich 60 Jahre alt und kann meinen Verpflichtungen (Steuerzahlungen, private Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Steuerberater, Leasingbeträge, Miete, Strom, Gas, etc.) nicht mehr nachkommen.
    Verzweifelt suche ich nach Alternativen. Obwohl ich 60% Behinderung habe möchte ich nach wie vor gerne arbeiten und denke nicht an Harz 4.
    Traurig bin ich darüber, dass man 35 Jahre lang hohe Steuerzahlungen leisten musste. Das man jahrelang ausgebildet hat und niemals der Allgemeinheit Kosten verursacht hat. Heute, wo man selbst einmal die Unterstützung des Staates brauchen könnte, wird abgewunkten mit dem Hinweis auf Harz 4.
    Ich finde es absolut ungerecht, wenn jeder Arbeitsunwillige der schon nach kurzer Zeit seinen Job hinwirft oder arbeitslos wird in Form von Arbeitslosengeld unterstützt wird. Ein Selbständiger, der 35 Jahre für die Allgemeinheit Steuern bezahlt hat, wird dagegen auf Harz 4 verwiesen.
    Bewerbungen zu schreiben kann man sich im Alter ohnehin komplett ersparen, denn man steht ja bezügl. des hohen Alters, dem Arbeitsmarkt so gut wie nicht mehr zu Verfügung.

  2. jenzik spenzik sagt:

    ich war selber einmal Betroffener, habe darum die offizelle Meinung der ARGE SGB II, dass Selbständige ihre Kosten manipulieren könnten, um den Gewinn gering zu halten als bewusste Fehlinformation angesehen.
    Rechtlich sah es bis 2008 so aus, dass die ARGE die Angaben des Unternehmers ungeprüft übernehmen MUSSTE .
    Um einem möglichen Missbrauch vorzubeugen kann und darf die ARGE SGB II die Kosten und Erlöse eines Unternehmens nun unter die Lupe nehmen und Missverhältnisse prüfen. Ob die ARGE hierzu fachlich und personell in der Lage ist, ist zu bezweifeln.
    In meinem Fall war es so, dass ich nach fast 30  jähriger Selbständigkeit durch Zahlungsausfälle für einen Zeitraum von rd. 1/2 Jahr beinahe meine Familie nicht mehr ernähren konnte
    Nach beinahe entnervendem Schriftverkehr wurde dann nach Klage vor dem Sozialgericht mir nachträglich ein Betrag von rd. 2.000 Euro zugesprochen. 
     

  3. jenzik spenzik sagt:

    ich antworte einmal dem Rolf Kornder auf seinen Beitrag v. gestern.
    Die ARGE SGB II hat buchstäblich keine Ahnung, welche Kausalitäten bei einer Selbständigkeit bestehen. Die denken immer noch in der Kathegorie: hier die Ware/Leistung und da das Geld. Wie aufm Bazar.
    Das es steuerrechtliche Unterschiede in der Erfassung und Geltendmachung der MWST (nach vereinnahmten oder nach vereinbarten Gewinnen) gibt, Fehlanzeige.
    keine Ahnung  z.B. 1 % Regelung private Nutzung KFZ als zusätzlichen Gewinn
    keine Ahnugn  z.B. Abschreibungen als Kosten = gewinnschmälernd
    keine Ahnung, dass z.B.Rückstellungen für zu erwartende Kosten (Reparaturen, Neuanschaffungen- neues Auto – Prozesse ) gewinnschmälernd sind.
    Und hüten muss man sich vor "klärenden Gesprächen" um die Angelegenheit nun zum Abschluss zu bringen, wenn die Leute der ARGE in der Maske des Biedermannes zu einem Gespräch laden.
    Die Argumentation der ARGE SGB II tendiert bishin zur Unterstellung von Betrug und Steuerhinterziehung.
     
     
     

  4. M.Bpunkt sagt:

    Nun lasse auch ich mich einmal aus.
    Ich bin 25 und habe letztes Jahr im Oktober meine Selbstständigkeit begonnen, da ich arbeitslos geworden bin. (irgendwoher musste ja geld kommen)
    Habe meinen Laden eröffnet und dank meines damaligen Freundes war ich auch in der Lage einiger maßen über die Runden zu kommen, da ich keine Miete zahlen musste. Somit hatte ich nur mein Auto, Versicherungen, Telefon und den Einkauf vom ALG zu bezahlen. Bin da auch ehrlich….ich hatte 550€ für alles zur verfügung!
    Nun bin ich in der Lage, dass ich verlassen wurde, und mein Geschäft leider noch nicht so viel abwirft, dass ich mir selber eine Wohnung leisten kann. Was also machen? Gründungszuschuss noch einmal für 6 Monate beantragen (nur die 300€ zur Sozialen Absicherung) Wollte ich eigentlich nicht, da ich so ehrlich bin und mir ungern diesen Krieg mit den Ämtern antun wollte. Nun muss ich auch zur ARGE um Harz4 zu beantragen, damit ich zumindest in der Lage bin Miete für eine eigene Wohnung zu bezahlen….-Auf gut Deutsch: Man wird behandelt wie der letzte Dreck wenn man dort sitzt und eigentlich gar nicht mehr weiter weiß. Dabei versuchen "wir" Selbstständige doch alles um auch SEBST davon leben zu können und nicht zum Amt "kriechen" zu müssen und Ja….JA sagen!
    Es ist schon sehr demotivierend, aber wenn man es WILL, klappt es auch irgendwann wieder. Auch wenn es ein schwerer Weg sein mag. (rede ich mir jedenfalls jeden Tag ein um nicht aufzugeben)
    Denn DIE Leute, die ihren aller wertesten gar nicht erst aus'm Bett bekommen, bekommen doch eigentlich GENAU die gleiche Beihilfe die WIR, die sich den A…..täglich aufs neue aufreissen. Und das ist NICHT fair!!! Es wird geprüft, gemacht, getan, aber mal mehr nach den (bitte entschuldigt) schmarotzern zu suchen ist anscheinend zu viel Arbeit. Es wird auch sicherlich genug Selbstständige geben, die auch dazu gehören und sich somit ein kleines Taschengeld zahlen lassen…..
    Ich für meinen Teil werde weiter Kämpfen und auch wenn ich noch nach 10 Stunden arbeit noch Kellnern gehen muss um zumindest irgendwie über die Runden zu kommen und auch mal etwas mehr werbung machen zu können… 
    Falls noch wer Tips zu Förderungen hat: Immer her damit.  Bin für JEGLICHE TIPS dankbar!!

  5. Irma sagt:

    Hallo Leute, ich habe mich seit dem 1.10.2010 selbstständig gemacht, nach einem halbem jahr mußte ich das geschäft schliesen, habe aber mir ein kleineres gefunden seit zwei monaten, jezt wiel das arbeitsamt mich von einem steuerbüro überprüfen lassen, da der umsatz fast nul ist, haber ich denke das mann muß die möglichkeit geben auf die beine zu kommen, den Rom hat mann ja auch nicht in einem Tag gebaut und alles braucht seine zeit, ich kenne welche die schon über 25 jahre oder 10 jahre zuhause sitzen und da sagt keiner was, das sind für mich die Arno Dübels, ich bin kann mann sagen fast 61 jahre alt und bin das risiko eingeganeg sich selbsständich zu machen, wenn mich das arbeitsamt zwingt das geschäft zu schliesen whre das für mich eine katastrofe, den ich versuche alles zu machen damit der laden leuft, kent jemand von euch wie lange kann das arbeitsamt mich unterstützen, were sehr dankbar danke.

  6. Irma sagt:

    Hallo! ich frage mich warum mann die junge leute nicht zwingt zu arbeiten, ich denke das den arbeitsätern das alles egal ist, ich muss an den fall Arno Dübel aus Hamburg denken, der ist die helfte seines lebens zu hause und sagt im ferensehen, warum soll ich arbeiten, da hat Günter Jauch den schef von Hamburgerarbeitsamt gefragt warum ist der mann so lange nicht vermittelt worden, ja wall er edesmall eine krank meldung gebracht hat, es kann ein zufal sein aber nicht überdreisig jahre, als mann mich geschickt hat bewerbungen schreiben habe ich gesagt, das mein zug abgefahren ist, denn mit fast 61 jahre nimt mich keiner, soweit denken auch unsere politiker nicht und wir bleiben auf der streke.

  7. Erwin sagt:

    Irma, setze bitte Kommas und schreibe etwas lesbarer (z.B. kürzere Sätze). Dein (interessanter) Kommentar ist für die anderen kaum lesbar und sehr schlecht geschrieben.

  8. hiwels sagt:

    Hallo sehr interessant was man hier so ließt. ich bin nun seit fats 4 jahren selbsständig und steh nun kurz vor der pleite mit meiner kneipe. obwohl der betrieb nun wieder stark zunimmt weiß ich nicht mehr weiter es haben sich soviele rechnungen angehöuft und meine lebensgefährtin steht nun kurz vor der entbindung unseres 2. kindes.habe nun schon 3 wochen im krankenhaus gelegen weil ich nachts nicht mehr schlafen konnte und mich die ganze situation fertig macht. aber ich will nicht aufhören zu arbeiten ich bekomme noch kein harz 4! aber es bleibt mir bald keine andere wahl wenn ich meine familie ernähren will. miete pacht und und und müßen bezahlt werden!und das liebe finanzamt trägt die hauptschuld an meinen problemen ,den diese beträge werden immer abgebuncht aber andere rechnungen werden nicht mehr bezahlt von der bank das ist doch ein witz.wenn ich mal einen guten tag habe und die einnahmen gut sind kommt das F,AMT und saugt alles auf.was mach ich nur falsch 7 tage die woche a15-18 stunden und nix bleibt für meine familie. da sollen einem nicht die tränen kommen!!!

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