Aus der Sicht eines ARGE-Sachbearbeiters

Wer erledigt schon gern Behördengänge? In der Tat gibt es wohl kaum jemanden, der zum Beispiel gern freiwillig einen Termin bei der Bundesagentur für Arbeit wahrnimmt. Denn bei solchen Gesprächen haben Antragsteller und Leistungsempfänger sehr häufig das Gefühl, vom Gegenüber lediglich als "lästiger Bittsteller" angesehen zu werden. Entsprechend barsch und unfreundlich ist somit auch nur allzu häufig der Tonfall. Angesichts der Tatsache, dass das Leben als (Langzeit-)Arbeitsloser ohnehin kein Zuckerschlecken ist, kann ein Dialog mit dem Sachbearbeiter der ARGE also durchaus für noch mehr Frust und Niedergeschlagenheit sorgen.

 

Auf der anderen Seite des Schreibtisches

Nur wenige "ARGE-Kunden" denken jedoch auch einmal darüber nach, welchen "Widrigkeiten" sich der durchschnittliche Sachbearbeiter nut allzu häufig ausgesetzt sieht. Fakt ist, dass es keineswegs einfach ist, sich Tag für Tag aufs Neue mit Schmarotzern und anderen "schwarzen Schafen" befassen zu müssen. Mit Menschen, die auf alle nur erdenkliche Weise versuchen, zu Geld zu kommen, ohne natürlich dafür arbeiten zu müssen. Und davon gibt es hierzulande mittlerweile wahrlich genug. Auch die zahlreichen, negativen Erlebnisse, mit denen sich wirklich bedürftige Arbeitslose regelmäßig auseinandersetzen müssen, gehen nicht spurlos an ihnen vorüber. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es der ARGE-Sachbearbeiter häufig genug mit gefrusteten, niedergeschlagenen und demotivierten Menschen zu tun bekommt. 

 

Wenn jeder an sich denkt, ist doch an alle gedacht…

Intoleranz, Ignoranz, mangelndes Verständnis und Rücksichtslosigkeit scheinen in dieser, unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einzunehmen. Schlimm genug. Sicherlich könnte es aber für alle Beteiligten, also für "beide Seiten des Schreibtisches" weitaus einfacher sein, wenn jeder für sich versuchen würde, die Situation des Gegenübers zumindest ansatzweise zu verstehen. Frei nach dem Motto: "Dem Sprechenden kann geholfen werden", ließe sich auf diese Weise durchaus so manches Problem aus der Welt schaffen. Aber gerade hier gilt: "Der Ton macht die Musik!"

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das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend (2 Stimme(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)

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— Kommentare —

  1. Peter G. sagt:

    Sehr geehrte ‘SachbearbeiterInnen’, liebe Mitmenschen der Jobcenter, Arge und Arbeitsagenturen,
    hiermit möchte ich Sie in freundlicher Weise auf Verletzungen der Menschenrechte hinweisen, die die UN (die Vereinten Nationen) in der BRD festgestellt hat. Sie finden täglich in Ihrem Hause statt. Denn es betrifft Ihre Verwaltungsarbeit der Kunden/Innen, die sie im Auftrag der Regierung nicht menschenwürdig verwalten.
    Sie verstoßen in Ihrer ergebenen Pflichterfüllung gegen die international anerkannten Menschenrechte der Vereinten Nationen. Bitte lesen Sie selbst, welche Punkte die UN bemängelt, die Ihre Arbeitsweise betreffen. Fragen Sie sich ob Sie weiterhin diese menschenverachtende Vorgehensweise, die man von ihnen erwartet unterstützen werden.
    Bedenken sie aber, dass Ihnen der Gesetzgeber verbietet, sich dagegen aufzulehnen – dieser Sachverhalt ist ebenfalls von der UN bemängelt worden, weil er die freie Meinungsäußerung einschränkt und damit auch gegen ein Menschenrecht verstößt. Sie sind also auch selbst von dem menschenverachtenden System betroffen. Verwaltung und Kunden/Innen sitzen quasi in einem Boot.
    Fragen Sie sich als Mensch, ob Sie weiterhin im Namen der Regierung, anderen Menschen durch gravierende materielle Sanktionen psychisches und physisches Leid antun werden. Fragen Sie sich, ob Sie weiterhin Menschen unter Androhungen von gravierenden materiellen Sanktionen demütigen werden.
    So wie es sich mir nun darstellt, wäre das der Tatbestand der Nötigung, nach geltendem internationalen Menschenrecht – sowie der deutschen Verfassung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
    Bitte stellen Sie rechtzeitig fest, ob sich gegebenenfalls eine Strafanzeige wegen Nötigung gegen die Arbeitsvermittler/Innen, gegen die Arbeitsministerin von der Leyen, oder gar gegen die BRD richten soll? Oder Sie verzichten besser gleich auf die Ausübung von Gewalt über Menschen. Hören Sie auf ihre Seele und auf ihr Herz, das sind die besten Ratgeber.
    Ich erachte es als äußerst erstrebenswert an, das in dieser Sache, Verwaltung und Kunden/Innen zusammen agieren und sich nicht noch mehr Fronten auftun. Denn nur so entwickeln sich menschenfreundliche Lösungen, wie sie einer demokratischen Kulturlandschaft entsprechen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Kunde

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